Kampf gegen Alkoholmissbrauch in Wr. Neustadt

In der aktu­el­len Dis­kus­si­on um das Ende April ein­stim­mig im Gemein­de­rat beschlos­se­ne Alko­hol­ver­bot auf ffent­li­chen Plt­zen setzt Wie­ner Neu­stadts Brger­meis­ter Bern­hard Mller nun die nchs­te Initia­ti­ve. In der kom­men­den Gemein­de­rat­sit­zung am 27. Sep­tem­ber wird er einen Reso­lu­ti­ons­an­trag ein­brin­gen, der fol­gen­der­ma­en lau­tet:

Im Inter­es­se umfas­sen­der Rechts­si­cher­heit smt­li­cher Betrof­fe­ner (Bevlke­rung, Brger, Behr­de, Poli­zei, etc.) hat der Gemein­de­rat der Sta­tu­tar­stadt Wie­ner Neu­stadt beschlos­sen, vom Lan­des­ge­setz­ge­ber eine nde­rung des N Poli­zei­straf­ge­set­zes zu for­dern, und zwar wie folgt:


nde­rung des N Poli­zei­straf­ge­set­zes:

Nach­ste­hen­de Rege­lung ist im N Poli­zei­straf­ge­setz sofort auf­zu­neh­men:

Die Orga­ne des ffent­li­chen Sicher­heits­diens­tes, der Bun­des­po­li­zei und der Bun­des­po­li­zei­di­rek­tio­nen haben durch Manah­men zur Vor­beu­gung gegen dro­hen­de Ver­wal­tungs­ber­tre­tun­gen und Manah­men, die fr die Ein­lei­tung, Durchfhrung und den Abschluss von Ver­wal­tungs­straf­ver­fah­ren erfor­der­lich sind, an der Voll­zie­hung orts­po­li­zei­li­cher Ver­ord­nun­gen mit­zu­wir­ken.“

Mller reagiert damit auf die von Innen­mi­nis­ter Prokop und Klub­ob­mann Mag. Schnee­ber­ger unlngst prsen­tier­te und fr Okto­ber 2006 geplan­te nde­rung des N Poli­zei­straf­ge­set­zes im Land­tag, die dem Wie­ner Neustd­ter Stadt­ober­haupt viel zu wenig weit­rei­chend ist. Sei­ner Mei­nung nach mssen der Exe­ku­ti­ve im Zuge der Novel­lie­rung kla­re legis­ti­sche Mit­tel und Mglich­kei­ten in die Hand gege­ben wer­den, um orts­po­li­zei­li­che Ver­ord­nun­gen wie eben die Alko­hol­ver­bots­ver­ord­nung zu exe­ku­tie­ren. Ana­log zur Gewer­be­ord­nung soll die Poli­zei zu Assis­tenz­leis­tun­gen (Amts­hil­fe) ver­pflich­tet wer­den knnen. Schon seit Jah­ren wird sogar sei­tens der Poli­zis­tin­nen und Poli­zis­ten in pers­n­li­chen Gesprchen der Wunsch nach einer sol­chen Ver­ord­nung laut­stark geu­ert.

Das Stadt­ober­haupt wrt­lich: Ich erwar­te mir eine ent­spre­chen­de Umset­zung unse­rer Reso­lu­ti­on im Gesetz. Davon knn­te eine Vor­bild­wir­kung fr ganz ster­reich aus­ge­hen, zumal ich wei, dass es auch in ande­ren Bun­des­ln­dern, wie etwa Wien, hnli­che Pro­ble­me gibt. Wenn es uns dadurch gelingt, den Alko­hol­miss­brauch auch nur bei einem ein­zi­gen Jugend­li­chen zu ver­hin­dern, haben wir schon gewon­nen.

Aber­mals spricht sich Brger­meis­ter Mller klar dage­gen aus, dass etwa ber­wa­chungs­or­ga­ne der Park­raum­be­wirt­schaf­tung zur Exe­ku­tie­rung des Alko­hol­ver­bo­tes auf ffent­li­chen Plt­zen ein­ge­setzt wer­den. Der Brger­meis­ter: Da regel­mig so genann­te Akte unmit­tel­ba­rer ver­wal­tungs­behrd­li­cher Befehls- und Zwangs­ge­walt (Anhal­tun­gen, Beschlag­nah­men, Per­lus­trie­run­gen, Aus­weis­kon­trol­len, etc.) zu set­zen sind, zu denen aus­schlie­lich Orga­ne der Bun­des­po­li­zei erm­ch­tigt sind, ntzt auch der Ein­satz von pri­va­ten Wach­diens­ten oder Auf­sichts­or­ga­nen der Stadt oder der Gemein­de nichts, um einen sinn­vol­len und effek­ti­ven Voll­zug der Ver­ord­nung sicher­zu­stel­len. Denn ein Ver­bot ntzt nichts, wenn es nicht durch­ge­setzt wer­den kann.

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