Rotes Kreuz Leobersdorf: Angliederung an Gloggnitz?

Im Früh­jahr wur­de in der Rot­kreuz-Bezirks­stel­le Bad Vös­lau mit Jür­gen Papst ein neu­er Kom­man­dant gewählt. Die­ser über­nahm eine schwie­ri­ge Auf­ga­be: Es galt, den schwe­len­den Kon­flikt mit der ange­glie­der­ten Orts­stel­le Leobers­dorf zu bereinigen.

Sehr viel näher dürf­ten sich die bei­den Abtei­lun­gen in den letz­ten Mona­ten aber nicht gekom­men sein. Es wird jetzt dar­über dis­ku­tiert, die Orts­stel­le Leobers­dorf der Rot­kreuz-Bezirks­stel­le im ent­fern­ten Glogg­nitz anzugliedern.
Kom­man­dant Jür­gen Papst gibt sich der RUNDSCHAU gegen­über bedeckt. Er sagt nur so viel: „Für die Bevöl­ke­rung in dem von uns betreu­ten Gebiet ändert sich gar nichts. Alles ande­re sind Rot­kreuz-inter­ne Ange­le­gen­hei­ten. Wir haben erst ein­mal dar­über gesprochen.“
Deut­lich gesprä­chi­ger gibt sich der Leobers­dor­fer Bür­ger­meis­ter Anton Bosch. „Ich habe mich in die­sen Kon­flikt nicht ein­ge­mischt, wenn­gleich ich mich wohl oder übel damit befas­sen muss­te. In ers­ter Linie soll Ruhe ein­keh­ren, und da hat man über ver­schie­de­ne Vari­an­ten dis­ku­tiert, wie das mög­lich sein kann. Schein­bar ist ein fried­li­ches Mit­ein­an­der zwi­schen der Leobers­dor­fer Orts­stel­le und der Bezirks­stel­le Vös­lau nicht mög­lich. Wenn ein­mal Frei­wil­li­ge auf­hö­ren, Dienst zu machen, dann ist ein­fach Feu­er am Dach.“

Meh­re­re Varianten
Dis­ku­tiert wur­de also in Leobers­dorf über eine Anglie­de­rung an das Grü­ne Kreuz, aber auch über die Füh­rung einer eige­nen unab­hän­gi­gen Ret­tungs­stel­le durch die Gemein­de selbst. Letzt­lich habe man sich, so Bosch, für eine Aus­glie­de­rung der Orts­stel­le Leobers­dorf an die Bezirks­stel­le Glogg­nitz ent­schie­den. War­um nicht an die viel näher gele­ge­ne Bezirks­stel­le St. Veit? Bosch: „Die woll­ten nicht.“
Der Vös­lau­er Bezirks­stel­len-Kom­man­dant Jür­gen Papst hin­ge­gen sagt: „Beschlos­sen ist da noch gar nichts.“
Erst müs­se der Bezirks­stel­len­aus­schuss die Aus­glie­de­rung gut­hei­ßen, danach der Lan­des­ver­band. Und dann müss­ten sich auch noch die Bezirks­stel­len­lei­ter einig sein, ver­weist Papst auf einen Ver­wal­tungs­akt, der „sich durch­aus zie­hen kann“.

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