Gemeinde-Mieter als Lebensretter

Es ist uns schon eini­ge Zeit lang auf­ge­fal­len, dass sich vor der Woh­nung unse­res Nach­barn Zei­tun­gen sta­pel­ten und dass sein Post­fach voll war, erzh­len Ger­hard und Elfrie­de Minich aus dem Gemein­de­bau in der Radetz­kystrae 71.

 

Wir haben mit dem Nach­barn, der seit dem Tod sei­ner Frau allein lebt, ein gutes Ein­ver­neh­men. Nor­ma­ler­wei­se mel­det er sich bei uns, wenn er weg­fhrt und berlsst uns Woh­nungs- und Post­schls­sel.Nicht am Tele­fonNach­dem Ger­hard Minich mehr­fach ver­sucht hat­te, den Nach­barn tele­fo­nisch zu errei­chen und auch nicht wuss­te, wo Angeh­ri­ge von ihm zu errei­chen wren, verstndig­te er am Mon­tag Vor­mit­tag die Alli­anz Immo­bi­li­en. Die­se ver­wal­tet die Bade­ner Gemein­de­woh­nun­gen.Am Appa­rat war dort Geschftsfhre­rin Susan­ne Rajetz­ky. Sie schil­dert die Ereig­nis­se so: Ich habe sofort die Stadt­po­li­zei verstndigt. Denn es lag der Ver­dacht doch sehr nahe, dass dem Mann etwas pas­siert ist. Die Stadt­po­li­zei rck­te aus und bohr­te das Woh­nungs­schloss auf. Zit­tern und Ban­gen bei allen Betei­lig­ten. Schon whrend die Poli­zis­ten an der Tr werk­ten, wur­de klar: Der Mann leb­te noch, er gab Lau­te von sich.Er gab Lau­te von sichMan fand ihn in sei­nem Wohn­zim­mer lie­gend auf. Die Ret­tung brach­te ihn ins Bade­ner Spi­tal. Die ers­te Dia­gno­se: Der etwa 80-Jhri­ge ist Dia­be­ti­ker und drf­te einen dia­be­ti­schen Schock erlit­ten haben. Sein Zustand konn­te im Spi­tal sta­bi­li­siert wer­den. Der Mann ver­dankt also sei­nen auf­merk­sa­men Nach­barn sein Leben.Ein klei­nes Wun­der?

Ein Rtsel ist noch, wie der Mann so lan­ge am Leben blei­ben konn­te. Ger­hard: Seit 8. Mai haben wir von unse­rem Nach­barn nichts mehr gehrt. Zuerst dach­ten wir, er htte viel­leicht einen Kurz­ur­laub gemacht. Dann fan­den wir Zei­tun­gen vom 10. Mai vor sei­ner Tr – die waren dann ver­schwun­den, wahr­schein­lich hat sie irgend­wer ein­fach weg­ge­rumt. Als wir jetzt wie­der Zei­tun­gen vom Wochen­en­de fan­den, und der Mann auch tele­fo­nisch nicht erreich­bar war, lute­ten bei uns end­gl­tig die Alarm­glo­cken. Gera­de noch recht­zei­tig, wie sich zeig­te. Foto­gra­fie­ren las­sen woll­ten sich Elfrie­de und Ger­hard Minich nicht: Was wir getan haben, ist doch selbst­verstnd­lich, sagen sie beschei­den.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.