Wr. Neustadt: Spitals-bergabe ans Land im Gang

Der Gemein­de­rat der Stadt Wie­ner Neu­stadt hielt am 30. Juli 2007 sei­ne sechs­te Sit­zung in die­sem Jahr ab. Wich­tigs­ter Tages­ord­nungs­punkt die­ser kurz­fris­tig anbe­raum­ten Sit­zung war der Abschluss eines Bera­ter­ver­tra­ges zwi­schen der Stadt­ge­mein­de Neun­kir­chen und der Stadt Wie­ner Neu­stadt als Auf­trag­ge­ber sowie der in Grn­dung befind­li­chen Nie­ders­terrei­chi­schen Faci­li­ty Manage­ment GmbH als Auf­trag­neh­mer.

Zum Hin­ter­grund:

Da sich aus den Richt­li­ni­en des N Gesund­heits- und Sozi­al­fonds fr die Erstel­lung von Bud­get­vor­schlgen von Fonds-Kran­ken­an­stal­ten in Nie­ders­terreich ber­pro­por­tio­na­le finan­zi­el­le Belas­tun­gen fr die Stadt Wie­ner Neu­stadt als Recht­strger des a.. Kran­ken­hau­ses erge­ben, hat der Gemein­de­rat der Stadt Wie­ner Neu­stadt in sei­ner Sit­zung vom 24. Mai 2006 die Auf­nah­me von Ver­hand­lun­gen mit dem Land Nie­ders­terreich bez­glich einer ber­nah­me der Recht­strger­schaft durch das Land beschlos­sen.

Dar­an anschlie­end wur­de eine Exper­ten­grup­pe ein­ge­setzt und in der Sit­zung des Gemein­de­ra­tes am 27. Sep­tem­ber 2006 die Geschfts­ord­nung fr das Ver­hand­lungs­team gem dem Ent­wurf der N Lan­des­re­gie­rung beschlos­sen. Im Rah­men der am 12. Okto­ber 2006 in St. Plten statt­ge­fun­de­nen Sit­zung des Exper­ten­teams wur­de sei­tens der Ver­tre­ter des Lan­des die Grn­dung einer Betriebsfhrungs­ge­sell­schaft, an der die Recht­strger Stadt Wie­ner Neu­stadt und Gemein­de Neun­kir­chen sowie ein Pri­va­ter betei­ligt sein sol­len, als eine fr die wei­te­ren Ver­hand­lun­gen sinn­vol­le Manah­me vor­ge­schla­gen.

In der Fol­ge wur­de dann die Manah­me inso­fern abge­n­dert, als ein Kon­sor­ti­al­ver­trag abge­schlos­sen wer­den soll, in dem die zuknf­ti­ge Zusam­men­ar­beit mit der N Lan­des­kli­ni­ken­hol­ding und der Stadt­ge­mein­de Neun­kir­chen betref­fend einer gemein­sa­men Aus­schrei­bung eines Betriebsfhrungs­mo­dells fr bei­de Huser sowie die dar­aus resul­tie­ren­de Mglich­keit der ber­nah­me der Recht­strger­schaft durch das Land Nie­ders­terreich gere­gelt ist.

Im Rah­men der Gemein­de­rats­sit­zung vom 25. Okto­ber 2006 wur­de der Abschluss einer Kon­sor­ti­al­ver­ein­ba­rung geneh­migt. In der Fol­ge fan­den Gesprche ber den Inhalt des Ver­tra­ges sowie die Teil­nah­me­un­ter­la­gen statt. Da sei­tens des Lan­des fr 15. Dezem­ber 2006 eine wei­te­re Sit­zung des Exper­ten­teams anbe­raumt wur­de, ander­seits das Ver­fah­ren rasch durch­gef­hrt wer­den soll­te, wur­de vom Gemein­de­rat am 07. Dezem­ber 2006 ein Gemein­de­rats­be­schluss gefasst, dem­zu­fol­ge der Abschluss einer Kon­sor­ti­al­ver­ein­ba­rung zwi­schen der N Lan­des­kli­ni­ken-Hol­ding, der Stadt­ge­mein­de Neun­kir­chen und der Stadt Wie­ner Neu­stadt bez­glich Abstim­mung der Ver­hal­tens­wei­sen der Ver­trags­part­ner in Bezug auf bertra­gung der Gesamt­be­triebsfhrung mit­tels Betriebsfhrer­ver­tra­ges an einen Betriebsfh­rer unter Berck­sich­ti­gung einer mgli­chen zuknf­ti­gen ber­nah­me der Recht­strger­schaft fr die Kran­ken­hu­ser Wie­ner Neu­stadt und Neun­kir­chen durch das Land Nie­ders­terreich gem den Ent­wr­fen vom 04. und 05. Dezem­ber 2006 geneh­migt wur­de. Des Wei­te­ren wur­de das Exper­ten­team der Stadt erm­ch­tigt, gering­fgi­ge nde­run­gen, wel­che nicht zu einer Ver­schlech­te­rung der Posi­ti­on der Stadt fhren, vor­zu­neh­men.

