Mein erster Marathon!

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Kom­men­den Sonn­tag ist Wien-Mara­thon. Erst­mals mit dabei die Bade­ner Schrift­stel­le­rin Ger­traud Klemm. Dar­ber, war­um sie sich das antut, schreibt sie im fol­gen­den Text. Und schliet ihn mit den Wor­ten: Wnscht mir Glck!

„Lau­fen ist ja schon seit 12 Jah­ren ein The­ma in mei­nem Leben. Mei­ne gan­ze Ren­ne­rei zusam­men­ge­rech­net erg­be eine Stre­cke von hier bis Kua­la Lum­pur. Aber ein Mara­thon? 42,192 km? Den ers­ten irr­wit­zi­gen Gedan­ken hat­te ich noch im vori­gen Jahr­tau­send.

Durch einen schnel­len Fin­ger auf der Home­page bekam der Gedan­ke im letz­ten Herbst Fleisch und Blut: und Bei­ne. Seit­dem bin ich im Trai­ning und habe Schnup­fen, Schnup­fen, Schnup­fen.

Ich bin dabei und bin eine Num­mer. 2831. Und ich wei eigent­lich nicht war­um.

Es wird knapp. War­um tut man sich das an? 50 Kilo­me­ter die Woche bin ich ca. gelau­fen, das Hele­nen­tal rein und raus. Durch die Wein­ber­ge, bis ich jeden Reb­stock kann­te. Das Hirn voll Luft. Neue Stre­cken, rauf, run­ter, um den Annin­ger her­um, nach Sden, nach Nor­den. Nach Osten. War­um tut man sich das an? Lee­re Fra­gen in der Win­ter­luft.

Da ist nur die Frist, die nher kommt. Und das Gef­hl, bes­ser zu wer­den, strker.

Drei Wochen vor dem Wett­kampf noch eine ordent­li­che Ver­khlung haben mir das letz­te Trai­ning ver­sem­melt. Egal. Wenn alles gut geht, bin ich nach 5 Stun­den lau­fen im Ziel. In Mara­thon­fo­ren machts kei­ner ber 4 Stun­den. Hm. Nun die letz­ten Tage vor dem Wett­kampf. Ner­vo­sitt, Ruhe und Koh­len­hy­dra­te, Koh­len­hy­dra­te, Koh­len­hy­dra­te. Ich habe mit ande­ren Mara­thon­lufern und Lufe­rin­nen gere­det. Nie­mand kann genau sagen, war­um man sich das antut. Das ist so ein Gef­hl, sagen sie. Das Gef­hl habe ich auch.

Ich bete, dass es Fleisch und Blut wird am Sonn­tag. Und Bei­ne kriegt. Ich hof­fe. Und esse! Wnscht mir Glck!!!“

2 Gedanken zu „Mein erster Marathon!

  1. Hal­lo Ger­traud,
    ich wnsche dir viel, viel Glck und gute Bei­ne. Fr mich ist das nichts mit dem Mara­thon; es reicht mir immer noch der Hal­be. Im Ziel­ein­lauf den­ke ich immer: Jetzt noch­mal die glei­che Stre­cke *nim­mer­nie*.
    Ich hal­te mal die Augen auf nach der 2831.
    Also bis dann
    LG aus Kir­chen-Weh­bach
    Uli Bohn

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