Sichere Badner Bahn: 30 Debatten-Redner!

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100 Züge der Bad­ner Bahn fah­ren täg­lich durch das Bad­ner Stadt­ge­biet – schaff­ner­los. „Ein Sicher­heits-Risi­ko“ sagt ‚wir badener‘-Stadtrat Jowi Tren­ner. Und mehr als 1000 Men­schen geben ihm recht… 

1800 Unter­schrif­ten hat­te die Bür­ger­lis­te „wir bade­ner“ gesam­melt, um Bür­ger­meis­ter August Brei­nin­ger per Initia­tiv­an­trag dazu zu bewe­gen, einen „run­den Tisch“ ein­zu­be­ru­fen. Alle Bad­ner-Bahn-Gemein­den soll­ten sich zusam­men­set­zen, um gemein­sam über Maß­nah­men für mehr Sicher­heit und per­ma­nen­te Zugs­be­glei­tung zu beraten.

1094 Unter­schrif­ten wur­den von der Stadt Baden aner­kannt – immer­hin die Stär­ke von etwa drei Gemein­de­rats­man­da­ten. Der Initia­tiv­an­trag muss­te auf die Tages­ord­nung der Gemein­de­rats­sit­zung am Diens­tag gesetzt wer­den – und wur­de auch aus­führ­lich dis­ku­tiert. 30 Rede­bei­trä­ge wur­den von Bür­ger­meis­ter August Brei­nin­ger gezählt, die Debat­te dau­er­te zwei Stunden.

Sie war geprägt von Vor­wür­fen gegen wir bade­ner-Stadt­rat Jowi Tren­ner und sei­ne Grup­pe. Er wür­de „gefähr­li­che Ver­un­si­che­rungs­po­li­tik“ betrei­ben und mit den Sicher­heits­ge­füh­len der Men­schen „spie­len“, so der wesent­li­che Tenor. Die Ver­un­si­che­rung ent­beh­re jeg­li­cher kri­mi­nal­sta­tis­ti­scher Basis, kei­ne Delik­te sei­en in den letz­ten Jah­ren ange­zeigt worden.

Tren­ner und sei­ne Front­frau Chris­ti­ne Wit­ty wehr­ten sich vehe­ment: Es hät­te eine Poli­zei­raz­zia gege­ben mit 47 Fest­nah­men. Bei einer Dis­kus­si­on zum Flücht­lings­la­ger Trais­kir­chen im Jahr 2004 wären die Pro­ble­me der Bade­ner Bahn „unge­plant und wie von selbst“ zum The­ma gewor­den. Man wür­de den Fahr­gäs­ten nicht absicht­lich Angst machen, sie hät­ten ein­fach Angst. Ein „run­der Tisch“ kos­te prak­tisch nichts. Wenn kei­ne Lösung zustan­de käme, kön­ne man sich wenigs­tens nicht den Vor­wurf machen, es nicht ver­sucht zu haben.

Grü­ne, SPÖ und ÖVP brach­ten eben­falls Anträ­ge zum The­ma „Bad­ner Bahn“ ein.

Die SPÖ erin­ner­te an ihren Wunsch, einen Sicher­heits­bei­rat ein­zu­rich­ten: Für die­sen Antrag stimm­ten auch „wir badener“.

Die Grü­nen woll­ten auf das Land ein­wir­ken wegen För­de­run­gen zur neu­er­li­chen Eta­blie­rung von Zugs­be­glei­tern und Schaff­nern. Dafür waren auch „wir badener“.

Und die ÖVP brach­te einen Abän­de­rungs­an­trag ein, mit dem der ursprüng­li­che Initia­tiv­an­trag der wir bade­ner schließ­lich zu Fall gebracht wur­de. Per Reso­lu­ti­on soll die NÖ Sicher­heits­di­rek­ti­on und das Lan­des­po­li­zei­kom­man­do eige­ne Ein­satz­kräf­te in Uni­form und Zivil regel­mä­ßig zur Über­wa­chung der Bad­ner Bahn-Gar­ni­tu­ren ein­set­zen. Die­ser Antrag fand die Zustim­mung aller, nur die Grü­nen ent­hiel­ten sich. Tren­ner dazu: „Damit gesteht die ÖVP Sicher­heits-Defi­zi­te ein und führ­te die lan­ge Debat­te ad absurdum!“

Ein Gedanke zu „Sichere Badner Bahn: 30 Debatten-Redner!

  1. also, ich fah­re viel mit der bade­ner bahn und habe noch nie pro­ble­me gehabt – und auch kei­ne angst – zumin­dest nicht mehr als wenn ich mit ande­ren öffis fah­re… inso­fern wäre mei­ner ansicht nach alles hin­aus­ge­wor­fe­nes geld da jetzt schaff­ner einzusetzen.

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