Neuer Saal, neue Ziele

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Das Modell des neu­en Ver­an­stal­tungs­saa­les

Die Erff­nung der neu­en Kul­tur­werkstt­te bringt neue Her­aus­for­de­run­gen fr die Kul­tur­sze­ne Kot­ting­brunn. Einer­seits ist man finan­zi­ell gefor­dert: Der groe neue Saal ver­ur­sacht hohe Betriebs­kos­ten, die erst her­ein­ge­spielt wer­den mssen. Ande­rer­seits gilt es, sich von einer alten Iden­titt (Thea­ter im Stall) zu lsen und neue Inhal­te zu fin­den. Dazu ein Gesprch mit dem Obmann der Kul­tur­sze­ne Kot­ting­brunn, Joa­chim Knzel.

Der neue mul­ti­funk­tio­nel­le Ver­an­stal­tungs­saal bie­tet 240 Per­so­nen Platz. Wel­che Kul­tur­ver­an­stal­tun­gen locken schon 240 Leu­te an? Halb­lee­re Sitz­rei­hen machen abge­se­hen von hohen Betriebs­kos­ten auch kei­ne gute Stim­mung

Knzel: Wir haben whrend unser Thea­ter­pro­duk­ti­on im Sep­tem­ber bereits bewie­sen, dass wir kein Pro­blem haben den Saal zu fllen, immer­hin waren von den 11 Vor­stel­lun­gen 9 aus­ver­kauft, und das mit FAUST I. Wei­ters hat­ten wir – erst mglich durch den gre­ren Raum – 2 Kin­der­thea­ter Auffhrun­gen, mit jeweils 200 Besu­chern, 2 Big­band Kon­zer­te, bei denen wir Leu­te weg­schi­cken muss­ten, und 5 wei­te­re Ver­an­stal­tun­gen, bei denen zwar die Gale­rie nicht besetzt war, aber der Saal gut gefllt, und die Stim­mung her­vor­ra­gend.

Hat sich die Kul­tur­sze­ne mit dem neu­en Saal ber­for­dert und selbst wenig Luft fr kul­tu­rel­le Fan­ta­sie gelas­sen?

Knzel: Wenn Sie auf die finan­zi­el­len Belas­tun­gen anspie­len, dann haben Sie recht, dass wir im nchs­ten Jahr, solan­ge wir nicht genau wis­sen, wie hoch die Betriebs­kos­ten, War­tun­gen ect. sein wer­den, noch umsich­ti­ger pla­nen mssen, und unse­re Frei­wil­li­gen-Stun­den noch stei­gen wer­den. Um aber trotz­dem Luft fr unse­re kul­tu­rel­len Fan­ta­si­en zu haben, sind bereits diver­se Kon­tak­te gekn­pft, um das Gebu­de wel­ches ja alle Vor­aus­set­zun­gen dafr bie­tet auch fr Semi­na­re und Tagun­gen zu ver­mie­ten

Nun gilt es eben, den gro­en Raum ordent­lich zu bespie­len und zu fllen. Ein Pro­blem?

Knzel: Gebo­ten wird alles vom Thea­ter ber Kaba­rett und Jazz bis zum Chor­kon­zert. Seit der Erff­nung im Sep­tem­ber haben wir bereits alle Gen­res ange­bo­ten und knnen noch da und dort Adap­tie­run­gen vor­neh­men. In ihrem Kon­zept fr das Jahr 2007 setzt die Kul­tur­sze­ne wei­ter­hin in ers­ter Linie auf Viel­falt.

Viel­falt klingt fr mich nach Belie­big­keit und durch­schnitt­li­cher Qua­litt. Das kratzt heu­te nie­man­den mehr und wird Kot­ting­brunn bei der Posi­tio­nie­rung am Kul­tur­markt nicht wirk­lich wei­ter­hel­fen. Braucht der Ort nicht doch einen ordent­li­chen Kul­tur­schwer­punkt, jetzt, wo die Kul­tur­sze­ne jeden­falls rum­lich grer gewor­den ist?

Knzel: Wir haben noch nie durch­schnitt­li­che Qua­litt gebo­ten Von Anfang an, hat­ten unse­re Ver­an­stal­tun­gen immer hohe Qua­litt . Viel­falt ist kei­nes­falls gleich zu set­zen mit Belie­big­keit – Viel­falt ist unser Ver­eins­ziel, von Beginn an. Wir haben neben Viel­falt, auch von Anfang an den Schwer­punkt Thea­ter, den wir bis­her mit unse­rer Sep­tem­ber­pro­duk­ti­on umset­zen konn­ten. Durch das neue Gebu­de haben wir jetzt die Mglich­keit, auch Gast­spie­le nach Kot­ting­brunn zu holen, was sich bis­her durch die begrenz­te Sitz­platz­an­zahl finan­zi­ell nicht gerech­net htte. Fr 2008 ist bereits vor­ge­se­hen, eine wei­te­re Eigen­pro­duk­ti­on im ers­ten Quar­tal des Jah­res zu instal­lie­ren.

Die Zeit drngt, ande­re schla­fen auch nicht. Es mss­te doch mglich sein, das ein­zig­ar­ti­ge Was­ser­schloss rela­tiv rasch kul­tu­rell ber die Regi­on hin­aus bekannt zu machen .

Knzel: Um die Kul­tur­sze­ne und ihre Akti­vit­ten – und dadurch Kot­ting­brunn ber die Regi­on wei­ter bekannt zu machen, mssen wir es schaf­fen, die ber­re­gio­na­le Pres­se auf uns auf­merk­sam zu machen, damit unser Name auch durch die Medi­en hin­aus­ge­tra­gen wird. Da knn­ten wir jede Unterst­tzung gebrau­chen. Auer aus­rei­chend ber­nach­tungs­mglich­kei­ten, bie­tet ja Kot­ting­brunn viel, was sich ein Besu­cher – zust­zlich zur Kul­tur wnschen kann. Scha­de ist nur, dass das Was­ser­schloss selbst fr Besu­cher nicht zugng­lich ist aber was wre das Leben ohne wei­te­re Ide­en, Zie­le und Tru­me.

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Joa­chim Knzel, Chef der Kul­tur­sze­ne Kot­ting­brunn

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