„Heimlicher“ 74 Millionen-Deal?

Neu­er Streit um die geplan­te Immo­bi­li­en-GmbH: Die Stadt Baden bertrgt ihre Gebu­de an eine eigens gegrn­de­te GmbH. Die Trans­ak­ti­on soll­te ursprn­glich – auf Wunsch der VP – am Diens­tag im nicht-ffent­li­chen Teil der Gemein­de­rats­sit­zung beschlos­sen wer­den. Nach Pro­tes­ten wird nun aber ffent­lich dar­ber debat­tiert, ab 18 Uhr im gro­en Sit­zungs­saal.

Wir bade­ner-Stadt­rat Jowi Tren­ner war emprt, als er von der geplan­ten Nicht-ffent­lich­keit hrte: Es reit dem Fass den Boden aus, wenn ber 74 Mio Euro (1 Mil­li­ar­de Schil­ling!), die von der Stadt in eine GmbH & Co KG wan­dern sol­len, ber eine Haf­tung der Stadt in Hhe von 43 Mio Euro und ber den Ver­kauf des Sozi­al­vermgens der Stadt, nmlich der Gemein­de­woh­nun­gen, nicht ffent­lich dis­ku­tiert wer­den soll. Hier geht es schlie­lich um das Fami­li­en­sil­ber der Stadt und damit ihrer Brger und Brge­rin­nen.

Auch die SP war fr eine ffent­li­che Dis­kus­si­on, wenn auch aus ande­ren Grn­den. Stadt­rat Ried­may­er sag­te: Wir sind davon ber­zeugt, dass sich fr die Mie­ter in gemein­de­ei­ge­nen Husern vie­les zum Guten wen­den kann, so Stadt­rat Ried­may­er wei­ter. Wir schaf­fen die Mglich­keit, Huser zu sanie­ren und ein men­schen­wr­di­ges, zeit­ge­mes und leist­ba­res Woh­nen zu ermgli­chen. Und dar­ber soll­te sehr wohl ffent­lich debat­tiert wer­den.

Grn-Gemein­der­tin Hel­ga Kris­mer hat wei­ter rei­chen­de Beden­ken. Sie bekrit­tel­te in einer ers­ten Reak­ti­on das nach wie vor unbe­kann­te Gesamt­kon­zept. Sie fragt sich: Wie ist lang­fris­tig die sozia­le, die std­te­bau­li­chen und die bud­get­re Aus­rich­tung? Beschlos­sen wird am Diens­tag in Bausch und Bogen eine rie­si­ge Kre­dit­auf­nah­me und einen Per­sil­schein fr die not­wen­di­gen Ver­trge. In einer Pres­se­kon­fe­renz leg­ten die Grnen ihre Beden­ken ausfhr­lich dar. „Uns feh­len die Zie­le. Was will man mit die­ser Aus­glie­de­rung errei­chen? War­um sagt man nicht klipp und klar, was man will? Im Beschluss, den wir am Diens­tag fas­sen sol­len, steht nichts der­glei­chen. Es geht ledig­lich um eine gewal­ti­ge Geld-Trans­ak­ti­on, die grte in Baden bis­her. War­um sol­len wir dem zustim­men, wenn im Beschluss kei­ne Zie­le defi­niert sind, war­um wir das tun?“ sagen Andre­as Par­rer und Hel­ga Kris­mer.

VP-Vize­brger­meis­ter Kurt Stas­ka begrn­det, war­um der Immo­bi­li­en-Deal ursprn­glich nicht-ffent­lich abge­han­delt wer­den soll­te: Alle Pros und Kon­tras wur­den bereits vor einem Jahr im Gemein­de­rat ffent­lich dis­ku­tiert. Jetzt geht es nur mehr um den Voll­zugs­akt des dama­li­gen Beschlus­ses – eine wirt­schaft­li­che Trans­ak­ti­on zwi­schen Gemein­de und GmbH. GmbH-Ange­le­gen­hei­ten sind immer nicht-ffent­lich. Fr die Mie­te­rIn­nen von Gemein­de­woh­nun­gen ndert sich nichts bei den Mie­ten, alle Ver­trge wer­den voll­in­halt­lich ber­nom­men. ber die neue Rechts­form wer­den die Mie­te­rIn­nen pers­n­lich infor­miert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.