„Der Baum unserer Liebe…“

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Oscar und Ulri­ke Sss-Lin­dert-Cace­res mit „ihrem“ Kas­ta­ni­en­baum im Bade­ner Kur­park.

Wun­der gibt es immer wie­der trl­ler­te Kat­ja Ebstein in den 1970-er Jah­ren. Wie recht sie hat: Die Geschich­te eines Wun­ders der Lie­be, die in den 70-er Jah­ren begann, drei Jahr­zehn­te (ohne Ver­bin­dung!) ber­dau­er­te und vor einem Jahr in eine Ehe mnde­te – die­se Geschich­te erzhlt ein neu­er Kas­ta­ni­en­baum im Bade­ner Kur­park…

Es ist die Geschich­te von Ulri­ke Sss-Lin­dert-Cace­res, heu­te Pres­se­spre­che­rin der Stadt­ge­mein­de Baden, und ihres Ehe­man­nes Oscar.

Es begann in Kara­chi…

Ich war 14, er war 16 – und es war in der paki­sta­ni­schen Stadt Kara­chi. Es war Anfang der 70er-Jah­re. Oscars Vater hat als Wis­sen­schaf­ter fr die Ver­ein­ten Natio­nen in Kara­chi gear­bei­tet. Mein Vater war ster­rei­chi­scher Han­dels­de­le­gier­ter. Oscar und ich besuch­ten gemein­sam die Kara­chi Ame­ri­can School. Er war mei­ne ers­te groe Lie­be, ich die sei­ne. Von ihm hab ich den ers­ten Kuss mei­nes Lebens bekom­men… erin­nert sich Ulri­ke Sss-Lin­dert-Cace­res.

Doch es kamen har­te Zei­ten auf das jugend­li­che Lie­bes­paar zu: 1976 muss­te Oscar nach Ame­ri­ka zurck­keh­ren, Ulri­kes Vater ging 1977 in Pen­si­on – zurck nach Baden. Die Fami­lie ging natrlich mit. Ein Oze­an trenn­te schlie­lich Ulri­ke und Oscar. Sie ver­lo­ren ein­an­der aus den Augen.

Jeder fhr­te sein eige­nes Leben. Neue Lie­ben tauch­ten auf. Doch die eine, die ers­te Lie­be blieb unver­ges­sen, wenigs­tens in Gedan­ken.

Das groe Wie­der­se­hen

Vor sechs Jah­ren, Inter­net-Zei­ten waren lngst ange­bro­chen, bekam Ulri­ke ein E‑Mail aus den USA – von Oscar. Er such­te wie­der den Kon­takt, aber sie war gera­de gebun­den. Sie ant­wor­te­te nicht.

Sie ant­wor­te­te erst Jah­re spter, als sie wie­der Sin­gle war – und was folg­te, war eben das Wun­der der Lie­be: Es lt sich auch bezif­fern, moder­ner Tech­nik sei Dank. In knapp einem Jahr haben wir uns 844 E‑Mails geschrie­ben und ber 110 Stun­den tele­fo­niert, erzh­len Oscar und Ulri­ke. Dann, end­lich, kam es zum gro­en Wie­der­se­hen, in Baden. Wir haben uns am Kai­ser Franz Josefs-Ring wie­der geksst, nach 30 Jah­ren, und ich dach­te, mir bleibt der Boden unter den Fen weg! sagt Ulri­ke Sss-Lin­dert-Cace­res.

Es dau­er­te nicht lang, und Oscar und Ulri­ke schrit­ten gemein­sam vor den Trau­al­tar.

Am 10. Novem­ber wird nun der ers­te Hoch­zeits­tag gefei­ert. Und da hat sich das – wenn schon nicht an Jah­ren, dann doch in sei­ner Lie­be – jun­ge Paar selbst ein beson­de­res Geschenk gemacht. Man hat die Paten­schaft fr einen Kas­ta­ni­en­baum ber­nom­men, der am Mon­tag im Kur­park neu gepflanzt wur­de.

Wir sind heu­te zu alt fr eige­ne Kin­der, sagen Oscar und Ulri­ke. Die­ser Baum soll die Geschich­te unse­rer Lie­be erzh­len, und er soll uns anstel­le von Kin­dern ver­bin­den. Wir wer­den sein Wach­sen und Gedei­hen lie­be­voll beob­ach­ten. Und wir hin­ter­las­sen auch etwas, unser Name geht nicht ver­lo­ren. Wir machen der nchs­ten Genera­ti­on auf die­se Wei­se ein Geschenk.

Mehr ber die Akti­on Baum­pa­ten­schaft: www.baden.at

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