Ehrenring Nr. 10 für Inge Weiss

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Lan­des­haupt­mann-Stell­ver­tre­te­rin Ono­di, Bgm. Ger­lin­de Feuchtl, Alt­bür­ger­meis­te­rin Inge Weiss, Vizebgm. Ernst Nemec 

Kot­ting­brunn ohne Inge Weiss – das ist nicht vor­stell­bar. Kaum ein Ver­ein, dem sie nicht ange­hör­te. Kaum jemand im Ort, dem sie nie die Hand schüt­tel­te. Nie­mand, der sie um Hil­fe bat, stieß bei ihr je auf tau­be Ohren. Acht Jah­re lang war Inge Weiss Bür­ger­meis­te­rin in Kot­ting­brunn. Am Mitt­woch, dem 25. Okto­ber, erhielt sie den Ehren­ring Num­mer 10 der Marktgemeinde.

Es war ein berüh­ren­der Fest­akt in der Kul­tur­werk­statt, der für sie gestal­tet wur­de. Den Ehren­ring erhielt Inge Weiss aus der Hand von Bür­ger­meis­te­rin Ger­lin­de Feuchtl. Die bei­den Frau­en waren lan­ge Jah­re Weg­ge­fähr­tin­nen in der Bür­ger­lis­te Inge Weiss. Ger­lin­de Feuchtl ver­hehl­te in ihrer Anspra­che nicht, dass es 1998 zum Bruch gekom­men war. Feuchtl wech­sel­te zur SPÖ, wur­de schließ­lich Bür­ger­meis­te­rin – die Nach­fol­ge­rin von Inge Weiss. Die­ser Kon­flikt sei Ver­gan­gen­heit, beton­te Ger­lin­de Feuchtl. Bei der Über­ga­be des gol­de­nen Ehren­rin­ges an ihre lang­jäh­ri­ge „Ersatz­mut­ter“ – so nann­te Feuchtl Inge Weiss in ihrer Lau­da­tio – war auch ein Küss­chen drin. Stan­ding Ova­tions gab es für die Geehr­te, die heu­er 73 wird. Und Frank Main, einst Band-Mit­glied von Frank Sina­tra, sang ihr ein Ständ­chen, wie es tref­fen­der nicht aus­ge­wählt hät­te wer­den kön­nen: Das berühm­te „My Way“ wur­de umge­tex­tet in „You did it your way!“ Kein Wun­der, dass der gan­ze Saal den Refrain mit­sang, und kein Wun­der, dass kaum ein Auge dabei tro­cken blieb, auch nicht das von Inge Weiss.

Zuvor waren über 90 ver­dien­te Ver­eins­mit­glie­der, Sport­le­rIn­nen und Per­so­nen, die ehren­amt­lich für Kot­ting­brunn tätig waren, mit Ehren­na­deln und Ehren­me­dail­len aus­ge­zeich­net wor­den. Unter den vie­len war wahr­schein­lich nie­mand, der nicht wenigs­tens ein­mal den Weg von Inge Weiss gekreuzt hat­te – sei es in ihrer Eigen­schaft als Gemein­de­se­kre­tä­rin, als Mit­glied in fast allen Ver­ei­nen des Ortes, und schließ­lich als Bür­ger­meis­te­rin. Heu­te ist Inge Weiss Gemein­de­rä­tin ihrer Bür­ger­lis­te und das Wort „Mensch­lich­keit“ ist für sie immer noch DER Lebensinhalt.

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