Hitze: 50 Notflle pro Tag im Spital

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Alle sth­nen der­zeit unter der Hit­ze, nur die­ser klei­ne Gast im Bade­ner Strand­bad hat sei­ne Freu­de an erfri­schen­den Was­ser­spie­len. Laut Wet­ter­pro­gno­sen wird es erst zum Wochen­en­de etwas khler.

Alle sth­nen der­zeit unter der Hit­ze. Wie schau­en aber die aktu­el­len Tem­pe­ra­tu­ren in Baden im lang­jh­ri­gen Ver­gleich aus?

Gemes­sen wer­den die Tem­pe­ra­tu­ren fr die Stadt Baden in der Grt­ne­rei im Kur­park, und natrlich nur im Schat­ten.

Neh­men wir also Mon­tag, den 24. Juli 2006: An die­sem Tag klet­ter­te das Queck­sil­ber auf maxi­ma­le 31,6 Grad. Der hei­es­te 24. Juli seit Beginn der Mes­sun­gen war am 24. Juli 1988 mit 35,8 Grad, gefolgt vom 24. Juli 1963 mit 32,5 Grad.

Ins­ge­samt gab es in Baden rund 40 heie­re Juli-Tage als den vom ver­gan­ge­nen Mon­tag. Ein Spit­zen­wert wur­de am 8. Juli 1957 mit 38,1 Grad gemes­sen. Die­ser Tag war auch gleich­zei­tig der hei­es­te jemals gemes­se­ne Som­mer­tag in Baden, gefolgt vom 7. August 1971 mit 38 Grad.

Dass wir der­zeit trotz ver­gleichs­wei­se beschei­de­ner 31,6 Grad so arg unter der Hit­ze lei­den, liegt jedoch an den Durch­schnitts­wer­ten. Im Schnitt von 50 Jah­ren hat der Juli in Baden 19,8 Grad. Den hei­es­ten Juli gab es im Jahr 1983 mit 23,1 Grad, gefolgt vom Juli 1995 mit 22,4 Grad. Der Juli 2006 bringt es bis­her immer­hin auf heie 23 Durch­schnitts-Gra­de. Zwei oder drei Grad ber dem lang­jh­ri­gen Durch­schnitt wird gene­rell als beson­ders hei emp­fun­den, sag­te Dr. Rudl von der Hohen War­te zur RUNDSCHAU. Der kltes­te Juli war im Jahr 1978 mit nur fri­schen 17,8 Grad. Da haben wohl alle vor Klte gezit­tert.

Beson­ders belas­tend wer­den auch die hei­en Nch­te emp­fun­den. Die Tem­pe­ra­tur in der Nacht von 24. auf 25. Juli 2006 fiel nie unter 21,6 Grad. Es war zwar eine heie auch tro­pisch genann­te Nacht, jedoch kei­nes­wegs die hei­es­te jemals. Die hei­es­te bis­her gemes­se­ne Nacht gab es ber­ra­schen­der Wei­se im khlen Som­mer des vori­gen Jah­res: Am 30. Juli 2005 fiel die Nacht-Tem­pe­ra­tur nie unter 23 Grad!. Wei­te­re extrem war­me Nch­te gab es am 21. Juni 2002 mit 22,8 Grad und am 20. Juli 1976 mit 22,6 Grad.

Wer jetzt in einem Stock­haus ganz oben schla­fen muss, ist arm. Denn in die­sen Woh­nun­gen sinkt wohl auch die Nacht­tem­pe­ra­tur der­zeit kaum unter 30 Grad, sagt Dr. Rudl.

