Aus fr Projekt „Windrad“

Dem seit 1991 bestehen­den AMS-Beschfti­gungs­pro­jekt Wind­rad steht per 30. Juni das Aus bevor. AMS-Chef Wal­ter Kah­rer nennt den Grund: Die vor­ge­ge­be­ne Ver­mitt­lungs­quo­te wur­de nicht mehr erreicht!

Im Wind­rad (Fahr­rad­ver­leih beim Strand­bad, Geschft in der Vslau­er­strae und Ser­vice-Zen­trum am Bahn­hof) waren 12 Lang­zeit­ar­beits­lo­se beschftigt. Sie wur­den von Trai­nern betreut, die ihnen die Scheu vor einer regul­ren Arbeit neh­men soll­ten. Das Ziel war, min­des­tens 40 % der Lang­zeit­ar­beits­lo­sen nach sptes­tens einem Jahr in eine regul­re Beschfti­gung zu brin­gen. AMS-Baden-Chef Kah­rer begrn­det die Ein­stel­lung: In den letz­ten Jah­ren konn­te die Ver­mitt­lungs­quo­te nicht mehr erfllt wer­den.

Die Situa­ti­on der Lang­zeit­ar­beits­lo­sen im Bezirk ist rela­tiv dra­ma­tisch. Etwa 30 % aller Vor­ge­merk­ten (der­zeit 2722) sind Lang­zeit­ar­beits­lo­se, d.h. sie sind lnger als ein Jahr arbeits­los. Die Pro­ble­ma­tik trifft beson­ders die lte­re Genera­ti­on. Kah­rer: Frau­en ab 53 und Mnner ab 58 sind fast unver­mit­tel­bar. Das AMS soll heu­er 437 lang­zeit­ar­beits­lo­se Frau­en und 458 Mnner in Beschfti­gung brin­gen, sowie 360 Frau­en und 397 Mnner ber 50. Vie­le sind in bei­den Grup­pen ver­tre­ten. Im April haben wir die monat­li­che Quo­te bei den Frau­en erreicht, nicht aber bei den Mnnern.

Nach dem Aus fr das Wind­rad ver­bleibt im Bezirk Baden nur noch ein ein­zi­ges Beschfti­gungs­pro­jekt fr Lang­zeit­ar­beits­lo­se, die Start­bahn in Bad Vslau mit 45 Tran­sit-Arbeits­plt­zen.

Ob es ein Nach­fol­ge­pro­jekt fr das Wind­rad geben wird, kann Kah­rer der­zeit noch nicht sagen. Das AMS betreibt sol­che Pro­jek­te nicht selbst, son­dern sucht einen Trger­ver­ein, der ein pas­sen­des Kon­zept hat. Dann ber­neh­men wir smt­li­che Lohn­kos­ten zu 100 %!

Fr Grn-Gemein­der­tin Hel­ga Kris­mer ist das Aus fr das Wind­rad fatal. Wie­der eine Chan­ce weni­ger! Ein sol­ches wich­ti­ges Pro­jekt gleich ein­zu­stel­len, nur weil zwei drei Jah­re die Quo­te nicht erreicht wur­de, ndert nichts. Wo ist die Alter­na­ti­ve fr die Lang­zeit­ar­beits­lo­sen, die es dann nach wie vor gibt? Die Ver­ant­wor­tung liegt auch bei der N Lan­des­re­gie­rung, die da nicht ein­fach zuschau­en darf!

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