Rathausplatz neu: Ohne Bume

Die Neu­ge­stal­tung des Rat­haus­plat­zes sorgt in Leobers­dorf fr Dis­kus­sio­nen. Haupt­schlich des­we­gen, weil auf dem neu­en Platz kein Platz mehr fr die alten Bume ist…

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Am Mon­tag prsen­tier­te Archi­tekt DI Gnther Had­ler (sie­he Bild) dem Gemein­de­rat sein Kon­zept der Zen­trums­ge­stal­tung. Der Rat­haus­platz ist dabei der inne­re Kern die­ses Kon­zep­tes. Der uere Kern ist die Haupt­strae. Had­ler unter­schei­det zwi­schen inne­rer Gestal­tung, die durch die Ver­wen­dung grau-grner Pflas­te­rung sicht­bar gemacht wird, und zwi­schen uerer Gestal­tung mit Beton.

Mul­ti­funk­tio­nal

Der neue Rat­haus­platz soll ein mul­ti­funk­tio­na­ler Platz wer­den, ver­wend­bar fr diver­ses­te Ver­an­stal­tun­gen. Er wird kom­plett grau-grn gepflas­tert, die Bume kom­men weg. Der Platz soll auer­dem zust­zlich mit einer beson­de­ren Attrak­ti­on (z.B. einem knst­le­risch gestal­te­ten Brun­nen) aus­ge­stat­tet wer­den. Die Attrak­ti­on wird in einem eige­nen Wett­be­werb noch zu fin­den sein.

Die Haupt­strae wird abwech­selnd mit Bumen (even­tu­ell Schwarzfhren) und fan­ta­sie­vol­ler Beleuch­tung aus­ge­stat­tet. Im gan­zen Zen­trum wird es eine Ebe­ne fr Auto­fah­rer, Rad­fah­rer und Fugn­ger geben. Das heit: kei­ne Geh­stei­ge mehr. Das ist ein zukunfts­wei­sen­der Ansatz, sagt Archi­tekt Had­ler. Alle Ver­kehrs­teil­neh­mer sol­len gegen­sei­tig mehr Rck­sicht neh­men.

Kos­ten soll es maxi­mal 4,9 Mil­lio­nen Euro. Ein Teil davon wird vom Land gefrdert und finan­ziert. Im Jnner 2008 ist der Bau­be­ginn geplant, im Som­mer 2008 die Erff­nung.

Auf­re­ger Bume

Die meis­ten Debat­ten-Bei­trge wid­me­ten sich dem The­ma Baum­fllun­gen. Auch aus dem Publi­kum gab es eini­ge Zwi­schen­ru­fe dazu. Die Bume am Rat­haus­platz tra­gen die Iden­titt von Leobers­dorf in sich, brach­te es Grn-Gemein­de­rat Erd­al Kalay­ci auf den Punkt. Und die­ser Platz soll doch ein Platz fr die Leobers­dor­fer sein! Die Grnen kri­ti­sie­ren auer­dem vehe­ment, dass es kei­ne Volks­be­fra­gung zu die­sem The­ma gab. Die Rat­haus­platz-Gestal­tung sei ein Pro­jekt der Dorf­er­neue­rung, und die sehe Brger­be­tei­li­gung eigent­lich vor.

Brger­meis­ter Anton Bosch wur­de emo­tio­nal: Seit zwei Jah­ren debat­tie­ren wir ber die­ses The­ma. Wir haben uns die Ent­schei­dung wirk­lich nicht leicht gemacht, auch mir tut es um die Bume leid. Aber ich muss den Exper­ten ver­trau­en. Die Bume pas­sen eben­nicht in das mul­ti­funk­tio­na­le Platz­kon­zept. Pla­ner Mag. Wer­ner Kosa ergnz­te: Wir bau­en die­sen Platz fr die nchs­ten 50 Jah­re, die Bume htten viel­leicht noch eine Lebens­dau­er von fnf bis 15 Jah­ren. So haben wir uns gegen sie ent­schie­den. Wer ist WIR? kon­ter­te Mar­kus Gru­ber von den Grnen und spiel­te noch ein­mal auf die feh­len­de Brger­be­tei­li­gung an.

Inner­halb der Dorf­er­neue­rung hat offen­sicht­lich das Inter­es­se an der Rat­haus­platz­ge­stal­tung immer wei­ter abge­nom­men. Fr Brger­meis­ter Anton Bosch ist es ein Beweis, dass die Leu­te uns ver­trau­en, dass wir was G’scheites machen.

Ein Antrag von Grn-Gemein­de­rat Erd­al Kalay­ci auf Abhal­tung einer Volks­be­fra­gung wur­de abge­lehnt.

Sowohl die SP als auch die VP begren die Zen­trums­ge­stal­tung. Nur die Grnen stimm­ten dage­gen.

Im fol­gen­den ein paar Ansich­ten von dem Platz:

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2 Gedanken zu „Rathausplatz neu: Ohne Bume

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