Offener Brief an Rosenkranz

Am Wochen­en­de star­te­te FP-Abge­ord­ne­te Rosen­kranz in Bad Vslau eine Pro­test-Akti­on gegen den Moschee-Plan. Sie ver­teil­te dazu Zet­teln, die einen Teil der Bevlke­rung emprten. Nun gibt es einen offe­nen Brief.

Die geplan­te Errich­tung eines isla­mi­schen Zen­trums in der Cas­tel­li­gas­se ist ein The­ma, das vie­le Men­schen in Bad Vslau sehr bewegt, auch uns ist das nicht egal. Es ist uns auch klar, dass es Argu­men­te dafr, aber auch kri­ti­sche und ngst­li­che Stim­men dage­gen gibt, die man offen und ehr­lich anhren und ernst neh­men muss.
Auf dem Hand­zet­tel, den Sie und Ihre frei­heit­li­chen Kol­le­gen, teil­wei­se Jugend­li­che, am ver­gan­ge­nen Sams­tag am Schloss­platz ver­teilt haben, leh­nen Sie nicht nur das Pro­jekt des Isla­mi­schen Zen­trums in Bad Vslau mas­siv ab, Sie machen auch aus­drck­lich unse­ren Brger­meis­ter pers­n­lich dafr ver­ant­wort­lich, nichts dage­gen zu unter­neh­men, Zitat auf dem Hand­zet­tel Und der Brger­meis­ter schaut taten­los zu! – Das ist eine unwah­re Behaup­tung.
Der Islam ist seit der Zeit von Kai­ser Franz Josef I., also seit dem Ende des 19.Jahrhunderts, eine staat­lich aner­kann­te Reli­gi­ons­ge­mein­schaft und daher steht ihr die Errich­tung und der Betrieb von Gebu­den zur Aus­bung ihres Glau­bens in ster­reich zu.
Wir haben in den letz­ten Wochen in den Medi­en die Dis­kus­sio­nen fr und gegen die­ses Pro­jekt genau ver­folgt, und ken­nen des­halb auch die Argu­men­ta­ti­on von Brger­meis­ter DI Prinz, der seit Mona­ten alle Frak­tio­nen des Gemein­de­ra­tes dar­ber infor­miert hat. Auch wir unterst­t­zen die in ster­reich gege­be­ne Geset­zes­la­ge voll und ganz. For­de­run­gen ohne recht­li­che Grund­la­gen bezeich­nen wir als Hetz­kam­pa­gne und bewuss­te Irref­hrung der Bevlke­rung!

Mit bes­ten Gren,
Anton Gab­ler, Anna Geis­sel­brecht, Mag. Chris­ti­na Grasl, Han­nes Grasl, Dr. Karin Halb­rit­ter, Dr. Wolf­gang Halb­rit­ter, Erwin Holub, Inge Mann, Dr.Paul Mann, Reg.Rat. Johann Redl, Irm­gard Sova, Mag. Wal­ter Sova, Mag. Mar­git Wie­land, Ing. Ernst Wur­zer, Mar­ti­na Wur­zer, alle: Bad Vslau

3 Gedanken zu „Offener Brief an Rosenkranz

  1. Offe­ne Ant­wort auf den offe­nen Brief vom 12. Dezem­ber 2006-12-13

    Ver­tre­ter der Lis­te Flam­mer haben unse­ren Ein­satz gegen das isla­mi­sche Zen­trum in Bad Vslau kri­ti­siert. Sie wer­fen mir vor, zu het­zen und die Bevlke­rung in die Irre zu fhren.

    Das wei­se ich zurck. Wir sen nicht Zwie­tracht, eine offe­ne und kla­re Dis­kus­si­on gehrt zum Wesen der Demo­kra­tie. Rich­tig aber ist, dass wir nicht beschwich­ti­gen und ver­schlei­ern, son­dern die Auf­merk­sam­keit auf ein Gesche­hen rich­ten wol­len, das sich in unse­rem Land und in ganz Euro­pa abspielt.

    Zu den Vor­wr­fen: Natrlich stimmt es, dass seit den Zei­ten Kai­ser Franz Josephs auch der Islam eine aner­kann­te Reli­gi­ons­ge­mein­schaft ist. Klar ist aber auch, dass damals kei­ne Rede davon war, dass sich die­se Gemein­schaf­ten krf­tig in die Gepflo­gen­hei­ten unse­res Lan­des ein­mi­schen und sie in ihrem Sin­ne zu vern­dern trach­ten. Es ist ein Unter­schied, ob eine Glau­bens­ge­mein­schaft tole­riert und aner­kannt ist, oder ob ihr Ein­fluss bereits mas­siv in kul­tu­rel­le, sozia­le und poli­ti­sche Verhlt­nis­se hin­ein­wirkt.

