Breiningers Nachfolgerin im Interview

In Ihrer ers­ten Reak­ti­on spre­chen Sie von dem gro­en Bekannt­heits­grad von August Brei­nin­ger. Liegt fr Sie die Lat­te hoch, an ihn her­an­zu­kom­men? Wie wol­len Sie das bewerk­stel­li­gen? Knnen Sie – wie Ihr Vor­gn­ger – sin­gen und haben Sie auch schau­spie­le­ri­sches Talent?
LAbg. Eri­ka Aden­sa­mer:
Bgm Brei­nin­ger ist nicht nur bekannt, son­dern auch sehr beliebt in der Bevlke­rung. Mei­ne krea­ti­ven Talen­te lie­gen auf dem Gebiet der Male­rei. Aber Ihre Fra­ge hat sicher­lich Charme. Viel­leicht pro­bie­re ich es auch ein­mal mit Schau­spie­le­rei!

Sie sind die ers­te Frau an Badens Polit-Spit­ze. Ist die Zeit im kon­ser­va­ti­ven Baden reif, dass eine Brger­meis­te­rin akzep­tiert wird? Die VP setzt ja schon seit eini­ger Zeit auf Frau­en-Power…
Aden­sa­mer:
Baden ist eine moder­ne, dyna­mi­sche und auf­ge­schlos­se­ne Stadt mit viel Geschich­te und Tra­di­ti­on. Auf die Arbeit kommt es uns an, nicht auf das Geschlecht. Und bri­gens: In Baden konn­ten Frau­en schon vor einem Jahr­hun­dert poli­ti­sche Erfol­ge fei­ern. Den­ken Sie doch nur an Mari­an­ne Hai­nisch, die 1902 den Bund der ster­rei­chi­schen Frau­en­ver­ei­ne grn­de­te und noch vor den Sozia­lis­tin­nen das all­ge­mei­ne Wahl­recht fr Frau­en for­der­te.

Glau­ben Sie, dass es prin­zi­pi­ell Unter­schie­de im Fhrungs­stil zwi­schen Mnnern und Frau­en gibt?
Aden­sa­mer:
Nicht nur Mnner und Frau­en sind unter­schied­lich, viel­mehr: Kein Mensch gleicht dem ande­ren! Las­sen Sie sich doch von mei­nem Fhrungs­stil ber­zeu­gen! Ich habe mich schon bis­her allen Men­schen, allen Genera­tio­nen, den Alt­ein­ge­ses­se­nen sowie den Neu­zu­ge­zo­ge­nen und natrlich sowohl Frau­en als auch Mnnern ver­pflich­tet.

Es ist zu erwar­ten, dass die Oppo­si­ti­on ihre Gang­art ver­schrfen wird. Wie wer­den sie dem begeg­nen?
Aden­sa­mer:
Dazu sehe ich kei­nen Grund. Ich wer­de ger­ne jede Aus­ein­an­der­set­zung anneh­men und jede Her­aus­for­de­rung fair und sach­lich behan­deln.

Ist geplant, dass Sie die VP Baden als Spit­zen­kan­di­da­tin in die nchs­te (heik­le) Gemein­de­rats­wahl fhren wer­den? Bei die­ser Wahl knn­te erst­mals ber­haupt die abso­lu­te Mehr­heit fr die VP futsch sein…
Aden­sa­mer:
Die Stadt Baden mit ihren Brge­rin­nen und Brgern hat das Recht auf eine flei­ige, emsi­ge und men­schen­na­he Brger­meis­te­rin. Mir lie­gen in ers­ten Linie die Men­schen am Her­zen, was mei­ne bis­he­ri­ge Arbeit stets bewie­sen hat. ber die nchs­te Wahl zer­bricht sich bei uns noch nie­mand den Kopf. Ich bin aber sicher, dass gute Arbeit von den Whle­rin­nen und Whlern auch hono­riert wird.

Bei sei­ner Rck­tritts-Pres­se­kon­fe­renz hat Brei­nin­ger drei Qua­litts­kri­te­ri­en fr den Bade­ner Brger­meis­ter genannt: Gef­hl fr Kul­tur und Wirt­schaft­lich­keit und rhe­to­ri­sche Bega­bung. Ent­spre­chen Sie aus Ihrer Sicht die­sem Anfor­de­rungs­pro­fil?
Aden­sa­mer:
Bgm. Brei­nin­ger hat mich als sei­ne Nach­fol­ge­rin genannt, weil er ber­zeugt ist, dass die­se Qua­litts­kri­te­ri­en auf mich zutref­fen. Fr mich ist dar­ber hin­aus beson­ders wich­tig, fr die Sor­gen und Anlie­gen der Men­schen da zu sein.

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