Fr Ordnung sorgt nur – die Kuckucksuhr…

 

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Ber­nie Feit und Zeynep Buy­rac Foto: Bet­ti­na Fren­zel

Gesell­schafts­kom­die oder Gro­tes­ke? Tom Stop­pard bie­tet mit sei­nem 1974 urauf­gef­hr­ten Stck Tra­ves­ties dem Thea­ter­pu­bli­kum kei­ne leich­te Kost.

Wer kei­ne Details aus dem Leben von Tris­tan Tza­ra (Erfin­der des Dada­is­mus), James Joy­ce (Schrift­stel­ler) und Lenin (rus­si­scher Revo­lu­ti­onr) kennt, mag bald eben­so ver­wirrt sein wie der unbe­deu­ten­de Schnling Hen­ry Carr (ide­al besetzt mit Jrg Stel­ling). Carr hat nmlich Alp­tru­me, Erin­ne­run­gen oder merk­wr­di­ge Geis­tes­zu­stnde, wie immer man es nen­nen will. Und er bringt die drei Figu­ren geh­rig durch­ein­an­der. Fr Ord­nung und Struk­tur sorgt da nur die Schwei­zer Kuckucks­uhr Denn in der Schweiz im Jahr 1917 spielt Tra­ves­ties – was zu deutsch so was wie Ver­wand­lun­gen heit.

1917 sind eben Umbruchs­zei­ten. Und um Bewah­ren und Zer­stren, um Platz zu schaf­fen fr Neu­es, dar­um geht es – neben aller Ver­wir­rung – letzt­lich auch in Tra­ves­ties. Regis­seur Bru­no Max ist es gelun­gen, die­se ewig glti­ge Fra­ge in den Mit­tel­punkt zu stel­len.

Die Schau­spie­ler Jrg Stel­ling (Hen­ry Carr), Ber­nie Feit (Tris­tan Tza­ra), Hel­mut Schus­ter (Lenin), Georg Kuszt­rich (Joy­ce), Chris­ti­ne Ren­hardt (Lenins Frau), Kat­ja Gerstl (Ceci­ly), Zeynep Buy­rac (Gwen­d­o­lyn) und Johan­nes Kai­ser als But­ler Ben­nett sind alle­samt in ihrem Ele­ment. Und so man­che Rol­le bie­tet auch Gele­gen­heit, komi­sches Talent zu zei­gen – wie dies etwa Ber­nie Feit und Zeynep Buy­rac ntzen. Das Publi­kum zeig­te sich fr so man­che Ein­la­ge dank­bar.

l Wei­te­re Vor­stel­lun­gen im Mdlin­ger Stadt­thea­ter: 15. – 17. Novem­ber, 20. Novem­ber, 22. – 24. Novem­ber, jeweils um 19:30. Kar­ten: 02236/42999

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