Glhen­de Strom­ka­bel

Ent­spre­chend lau­fen auch die Kli­ma­an­la­gen auf Hoch­tou­ren, wei DI Diet­mar Posch von der Wien-Strom-Regio­nal­stel­le in Baden. Der Strom­ver­brauch erreicht der­zeit Rekord­wer­te. Die Lei­tun­gen fr die rund 20.000 zu ver­sor­gen­den Haus­hal­te in Stadt und Bezirk Baden sowie angren­zen­den Regio­nen sind teil­wei­se Jahr­zehn­te alt und nicht auf den Anschluss so vie­ler Kli­ma­an­la­gen, die ja extre­me Strom­fres­ser sind, aus­ge­legt. DI Posch: Wir arbei­ten stndig an der Erneue­rung der Lei­tun­gen. Die extre­me Hit­ze knn­te ein Grund fr die bei­den Strom­aus­flle in Baden vori­ge Woche gewe­sen sein. Am Mitt­woch kam es zu einem Tra­f­o­brand, der rund 100 Haus­hal­te am Haupt­platz und im Rat­haus lahm leg­te. Am Sams­tag in der Nacht wur­de es erneut fins­ter, dies­mal gro­fl­chig in der gan­zen Innen­stadt. Eine 10 KV-Muf­fe (ein Ver­bin­dungs­stck zwi­schen Kabeln) war defekt, auch dies mgli­cher­wei­se auf­grund der Hit­ze. Zustnde wie in New York sei­en in Baden den­noch nicht denk­bar, sagt Diet­mar Posch. In der US-Mil­lio­nen­me­tro­po­le waren auf­grund ver­al­te­ter Strom­lei­tun­gen 10.000e Haus­hal­te tage­lang ohne Strom. Posch: Die Wien-Strom Strungs­diens­te sind rund um die Uhr im Ein­satz. Wenn ein Gebre­chen auf­tritt so wie z.B. am Sams­tag, orten sie meis­tens den Scha­den inner­halb kur­zer Zeit und stel­len die Ver­sor­gung wie­der her. Auch am Sams­tag dau­er­te der Strom­aus­fall nur etwa zwei Stun­den. Die ltes­ten Tei­le der Strom­lei­tun­gen durch den Bezirk sind auer­dem hchs­tens 60 Jah­re alt, wer­den aber stndig erneu­ert.

Hoch­be­trieb im Spi­tal
Hoch­be­trieb herrscht im Ther­men­kli­ni­kum Baden: Wir haben tglich 40 55 Pati­en­ten­kon­tak­te in der Not­fall­auf­nah­me, berich­tet Spi­tals-Chef Pidlich. Die Ret­tungs­diens­te brin­gen qua­si Non Stopp lte­re Pati­en­tIn­nen mit Herz-Kreis­lauf­pro­ble­men oder nied­ri­gem Blut­druck, und das bereits seit meh­re­ren Wochen, seit Beginn der Hit­ze­wel­le Mit­te Juni. Hoch­be­trieb herrscht vor allem auf der inter­nen Sta­ti­on, wo die Hit­ze-Geschdig­ten eini­ge Tage lang sta­bi­li­siert wer­den mssen. Fr Pri­ma­ri­us Pidlich ist die­se Situa­ti­on kei­nes­wegs auer­ge­whn­lich. Bei jeder Hit­ze­wel­le herrscht Hoch­be­trieb im Spi­tal. Pidlich emp­fiehlt: Je nach Gesund­heits­zu­stand und Kon­sti­tu­ti­on soll­te man viel trin­ken, bis zu zwei­ein­halb Liter. Alko­hol jedoch ver­mei­den! Mei­den Sie lnge­re Auf­ent­hal­te in der Hit­ze und der Son­ne, auch wenn Sie ins Bad gehen, suchen Sie sich ein schat­ti­ges Plat­zerl. Gene­rell soll­ten wir den Lebens­stil sdli­cher Lnder nach­ma­chen: Eine Sies­ta zur hei­es­ten Zeit!

Bad­be­trei­ber jubeln
Die ein­zi­gen, die die Hit­ze der­zeit freut: Eis­ver­ku­fer, Getrn­ke­her­stel­ler und die Bad­be­trei­ber. Alle Bder der Regi­on mel­den Rekord­be­su­che und spre­chen schon vom Jahr­hun­dert-Juli!

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