„Sie leben in der Vergangenheit, Herr Dr. Rychlik!“

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Lutz Nowot­ny, Mar­ke­ting­ex­per­te – „Erfin­der“ der Mar­ke SCS – Shop­ping City Sd – soll jetzt das Mar­ke­ting der Kur­stadt Bad Vslau vor­an­trei­ben. Sein Enga­ge­ment bzw. sei­ne Beto­nung der Vslau-Merk­ma­le Wald-Was­ser-Wein haben den Kunst­his­to­ri­ker Dr. Otmar Rych­lik zu einer schar­fen Pole­mik ver­an­lasst (sie­he Arti­kel „Kunst­his­to­ri­ker con­tra Mar­ke­ting­ex­per­te“ und „Die Strken ver­strken“). Nun ant­wor­tet Nowot­ny auf Rych­lik. hnlich scharf.

Also gut Herr Rych­lik, zu Ihrem offe­nen Brief erwar­ten Sie Ant­wort, das war ja der Sinn.

Sie wen­den sich ber Leser­brie­fe an mich, obwohl Ihnen ein auf­klren­des Tref­fen in der Stadt oder beim Brger­meis­ter ermglicht wor­den wre und Sie sich die­se Bla­ma­ge und eine recht­li­che Akti­on erspart htten. Gut, Sie sol­len bekom­men, was Sie ver­die­nen.

bri­gens ver­die­nen: Ich be kei­nen Job in der Gemein­de aus, wie Sie mir unter­stel­len, ich schen­ke viel­mehr die­se wert­vol­le Bera­tungs­ar­beit mei­ner Stadt, die Sie als Elends­vier­tel her­ab­wr­di­gen. Ich mache das Start-Coa­ching wohl gra­tis, aber sicher nicht umsonst, son­dern zum Wohl von Bad Vslau.

Ihre Beur­tei­lung der Kur­stadt dient aber nicht dem Wohl, son­dern ist bewuss­te Kre­dit­sch­di­gung ( 1330 ABGB), wo Sie doch die Auf­he­bung der von Ihnen bean­stan­de­ten Geschfts-Leerstnde for­dern.

Statt aggres­si­ve, The­men ver­feh­len­de Brie­fe zu plat­zie­ren wre eine ide­en­rei­che, stra­te­gi­sche Kopf-Arbeit fr die Zukunft der Stadt Bad Vslau frder­li­cher gewe­sen. Sie haben aber lei­der nichts ver­stan­den. Zum einen, weil Sie die Gesamt­kon­zep­ti­on gar nicht ken­nen, nicht ken­nen wol­len und viel­leicht auch als Laie nicht ver­ste­hen wrden. Zum ande­ren, weil sie alte Hard­ware mit neu­er Soft­ware ver­wech­seln. Sie haben nichts ver­stan­den, weil Sie als His­to­ri­ker in der Ver­gan­gen­heit leben. Wir schrei­ben 2006, Herr Rych­lik, Sie aber schrei­ben ber gest­ri­ge Din­ge von 1970 oder 1992. Wir Mar­ke­ting­leu­te leben jedoch in der Gegen­wart und pla­nen fr die Zukunft. Es gilt, Wir-Bewusst­sein zu gestal­ten, Kur­stadt zu leben. Bald. Sie haben nichts ver­stan­den, denn ich for­de­re inter­es­sier­tes MIT­ma­chen und nicht bles ANma­chen, wie Sie es tun.

Wenn Sie wol­len, erklrt Ihnen unser Brger­meis­ter ger­ne den Unter­schied zwi­schen Posi­tio­nie­rungs­c­laim und Slo­gan, zwi­schen Wer­bung und Mar­ke­ting, zwi­schen Kur­stadt-Relaunch und Alt­Stadt oder auch Bud­get­res­sour­cen und Mach­bar­keit. Und viel­leicht bewahrt er Sie wohl­wol­lend auch vor recht­li­chen Fol­gen und posi­tiv-den­ken­den Mit­brgern, wenn Sie wie­der nett sind, nach Ihrer brief­li­chen Panik­at­ta­cke.

PS: Wis­sen­schaft­ler haben schon oft geirrt, His­to­ri­ker noch fter. Die Welt ist kei­ne Schei­be.


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