Linkes Wahlbndnis kandidiert

Am 22. Juli wur­de im Rah­men einer Pres­se­kon­fe­renz bekannt gege­ben, dass bei den vor­ge­zo­ge­nen Natio­nal­rats­wah­len am 28. Sep­tem­ber ein lin­kes Wahlb­nd­nis aus diver­sen Links-Grup­pen, der Arbeitslosen‑, Sozi­al­fo­rums- und Migran­tIn­nen­be­we­gung, aber auch „ange­fres­se­nen“ Gewerk­schaf­tern, Umweltsch­t­zern, Betriebsrten, Jung­so­zia­lis­ten etc. zur Wahl antritt.

Man sagt im wesent­li­chen den „Obe­ren Zehn­tau­send“ den Kampf an. „Ein Drit­tel des Vermgens befin­det sich in der Hand von nur 1 Pro­zent der Bevlke­rung“, sagt etwa Son­ja Grusch von der Sozia­lis­ti­schen Links­par­tei.

Kri­ti­siert wer­den die Teue­run­gen und der Stel­len­ab­bau (bei Sie­mens, Glanz­stoff, Tele­kom).

Eben­so tritt man fr ein ster­reich ohne Ras­sis­mus und Frem­den­fein­lich­keit ein, unter Hin­weis dar­auf, dass Migran­tIn­nen mehr Steu­er ein­zah­len als sie zurck­be­kom­men, dass jede/r, der sich mit Poli­tik beschftigt, abge­scho­ben wird und dass der Anteil der Matu­ran­tIn­nen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund gering sei: 50 % aller ster­rei­che­rIn­nen htten Matu­ra, jedoch nur 10 % der Migran­tIn­nen.

Das lin­ke Wahlb­nd­nis tritt unter dem Titel „Lin­ke“ an und will mit 20.000 Euro Wahl­kampf­kos­ten aus­kom­men. „Wir sind sehr breit auf­ge­stellt,“ hie es bei der Pres­se­kon­fe­renz in Wien. Nicht dabei ist jedoch die KP, die es vor­zieht, eigenstndig zu kan­di­die­ren. Aller­dings will man mit der KP wei­ter im Gesprch blei­ben, auch ber den 28. Sep­tem­ber hin­aus.

Wahl­ziel sei vor allem, das lin­ke Bnd­nis dau­er­haft zu eta­blie­ren. Erst wird noch am Pro­gramm gefeilt, einE Spit­zen­kan­di­da­tIn wird spter bekannt gege­ben.

Man will bun­des­weit antre­ten, dazu mssen noch 2600 Unter­schrif­ten gesam­melt wer­den.

Die ent­spre­chen­den For­mu­la­re knnen Inter­es­sen­tIn­nen unter www.linkewaehlen.at her­un­ter­la­den.

Bei der Euro­pa­wahl 2004 war ein hnli­ches Linksb­nd­nis (damals mit Unterst­tzung der KP) ange­tre­ten, jedoch weit unter den Erwar­tun­gen geblie­ben. Aller­dings haben sich die Zei­ten seit­her gen­dert… In Deutsch­land hat die Par­tei der Lin­ken mitt­ler­wei­le viel Zuspruch.

Die Pres­se­kon­fe­renz des neu­en Bnd­nis­ses erfreu­te sich zahl­rei­cher Betei­li­gung von Jour­na­lis­ten, wur­de aber auch von weni­ger freund­lich gestimm­ten Per­so­nen beob­ach­tet.

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