    Was die von uns ange­pran­ger­te Unt­tig­keit des Herrn Brger­meis­ters betrifft: Man darf von einem Gemein­de­ober­haupt eine kla­re und ein­deu­ti­ge Hal­tung erwar­ten. Die­se hat Herr Brger­meis­ter bis­her vllig ver­mis­sen las­sen, dafr hat er sich deut­lich von den offen kri­ti­schen Wor­ten des (nun­mehr) ehe­ma­li­gen Stadt­pla­ners distan­ziert. Auer­dem kann und muss ein Brger­meis­ter als Bau­behr­de sehr wohl beur­tei­len, ob ein geplan­tes Pro­jekt fr das Orts­bild ver­trg­lich ist und dem vernnf­ti­gen Grund­satz der Verhlt­nis­mig­keit ent­spricht. Der geplan­te Bau von die­ser Gre, flan­kiert von 15 Meter hohen Trmen ent­spricht kei­nes­wegs der Strke der isla­mi­schen Glau­bens­ge­mein­schaft in Bad Vslau. Er zeigt aller­dings, wohin die Ent­wick­lung gehen soll.

    Es geht hier nicht allein um das durch den isla­mi­schen Prunk­bau bedroh­te Bild der Kur­stadt Bad Vslau, ist doch die Regi­on schon durch Trais­kir­chen ber­mig belas­tet. Doch ganz all­ge­mein beein­flus­sen die durch die kurz­sich­ti­ge Poli­tik gestrk­ten isla­mi­schen Par­al­lel­ge­sell­schaf­ten unser Leben bereits jetzt erheb­lich. Mgen der Niko­lostreit und das Schnit­zel­ver­bot in Kin­der­grten auch noch mit einem resi­gna­ti­ven Lcheln abge­tan wer­den; Vor­flle wie in den Pari­ser Vor­or­ten oder rund um den Kari­ka­tu­ren­streit sind lngst kein harm­lo­ses Anein­an­der­ge­ra­ten von Mei­nun­gen mehr. Da geht es bereits dar­um, ob sich Euro­pa gegen die Ver­ein­nah­mung durch den Islam weh­ren kann oder ob ein ori­en­tie­rungs- und kraft­lo­ses Abend­land unter der wehen­den Halb­mond­flag­ge unter­geht.

    Der scharf­sich­ti­ge und scharfzngi­ge Autor Hen­ryk M. Bro­der kom­men­tiert die­se Ent­wick­lung in Euro­pa zynisch in dem Buch: Hur­ra, wir kapi­tu­lie­ren!

    Wir Frei­heit­li­che kapi­tu­lie­ren nicht! Wir wis­sen, dass mit dem Euro­pa, wie wir es lie­ben, auch die auf­ge­klr­te Gesell­schaft, die Gleich­be­rech­ti­gung zwi­schen Mann und Frau, die mutig erkmpf­ten Frei­heits­rech­te unter­ge­hen wrden. Das Bad Vslau­er Moschee­pro­jekt wre ein wei­te­rer Schritt auf dem Weg dort­hin, den wir nicht fei­ge zur Kennt­nis neh­men wer­den.

    Bar­ba­ra Rosen­kranz, Abg. z. NR

  2. NAbg. Bar­ba­ra Rosen­kranz schrieb: „…Klar ist aber auch, dass damals kei­ne Rede davon war, dass sich die­se Gemein­schaf­ten krf­tig in die Gepflo­gen­hei­ten unse­res Lan­des ein­mi­schen und sie in ihrem Sin­ne zu vern­dern trach­ten. Es ist ein Unter­schied, ob eine Glau­bens­ge­mein­schaft tole­riert und aner­kannt ist, oder ob ihr Ein­fluss bereits mas­siv in kul­tu­rel­le, sozia­le und poli­ti­sche Verhlt­nis­se hin­ein­wirkt.…“

    Genau, dass ist der sprin­gen­de Punkt! Es spricht nie­mand dar­ber, dass es nicht angeht, dass eine ‑aner­kann­te und respek­tier­te Min­der­heit – ihre Vor­stel­lun­gen so auf­zu­drcken ver­sucht, dass die ange­stamm­te Kul­tur auf ihre Eigen­hei­ten ver­zich­ten muss.

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