0,0 Promille?

Ich geste­he: Auch ich habe hin und wie­der schon mein „ers­tes Ach­terl“ teu­er bezahlt – zumin­dest mit Kopf­weh am nächs­ten Tag. Das ers­te Ach­terl Wein, das ers­te Stam­perl: Sie sind, wer weiß es nicht, häu­fig „Bann­bre­cher“. Denn bei einem Ach­terl und bei einem Stam­perl bleibt es sel­ten. Und wer weiß schon wirk­lich so genau, wann die 0,5 Pro­mil­le-Gren­ze erreicht ist? So wie man­che Wör­ter zu flie­ßen begin­nen, so steigt auch der der Grad der Selbst­über­schät­zung. Man glaubt immer noch ger­ne, fahr­tüch­tig zu sein…

Aus die­sem Grund gibt es nicht weni­ge Men­schen und Initia­ti­ven, die die Ein­füh­rung eines kla­ren 0,0 Pro­mil­le-Alko­li­mits in Öster­reich durch­aus begrü­ßen wür­den. Die Grü­nen gehö­ren bei­spiels­wei­se als poli­ti­sche Par­tei dazu, aber auch vie­le Pri­vat­men­schen, die durch einen Alko-Row­dy ein­mal einen Freund ver­lo­ren haben. War­um soll­te in Öster­reich nicht mög­lich sein, was in unse­ren öst­li­chen Nach­bar­län­dern Tsche­chi­en, Ungarn, Slo­wa­kei und Kroa­ti­en schon lan­ge gilt: 0,0?

In den meis­ten euro­päi­schen Län­dern ist 0,5 Pro­mil­le jedoch die „Alko-Norm“ – aller­dings mit weit höhe­ren Straf­sät­zen als in Öster­reich. In der Schweiz wer­den bei­spiels­wei­se umge­rech­net bis zu 25.000 Euro abkassiert!

Alko­hol­miss­brauch ist übri­gens nicht nur im Stra­ßen­ver­kehr ein Pro­blem: Die Poli­zei-Sta­tis­ti­ken und Frau­en­be­ra­tun­gen wis­sen ein Lied von (inner­fa­mi­liä­ren) Gewalt-Delik­ten unter Alko­hol-Ein­fluss zu sin­gen. Und nicht sel­ten ist das 1. Stam­perl oder das 1. Ach­terl schuld…

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