Pressereferentin „durchgeboxt“

Die sprich­wrt­li­chen Fet­zen flo­gen am Mitt­woch bei der nicht-ffent­li­chen Gemein­de­rats­sit­zung in Baden. Es ging um die Bestel­lung der neu­en Pres­se-Refe­ren­tin, Ulri­ke Sss-Lin­dert-Cace­res.

Die Oppo­si­ti­on hat­te noch vor einer Woche durch geschlos­se­nen Aus­zug aus dem Gemein­de­rat die Bestel­lung von Sss-Lin­dert blo­ckiert. Denn zur Beschluss-Fas­sung wre eine Zwei­drit­tel-Mehr­heit ntig gewe­sen.

Es muss­te eine neu­er­li­che Sit­zung ein­be­ru­fen wer­den, um den Beschluss nach­zu­ho­len. Dies­mal geng­te die ein­fa­che Mehr­heit bei der Anwe­sen­heit der Man­da­ta­re. Die neue Sit­zung ver­ur­sach­te Kos­ten von 38.000 Euro.

In der Debat­te ver­such­ten sich die bei­den Lager – VP hie, Oppo­si­ti­on da – die Schuld an die­sen Mehr­kos­ten gegen­sei­tig zuzu­schie­ben. Es wur­de des­halb ber das Pro­to­koll der Sit­zung aus der Vor­wo­che hef­tig hin und her debat­tiert. Die Schuld, dass die Sit­zung abge­bro­chen wur­de, trifft ein­deu­tig Sit­zungs­lei­ter Vize­brger­meis­ter Kurt Stas­ka. Wir von der Oppo­si­ti­on haben zwei Antrge nur auf Sit­zungs­un­ter­bre­chung zur Bera­tung gestellt, sind sich Mar­kus Ried­may­er (SP), Chris­ti­ne Wit­ty (wir bade­ner) und Hel­ga Kris­mer (Grne) einig.

Schluss­end­lich wur­de aber frs Pro­to­koll eine For­mu­lie­rung gefun­den, mit der ein Gro­te­il der Man­da­ta­re ein­ver­stan­den war.

VP und Wir Bade­ner spen­den ihre Sit­zungs­gel­der fr sozia­le Zwe­cke.

Die Pres­se­spre­che­rin wur­de mit der Stim­men­mehr­heit der VP nun aber doch bestellt.

Nichts des­to trotz hlt die Oppo­si­ti­on ihre Kri­tik auf­recht.

Wesent­lichs­ter Punkt: die man­geln­de Objek­ti­vitt und Trans­pa­renz im Aus­wahl­ver­fah­ren.

Zwei­fel an der Qua­li­fi­ka­ti­on der neu­en Pres­se­spre­che­rin bten dar­ber hin­aus vor allem die Wir Bade­ner. Chris­ti­ne Wit­ty: In der Aus­schrei­bung gefor­dert war unter ande­rem per­fek­tes Deutsch in Wort und Schrift!

Hier sieht die neue Pres­se-Lady offen­bar bei sich selbst Defi­zi­te. Am Mon­tag gestand sie vor ver­sam­mel­ter Pres­se, ihre Deutsch-Kennt­nis­se ver­bes­sern zu wol­len.

Weni­ger Ein­sicht gab es bei der VP: Sie lehn­te die Antrge von SP und wir bade­ner ab, in denen fr die Zukunft kla­re Kri­te­ri­en zur Objek­ti­vie­rung der Aus­wahl­ver­fah­ren gefor­dert wur­den. Vize­brger­meis­ter Stas­ka: Ent­schei­dun­gen des demo­kra­tisch gewhl­ten Gemein­de­ra­tes sind zu respek­tie­ren, auch wenn sie nicht immer ein­stim­mig fal­len.

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