Letzt­end­lich wur­de die Kanz­lei Vav­ros­ky­Herbst­Kin­sky Rechts­an­wl­te GmbH, 1010 Wien, Dr. Karl Lue­ger Platz 5, mit der Durchfhrung des Ver­ga­be­ver­fah­rens bis zur Zuschlags­ent­schei­dung beauf­tragt, wobei die damit ver­bun­de­nen Kos­ten der Stadt Wie­ner Neu­stadt mit 2.700 (exkl. USt und Bar­aus­la­gen) begrenzt wur­den. Die N Lan­des­kli­nik-Hol­ding ber­nimmt gem 3 Abs. 5 der Ver­ein­ba­rung 25% der Kos­ten des Ver­ga­be­ver­fah­rens, die rest­li­chen Kos­ten wer­den von der Gemein­de Neun­kir­chen und der Stadt Wie­ner Neu­stadt im Verhlt­nis der sys­temi­sier­ten Bet­ten (Wie­ner Neu­stadt 882, Neun­kir­chen 352) getra­gen.

In der Fol­ge kam es zum Aus­schrei­bungs­ver­fah­ren (Ver­hand­lungs­ver­fah­ren mit Bekannt­ma­chung) fr die exter­ne Betriebsfhrung der Kran­ken­an­stal­ten Neun­kir­chen und Wie­ner Neu­stadt und im Anschluss dar­an im April 2007 zu einem Ver­hand­lungs­ter­min mit dem Bie­ter.

Sei­tens der N Lan­des­kli­ni­ken­hol­ding wur­de in der Fol­ge der Ent­wurf fr den Abschluss des Bera­ter­ver­tra­ges ber­mit­telt. Sei­tens der Kanz­lei Vav­ros­ky – Herbst Kin­sky wur­de mit Schrei­ben vom 27.06. 2007 fest­ge­hal­ten, dass gem 32 Z.26 lit. h N STROG fr den Abschluss des Ver­tra­ges ein Gemein­de­rats­be­schluss erfor­der­lich ist, auch wenn wie im Ver­trag vor­ge­se­hen der Bera­ter nur dann und inso­weit ein Ent­gelt erhlt, als aus der Bera­tungs­t­tig­keit wesent­lich hhe­re Ein­spa­run­gen als das ihm zuste­hen­de Ent­gelt erzielt wer­den knnen.

Der Bera­ter­ver­trag wur­de mit Email vom 09. Juli 2007 dem Betriebsfhrungs­aus­schuss des Lan­des mit dem Ersu­chen um Zustim­mung ber­mit­telt. Der Betriebsfhrungs­aus­schuss des Lan­des hat mit Email vom 10. Juli 2007 mit­ge­teilt, dass gegen den Abschluss des Ver­tra­ges kein Ein­wand erho­ben wird.

Im Bera­ter­ver­trag, der mit der Unter­zeich­nung durch die Ver­trags­par­tei­en in Kraft tritt, wer­den unter ande­rem Ver­trags­ge­gen­stand (Unterst­tzung in der tech­ni­schen, infra­struk­tu­rel­len und medi­zi­ni­schen Betriebsfhrung), Umfang und Art der Bera­tert­tig­keit sowie Ver­gtung (Ver­rech­nung nach Mann­ta­gen, wobei eine Ober­gren­ze mit 1.427.995,41 exkl. Umsatz­steu­er fest­ge­legt wur­de und nach­voll­zieh­ba­re Ein­spa­run­gen in der Hhe von zumin­dest 4.728.000,00 exklu­si­ve Umsatz­steu­er ein­tre­ten mssen) gere­gelt.

Bei einer ber­nah­me des Kran­ken­hau­ses durch das Land Nie­ders­terreich tritt das Land in den Ver­trag ein und ber­nimmt dann alle sich aus dem Ver­trag erge­ben­den Rech­te und Pflich­ten.

Der Antrag wur­de ein­stim­mig ange­nom­men.

Auf der Tages­ord­nung der ffent­li­chen Sit­zung stan­den auer­dem fol­gen­de Punk­te, die eben­falls alle­samt ein­stim­mig beschlos­sen wur­den:

Drei Ver­ord­nun­gen ber die Auf­las­sung diver­ser Grund­stcke

Ver­ord­nung ber die nde­rung des Bebau­ungs­pla­nes Nr. 9802 Drei­pap­pel­strae Luch­sper­ger­gas­se

Auch ein Dring­lich­keits­an­trag der SP-Frak­ti­on betref­fend Wie­der­ver­an­la­gung von Geld­mit­tel fand Ein­gang in die Tages­ord­nung und wur­de ein­stim­mig beschlos­sen.

Ter­min der nchs­ten Gemein­de­rats­sit­zung: Mitt­woch, 26. Sep­tem­ber 2007, 14 Uhr.


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