Weniger Arbeitslose, aber mehr McJobs

Der Arbeits­markt ist im Auf­wind, sagen Wal­ter Kah­rer vom AMS Baden und Clau­dia Schwei­ger vom AMS Bern­dorf. Als Grn­de fr die sin­ken­de Arbeits­lo­sen­quo­te nen­nen sie den mil­den Win­ter, die anlau­fen­de Kon­junk­tur und die Schu­lungs­ma­nah­men des AMS. Weni­ger rosig sieht die Situa­ti­on GB-Bezirks­se­kretr Johann Eiter­mo­ser. Immer mehr knnen nicht von ihrer Arbeit leben, sagt er – und: Im Bezirk Baden gibt es nie­ders­terreich­weit die meis­ten gering­fgig Beschftig­ten. Und: Die Jobs im Bezirk wer­den nicht mehr!

Ende Dezem­ber 2006 waren beim AMS Baden 3946 Per­so­nen arbeits­los – um 516 weni­ger als im Dezem­ber 2005. Beim AMS Bern­dorf sank die Zahl der Vor­ge­merk­ten auf 815, 157 weni­ger als Ende 2005.

In Baden waren Ende Dezem­ber 566 Per­so­nen in AMS-Schu­lung, in Bern­dorf 124. Das sind deut­lich mehr als im Dezem­ber 2005. Rech­net man die Kurs­teil­neh­mer zu den Arbeits­lo­sen hin­zu, sind es trotz­dem weni­ger als ein Jahr zuvor! sagt Wal­ter Kah­rer. Ungef­hr jeder Zwei­te kann nach einem AMS-Kurs auf einen regul­ren Arbeits­platz ver­mit­telt wer­den.

Der heu­ri­ge mil­de Win­ter wirkt sich posi­tiv auf die Beschfti­gungs­la­ge aus. Nor­ma­ler­wei­se wer­den Bau­ar­bei­ter ber den Win­ter mit einer so genann­ten Ein­stel­lungs­zu­sa­ge frs Frhjahr gekn­digt. Heu­er sind das in Baden und Bern­dorf zusam­men 917 Per­so­nen, um 123 weni­ger als im vori­gen Win­ter. Jene Per­so­nen, die ber den Win­ter arbeits­mig pau­sie­ren mssen, sol­len jetzt eben­falls in den Genuss von AMS-Kur­sen kom­men, um ihre Qua­li­fi­ka­ti­on zu erhhen (z.B. mit Stap­ler­kur­sen oder Deutsch-Kur­sen). Infos gibt es am 16. und 17. Jnner beim AMS Baden am Josefs­platz.

Im Bezirk Baden/Berndorf liegt das Arbeits­krf­te-Poten­zi­al bei rund 58.000 Per­so­nen. Vie­le von ihnen mssen aller­dings aus­pen­deln, denn im Bezirk sel­ber gab es Ende Dezem­ber 2006 nur rund 27.000 Arbeits­plt­ze. Ende Dezem­ber waren 15.880 Mnner und 10.984 Frau­en – ins­ge­samt 26.864 – in ver­si­che­rungs­pflich­ti­ger Beschfti­gung bei der N Gebiets­kran­ken­kas­se ange­mel­det. Die Durch­schnitts-Brut­tol­h­ne fr einen 40-Stun­den-Job lie­gen bei 1600 bis 1800 Euro pro Monat.

Vie­le mssen aber mit viel weni­ger Geld als einem Durch­schnitts­lohn aus­kom­men, sagt GB-Bezirks­se­kretr Johann Eiter­mo­ser. Denn aus der Zahl der Ver­si­cher­ten geht nicht her­vor, ob die­se einen Full­time- oder einen Teil­zeit­job haben. Auch Frei­be­ruf­ler, Beam­te und Selbstndi­ge sind dar­in nicht ent­hal­ten. Fix ist aber eines: Kon­ti­nu­ier­lich steigt die Zahl der gering­fgig Beschftig­ten, die nur ber einen so genann­ten McJob verfgen (333 Euro im Monat). Eiter­mo­ser: Wir haben vor Jah­ren bei 147 Gering­fgi­gen zu zhlen ange­fan­gen, Ende Dezem­ber lagen wir bei 2.406, um 137 mehr als im Dezem­ber 2005 – das ist mei­nes Wis­sens nie­ders­terreich­weit der hchs­te Stand an Gering­fgi­gen.
Und auch ber die Job-Situa­ti­on im Bezirk uert sich Eiter­mo­ser wenig ent­z­ckt. Wir hat­ten Ende Dezem­ber 2005 noch 26.945 Beschftig­te in Ver­si­che­rung, und Ende Dezem­ber 2006 um 81 weni­ger. Fr mich heit das: Die Arbeits­markt­la­ge im Bezirk sta­gniert.

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