Wr. Neustadt: Neuerungen beim Kurzparken

Ab Anfang Juli gibt es in der Park­raum­be­wirt­schaf­tung der Stadt Wie­ner Neu­stadt eini­ge Neue­run­gen. Wie bereits mit Gemein­de­rats­be­schluss im Dezem­ber 2005 fest­ge­legt, wer­den die Gebüh­ren sowohl in den Kurz­park­zo­nen als auch in den Park­ga­ra­gen von 50 auf 70 Cent pro ange­fan­ge­ner hal­ben Stun­de erhöht. Außer­dem gibt es ab sofort einen neu­en gebüh­ren­pflich­ti­gen Bereich – die Zone „F“ im Ungarviertel.

Die letz­te Neue­rung bringt auch einen posi­ti­ven Aspekt für Innen­stadt-Kauf­leu­te und ‑Kun­den glei­cher­ma­ßen. Ab sofort gibt es „Nach­schie­be­kar­ten“ für die Gara­gen, die den Unter­neh­mern zum Kauf ange­bo­ten werden.

Kurz­par­ken in Wie­ner Neustadt

In der Stadt Wie­ner Neu­stadt gibt es rund 1.500 gebüh­ren­pflich­ti­ge Abstell­plät­ze. Die maxi­ma­le Park­dau­er beträgt drei Stun­den. Die Gebüh­ren­pflicht läuft von Mon­tag bis Frei­tag, 8 bis 12 und 13.30 bis 18 Uhr, sowie am Sams­tag, 8 bis 12 Uhr. Es gibt sowohl für Anrai­ner- als auch für Gewer­be­trei­ben­de das Ange­bot von so genann­ten „Park­pi­ckerln“, die im Ver­kehrs­amt der Stadt (Rat­haus, Zim­mer 135, Tel. 0 26 22/373–415) bean­tragt wer­den können.

Dazu wur­den in den letz­ten 15 Jah­ren 3 Park­ga­ra­gen errich­tet – das Park­deck Ungargas­se, die „Thea­ter Gara­ge“ und das Park­deck Kran­ken­haus. Hier ste­hen den Par­kern mehr als 1.000 Abstell­plät­ze zur Ver­fü­gung. In den Park­ga­ra­gen kann man zeit­lich unbe­grenzt parken.

Die beson­de­ren Vor­tei­le der Park­platz­si­tua­ti­on in Wie­ner Neu­stadt sind das Gra­tis-Par­ken in den Kurz­park­zo­nen über Mit­tags und die Gebüh­ren­frei­heit in den Park­ga­ra­gen ab 18 Uhr. Außer­dem gibt es kaum eine ande­re Stadt, in der das Par­ken in Gara­gen genau­so viel kos­tet, wie an der Oberfläche.

Die gesam­te Park­raum­be­wirt­schaf­tung der Stadt wird von der „Wie­ner Neu­städ­ter Betriebs­füh­rungs- und Betei­li­gungs-GmbH“ (WBB) abge­wi­ckelt. WBB-Geschäfts­füh­rer Mag. (FH) Chris­ti­an Mürkl zur Situa­ti­on: „Wir haben aus­rei­chend Park­plät­ze in allen Berei­chen der Stadt. Vor allem die drei Gara­gen sind eine extrem zen­trums­na­he und kom­for­ta­ble Abstell­mög­lich­keit. Und das noch dazu zu sehr mode­ra­ten Prei­sen. Die Kun­den bezah­len hier die glei­chen Gebüh­ren wie in den Kurzparkzonen.“

Neue Zone „F“

Ab Anfang Juli wird das Kurz­park­zo­nen­netz um einen zusätz­li­chen Bereich – die Zone „F“ erwei­tert. Die­se Zone umfasst fol­gen­de Gas­sen: Spi­tal­gas­se, Four­la­ni­gas­se, Dänk­l­gas­se, Am Kanal, Komari­gas­se, Wai­sen­haus­gas­se, Plan­ken­gas­se (von Koma­ri- bis Kai­ser­brunn­gas­se) Dir. Edu­ard Wedl-Gas­se, Blu­men­gas­se (von Koma­ri- bis Kai­ser­brunn­gas­se), Franz Schu­bert-Gas­se, Bur­gen­land­gas­se, Laza­rett­gas­se (von Am Kanal bis Hus­s­ar­gas­se), Fried­rich Jahn-Gasse.

