Historischer Spaziergang durch die Neustiftgasse

Am Frei­tag dem 15. Juni, um 15 Uhr, laden das Rol­lett­mu­se­um und die VHS Bade­ner Ura­nia zu einer ganz beson­de­ren Ver­an­stal­tung ein: einem musi­ka­li­schen Spa­zier­gang von der ehe­ma­li­gen Frei­ung durch die Neu­stift­gas­se – Treff­punkt Was­ser­gas­se / Gisch­platzl.

1341 bekam Baden sei­ne Frei­ung (Das Wort Frei­ung drckt einen von diver­sen Vor­schrif­ten und Abga­ben befrei­te Insti­tu­ti­on aus). Damals erhiel­ten die Bade­ner die Geneh­mi­gung, einen Jahr­markt abzu­hal­ten und wur­de fr die 14 Tage zuvor und danach von den sonst bli­chen Han­dels­be­schrn­kun­gen befreit.

ber 500 Jah­re spter, als der Jahr­markt anders­wo­hin ver­legt wur­de, wur­de der alte Name sinn­los. 1873 wur­de die Frei­ungs­gas­se – so hat­te man sie zuletzt genannt – in die Was­ser­gas­se ein­be­zo­gen. Die Frei­ung ent­spricht also der heu­ti­gen Unte­ren Was­ser­gas­se vom Mhl­bach stadt­aus­wrts

Der Anfang der Neu­stift­gas­se war bis vor 200 Jah­ren gar kei­ne Gas­se, son­dern ein­fach das Bett des Mhl­bachs. An den Ufern fhr­ten zwei ganz schma­le Fuwe­ge zu den Husern. Wer mit dem Wagen von der Frei­ung (unte­re Was­ser­gas­se) in die Anna­gas­se woll­te, mute im Bach­bett fah­ren. Erst Anton Hantl, der groe Bie­der­mei­er-Bau­meis­ter Badens, hat­te die Idee, den Mhl­bach mit gro­en Qua­der­stei­nen ein­zu­fas­sen, um so wenigs­tens eine enge Strae zu schaf­fen. Nun konn­te man tro­cke­nen Fues ins Gast­haus Zu den 3 Frs­ten (Neu­stift­gas­se 6), zur Her­renmh­le (Ecke Hil­de­gard­gas­se) oder zu den gemt­li­chen Heu­ri­gen der Neu­stift­gas­se gelan­gen. Bis heu­te tru­men dort mit­tel­al­ter­li­che Fas­sa­den­ver­lu­fe vor sich hin – Badens tra­di­tio­nells­tes Stra­en­bild!

Die Ver­an­stal­tung wird am Sams­tag, dem 23. Juni, wie­der­holt.

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