Stellungnahmen zur neuen Regierung

Ein Riss geht nach der Regie­rungs­bil­dung durch die SP. Ein Riss, der sich auch in der Stadt Baden wider­spie­gelt. SP-Stadt­rat Ried­may­er will der kom­men­den gro­en Koali­ti­on eine Chan­ce geben. SP-Klub­che­fin Maria Ret­ten­ba­cher ist hin­ge­gen ent­tuscht. Und die Gewerk­schaft will die Regie­rungs­ver­ein­ba­rung noch prfen.

SP-Stadt­rat Mar­kus Ried­may­er in einer Aus­sen­dung: Eine sta­bi­le Regie­rung – das ist, was die Mehr­heit der ster­rei­chi­schen Bevlke­rung sich wnsch­te. Dass durch ein Regie­rungs­berein­kom­men nicht alle Wnsche einer Par­tei befrie­digt wer­den knnen, soll­te allen klar sein. Dar­um kann ich das Geze­ter eini­ger Krf­te auch inner­halb der SP-Funk­ti­onrs­rie­ge nicht ganz nach­voll­zie­hen, wenn sie jam­mern, dass eini­ge Schls­sel­res­sorts nicht mit SP-Leu­ten besetzt wur­den. Sie soll­ten beden­ken, dass es den meis­ten Whle­rIn­nen vllig egal ist, wer wel­chen Minis­ter­ses­sel besetzt – auf die gemein­sa­me Arbeit fr ster­reich wird es ankom­men.

Badens SP-Klub­che­fin Maria Ret­ten­ba­cher ist hin­ge­gen ent­tuscht: Ers­tens zeigt sich, dass offen­sicht­lich eine groe Koali­ti­on kein geeig­ne­tes Instru­ment ist, um ein Mehr an sozia­ler Gerech­tig­keit, an Bil­dung fr alle u.s.w. durch­zu­set­zen. Noch dazu hat unser Part­ner VP, wie ja die letz­ten Jah­re deut­lich bewie­sen haben, schon lngst auch den kon­ser­va­ti­ven Teil der christ­li­chen Sozi­al­leh­re in Rich­tung Neo­li­be­ra­lis­mus ver­las­sen. Natrlich wur­de auch in ein­zel­nen Berei­chen, wie etwa in der Sozi­al­po­li­tik, etwas erreicht. Es gibt aber ein­zel­ne Berei­che, wie z.B. Stu­di­en­gebhren, die sehr schmer­zen. Die Men­schen woll­ten eine Wen­de und die ist fr mich lei­der nicht sprbar.

GB-Bezirks­vor­sit­zen­der Alfred Art­mu­er: Ich spre Unmut, sehe mich aber nicht in der Situa­ti­on, die Regie­rungs­bil­dung zu ver­tei­di­gen. Gusen­bau­er hat noch im Juni 2006 gemeint, er will kei­ne Spit­zen­ge­werk­schaf­ter im Par­la­ment haben. Arbei­ter­kam­mer und GB wer­den die Regie­rungs­ver­ein­ba­rung jetzt bewer­ten und am kom­men­den Mon­tag wer­den wir dazu eine Stel­lung­nah­me abge­ben. Die Res­sort­ver­tei­lung macht mich nicht glck­lich, ich ken­ne aber auch die Hin­ter­grn­de nicht. Als Gewerk­schaf­ter passt es mir nicht, dass die Arbeits­in­spek­to­ren dem Wirtschafts‑, und nicht dem Sozi­al­mi­nis­ter unter­stellt sind. Ande­rer­seits muss ich auch sagen, dass mich Gusen­bau­er schon ein­mal posi­tiv ver­blfft hat, mit dem Wahl­er­geb­nis am 1. Okto­ber. Viel­leicht schafft er das noch ein­mal.

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