Anpas­sung der Gebühren

Eben­falls ab Anfang Juli gel­ten die neu­en Gebüh­ren für alle Kurz­park­zo­nen und Gara­gen. Die Kos­ten pro ange­fan­ge­ner hal­ber Stun­de wer­den von 50 auf 70 Cent erhöht. Mag. (FH) Mürkl dazu: „Wir haben seit eini­gen Jah­ren kei­ne wesent­li­che Anpas­sung der Park­ge­büh­ren durch­ge­führt. Wir bie­ten den Kun­den sowohl in den Gara­gen als auch an der Ober­flä­che siche­re, hoch­wer­ti­ge Park­plät­ze. Und das nach wie vor mit einer Preis­ge­stal­tung, die im Ver­gleich zu ande­ren Städ­ten ange­mes­sen ist.

Ein­füh­rung von „Nach­schie­be­kar­ten“

Die letz­te Neue­rung in der Wie­ner Neu­städ­ter Park­raum­be­wirt­schaf­tung sind „Nach­schie­be­kar­ten“ für die Park­ga­ra­gen, die auf­grund einer Umfra­ge von Bür­ger­meis­ter Bern­hard Mül­ler unter Innen­stadt-Unter­neh­mern ein­ge­führt wer­den. Den Gewer­be­trei­ben­den wer­den die Nach­schie­be­kar­ten ab sofort zum Kauf ange­bo­ten. Die­se kön­nen dann an die Kun­den als „Zuckerl“ wei­ter­ge­ge­ben und in den Gara­gen ein­ge­löst werden.

Inter­es­sen­ten für die Nach­schie­be­kar­ten kön­nen sich ab sofort bei der WBB (Frau Weiss) unter 0 26 22/65 740 mel­den, um die­se zu bestellen.

Bür­ger­meis­ter Bern­hard Mül­ler abschlie­ßend zu all den Neue­run­gen: „Mir ist bewusst, dass gera­de das The­ma ‚gebüh­ren­pflich­ti­ges Par­ken’ immer sehr kon­tro­ver­si­ell dis­ku­tiert wird und sen­si­bel zu behan­deln ist. Des­we­gen sind all unse­re Schrit­te auch sehr behut­sam gewählt, und des­we­gen habe ich – wie ver­spro­chen – eine abfe­dern­de Maß­nah­me gesetzt. Grund­sätz­lich möch­te ich beto­nen, dass die Situa­ti­on in Wie­ner Neu­stadt mit Sicher­heit eine sehr gute ist – wir haben genug leist­ba­re Park­plät­ze sowohl für Anrai­ner als auch Kun­den. Und ich ver­spre­che, dass wir mit dem The­ma auch in Zukunft nicht sorg­los umge­hen werden.“

Ein Gedanke zu „Wr. Neustadt: Neuerungen beim Kurzparken

  1. Also eine Ver­teue­rung als Ver­bes­se­rung hin­stel­len ist der Gip­fel. Mit einem Schlag wur­den sämt­li­che Bemü­hun­gen das Geschäfts­le­ben zu bele­ben, zunich­te gemacht.

    Die ers­te Stun­de umsonst hat mich sehr wohl, wie­der in die Stadt zum ein­kau­fen zu gehen, animiert.

    Und 70 Cent als bil­lig mit ande­ren Städ­ten zu ver­glei­chen, dürf­te auf Unkennt­nis von ande­ren Tari­fen beru­hen. Imme­hin zahlt man in WIEN, für das glei­che Ange­bot 40 Cent.

    In der Zukunft kei­ne Ein­käu­fe oder Bum­mel durch die inne­re Stadt, ver­bleibt mit freund­li­chen Grüssen.…Karl Pusitz

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