rger ber Zins-Erhhungen in Badens Gemeindebauten

Stark erhh­te Betriebs­kos­ten-Vor­schrei­bun­gen und teil­wei­se ekla­tan­te Miet­zins­erhhun­gen: So beginnt das neue Jahr fr eini­ge Mie­ter in Badens Gemein­de­bau­ten.

Den Bade­ner Gemein­de­mie­tern wur­den teil­wei­se dras­ti­sche Erhhun­gen bei den monat­li­chen Betriebs­kos­ten vor­ge­schrie­ben. Stadt­rat Tren­ner kri­ti­siert: Die Erhhung ist geset­zes­wid­rig. Ers­tens liegt die Betriebs­kos­ten-Abrech­nung fr 2006 noch nicht vor. Und zwei­tens ber­steigt die Erhhung auch auf der Basis der Betriebs­kos­ten von 2005 das gesetz­lich erlaub­te Ma von 10 Pro­zent.

Brei­nin­ger: Intrans­pa­rent!
Auch Brger­meis­ter Brei­nin­ger kri­ti­sier­te die man­geln­de Trans­pa­renz der neu­en Vor­schrei­bung und for­der­te die Haus­ver­wal­tung (Immo­bi­li­en Alli­anz) schrift­lich auf, die­se Trans­pa­renz wie­der her­zu­stel­len.

Tren­ner: Geset­zes­wid­rig!
Doch nicht nur die Betriebs­kos­ten wur­den hin­auf­ge­schnalzt, son­dern auch teil­wei­se die Miet­zin­se. Stadt­rat Tren­ner berich­tet von einem Fall aus der Vslau­er­strae, in dem die Zins­erhhung sogar bei 32,08 % liegt. Tren­ner: 1. wur­de die Miet­zins­erhhung nach Para­graph 45 nicht zeit­ge­recht ange­kn­digt und 2. obliegt es dem Eigent­mer, der Stadt Baden, sol­che Erhhun­gen fest­zu­set­zen. Die Haus­ver­wal­tung kann das nicht eigenm­ch­tig tun.

Stas­ka: Cha­os auf­klren
Vize­brger­meis­ter Kurt Stas­ka meint dazu: Ers­tens: Pres­se­aus­sen­dun­gen der Lis­te Tren­ner lsen kei­ne Pro­ble­me. Zwei­tens: Auch fr die Stadt sind man­che Vor­schrei­bun­gen der Alli­anz und ihr recht­li­cher Hin­ter­grund nicht nach­voll­zieh­bar. Die von der Haus­ver­wal­tung erzeug­te tota­le Ver­wir­rung muss auf­ge­klrt wer­den. Wir ersu­chen die Mie­ter, noch ein wenig abzu­war­ten, bis die Alli­anz der Stadt alle ange­for­der­ten Unter­la­gen vor­ge­legt hat und man end­lich sagen kann, was Sache ist. Auch wir sind der Ansicht, dass bei den Vor­schrei­bun­gen Fris­ten ver­sumt wur­den und dass mgli­cher­wei­se sei­tens der Haus­ver­wal­tung die Anpas­sung der Haupt­miet­zin­se gem Para­graph 45 Miet­rechts­ge­setz mit der lau­fen­den Inde­xan­pas­sung gem Para­graph 16 ver­wech­selt wur­de.

Eine schnel­le Erhhung?

Zum Vor­wurf Tren­ners, dass die Stadt jetzt rasch vor der Aus­glie­de­rung der Gemein­de­hu­ser in eine Ges­mbH die Mie­ten erhht, obwohl dies dezi­diert aus­ge­schlos­sen wur­de, meint Stas­ka: Gesagt habe ich damals, dass es durch die Aus­glie­de­rung kei­ne Erhhung geben wird. Und die Aus­glie­de­rung ist noch nicht voll­zo­gen.

Gene­rell gns­ti­ger Zins
Stas­ka weist dar­auf hin, dass die Stadt bei ihren Gemein­de­woh­nun­gen ber­wie­gend nied­ri­ge­re Kate­go­rie­zin­se ein­hebt als gesetz­lich mglich wre, qua­si als zust­zli­che Sozi­al­leis­tung.

Tren­ner – ein Robin Hood?
Die Pri­va­ti­sie­rung der std­ti­schen Haus­ver­wal­tung erfolg­te, sagt Stas­ka, einst auf­grund eines Dring­lich­keits­an­tra­ges von Stadt­rat Tren­ner – mit Gemein­de­rats­be­schluss vom 25. Mrz 2003 gegen die Stim­men der SP. Die Beauf­tra­gung der Alli­anz Immo­bi­li­en wur­de vom Bade­ner Stadt­rat am 29. Juli 2003 ein­stim­mig beschlos­sen. Stas­ka: Damals war auch Jowi Tren­ner fr die­sen Schritt. Er soll sich jetzt nicht als Robin Hood auf­spie­len. Noch dazu, wo sei­ne dama­li­ge Frak­ti­on, die FP, am 6. Mai 2003 auch einer Anpas­sung der Haupt­miet­zin­se laut Para­graph 45 zuge­stimmt hat.

Ges­mbH- wie wei­ter?
Die geplan­te Aus­glie­de­rung der Gemein­de­woh­nun­gen in eine Ges­mbH knn­te, so Stas­ka, Mit­te des heu­ri­gen Jah­res erfol­gen. Eine Bewer­tung des Gemein­de­vermgens ist gera­de im Gang. Ange­sichts des Cha­os, das die der­zei­ti­ge Haus­ver­wal­tung ver­ur­sacht: Ist die­se Aus­glie­de­rung fr Stas­ka immer noch sinn­voll? Es gibt vie­le ande­re Std­te, die das schon lngst gemacht haben und es gibt durch­wegs posi­ti­ve Erfah­run­gen. War­um soll­te es in Baden nicht funk­tio­nie­ren?

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