Tierärzte: „Kurpark-Gehege in Ordnung“

Lokal­au­gen­schein im Bade­ner Kur­park-Gehe­ge. Das „offen­sicht­li­che Tier­leid“, von dem die Grü­nen in der Vor­wo­che spra­chen, ist für Lai­en nicht erkenn­bar. Und auch die Tier­ärz­te Hol­per und Sass­ho­fer geben Entwarnung.

Badens Tier­arzt Erno Hol­per hat am Frei­tag gemein­sam mit Tier­schutz-Obfrau Sil­via Dob­ner das Kur­park-Gehe­ge besich­tigt, am Mon­tag war auch Amts­tier­arzt Sass­ho­fer vor Ort. Ein­hel­li­ge Mei­nung bei­der Tier­ärz­te: Die Tie­re wer­den tadel­los gehal­ten! Von Tier-Leid kei­ne Spur.

Tier­arzt Holper

Erno Hol­per prä­zi­siert: „Die Tie­re lah­men defi­ni­tiv nicht und ihre Klau­en sind sehr gut in Ord­nung. Regel­mä­ßi­ge tier­ärzt­li­che Kon­trol­len sind im Her­den­buch belegt. Alle Vor­wür­fe der Grü­nen gehen ins Blaue. Auch die Zie­gen­hal­tung ohne Bock ist kein Pro­blem, die Tie­re leben fried­lich und ohne gesund­heit­li­che Nach­tei­le. Wie gut die Pfle­ge ist, kann man auch am Alter der Tie­re ermes­sen: Muff­lons wer­den z.B. 8 – 10 Jah­re alt, wir haben im Kur­park aber auch ein Tier, das 13 Jah­re alt ist. Wenn das sich etwas schlech­ter bewegt, ist das nor­mal. Aber es wür­de nicht so alt wer­den, wenn es schlecht gehal­ten wür­de. Ein Jun­ges wird gera­de vom Pfle­ger eigen­hän­dig mit Fla­scherl großgezogen.“

Man­ches Muff­lon fällt durch schlech­tes Fell auf. Auch das kön­nen Hol­per und Weber erklä­ren: „Der Win­ter war sehr lang, die Tie­re wech­seln jetzt gera­de zum Som­mer­fell und rei­ben sich den alten Pelz an den Bäu­men ab. Das ist ein ganz nor­ma­ler Vorgang.“

Erno Hol­per lässt kein gutes Haar an der Kri­tik von Dr. Hel­ga Kris­mer, selbst Tier­ärz­tin: „Sie hat kei­ne Ahnung. Wahr­schein­lich war sie gera­de damals beim Gehe­ge, als es sehr stark gereg­net hat­te und gat­schig war. Dass sich da die Tie­re nicht so flink wie sonst bewe­gen, ist wohl klar. Ich ver­mu­te, Kris­mer will das Gehe­ge ent­fernt haben, damit an sei­ner Stel­le ein Kin­der­spiel­platz errich­tet wird.“

Amts­tier­arzt Sasshofer

Bezirks­haupt­mann Dr. Hel­mut Leiss berich­tet von der Unter­su­chung durch Amts­tier­arzt Dr. Sass­ho­fer: „Die Tie­re sind weder ver­nach­läs­sigt noch sonst­wie beein­träch­tigt. Ein Tier lahmt, das ist aber auf sein hohes Alter zurückzuführen.“

Stadt­gar­ten­di­rek­tor Weber ergänzt: „Auch die Idee der Grü­nen, einen Strei­chel­zoo anstel­le des Gehe­ges zu errich­ten, ist bei uns längst Wirk­lich­keit. Im Rah­men des Feri­en­spiels kön­nen die Kin­der das Gehe­ge auch zum Strei­cheln besu­chen.“ Mit Brot füt­tern darf man die Tie­re aber nicht, weil ihre Klau­en Scha­den neh­men könn­ten. Alte Hin­weis­ta­feln dar­auf waren vor­han­den, wur­den aber jetzt auch erneuert.

In einer Stel­lung­nah­me wehrt sich auch der Per­so­nal­aus­schuss der Gemein­de gegen Kris­mers Vor­wür­fe: „Hohe Unsachlichkeit!“

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Stadt­gar­ten­di­rek­tor Ger­hard Weber mit einem Kame­run­schaf: „Die Vor­wür­fe der Grü­nen gegen das Kur­park-Gehe­ge waren nichts als Skandalisierung“

2 Gedanken zu „Tierärzte: „Kurpark-Gehege in Ordnung“

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