Streit um „Bundesbetreuung“

Eine Mas­sen­schlä­ge­rei zwi­schen Tsche­tsche­nen und Afgha­nen erregt der­zeit die Bevöl­ke­rung. Rund 60 Jugend­li­che waren anein­an­der gera­ten, ein Teil von ihnen wur­de nun aus der Bun­des­be­treu­ung ent­las­sen. Über die Rich­tig­keit die­ser Ent­schei­dung gehen die Mei­nun­gen auseinander.

Zwi­schen den Jugend­li­chen hat­te es schon eini­ge Mona­te lang „gegärt“. Franz Schab­hüttl, Lei­ter der Betreu­ungs­stel­le Trais­kir­chen, berich­tet, dass im Früh­jahr afgha­ni­sche Bur­schen tsche­tsche­ni­sche Frau­en beläs­tigt hät­ten. Und seit­her sei die Stim­mung gespannt gewe­sen. Am 14. Juli kam es zuerst inner­halb des Lagers und spä­ter auch außer­halb zu einem gewal­ti­gen Rauf­han­del. Vor dem Bahn­hof in Trais­kir­chen eska­lier­te die Situa­ti­on schließ­lich: Es flo­gen Stei­ne durch die Luft, Holz­lat­ten wur­den geschwun­gen, Fahr­zeu­ge verletzt.

29 Jugend­li­che wur­den schließ­lich fest­ge­nom­men und zur Stra­fe aus der Bun­des­be­treu­ung entlassen.

Abschie­ben oder wei­ter betreu­en? Dar­um dreht sich nun ein Polit-Streit, der zwi­schen Grün und Blau entbrannte.

Vom „Schlacht­feld Trais­kir­chen“ spricht FPÖ-Bezirks­ob­mann Dani­el Jäger­bau­er. „Asy­lan­ten, die sich nicht an die Geset­ze und Gebräu­che des Gast­lan­des zu hal­ten geden­ken, haben hier nichts ver­lo­ren. Vor allem jene, die als Asyl­grund vor­ge­ben, vor krie­ge­ri­schen Aus­ein­an­der­set­zun­gen zu flie­hen, die­se jedoch ledig­lich in unser Land tra­gen wol­len, sind umge­hend abzuschieben!“

Wenig Ver­ständ­nis gibt es auch in der Bevöl­ke­rung dafür, dass die straf­fäl­li­gen Jugend­li­chen nicht abge­scho­ben wur­den. Die Bezirks­spre­che­rin der Grü­nen, Dr. Hel­ga Kris­mer, kri­ti­siert, dass die Jugend­li­chen aus der Bun­des­be­treu­ung ent­las­sen wur­den. „Sie ver­schwin­den in der Ille­ga­li­tät und man braucht nur dar­auf war­ten, bis sie wie­der straf­fäl­lig wer­den.“ Kris­mer spricht sich für zwei Mög­lich­kei­ten aus: Ent­we­der eine Inhaf­tie­rung oder wei­te­re Bun­des­be­treu­ung die­ser Rauf­bol­de. Jeden­falls müs­sen die Asyl­ver­fah­ren raschest abge­wi­ckelt werden.

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