„Erhöhung ist eine Sauerei!“

„Die geplan­te Was­ser­ge­büh­ren­er­hö­hung ist eine Saue­rei, abso­lut unnö­tig!“ mel­det sich der Leobers­dor­fer Bür­ger­meis­ter Anton Bosch zu Wort.

Jah­re­lang saß er im Kon­troll­aus­schuss des Was­ser­lei­tungs­ver­ban­des (WLV) und hat daher einen Ein­blick in die – durch­aus sat­te – Ver­mö­gens­la­ge bekom­men. Es gibt 7 Mil­lio­nen Euro Rück­la­gen. In dem Ver­band sind 29 Gemein­den der Regi­on zusam­men­ge­schlos­sen, ver­tre­ten durch die jewei­li­gen Bürgermeister.

Die Was­ser­preis­er­hö­hung von 0,75 Euro auf 0,80 Euro (ab Jän­ner 2009) wur­de in der Voll­ver­samm­lung beschlos­sen, mit einer ein­zi­gen Stimm­ent­hal­tung. Die kam aus Leobers­dorf und stamm­te von Vizebgm. Andre­as Ram­har­ter. Ins­ge­samt ist Was­ser ab 2009 um mehr als ein Drit­tel teu­rer als noch 2006!

Lis­te Zukunft-Bür­ger­meis­ter Anton Bosch hat sich vor eini­gen Jah­ren aus dem Ver­band zurück­ge­zo­gen, im Ärger: „Obwohl im WLV die Mehr­heit sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Bür­ger­meis­ter sind, konn­te ich kein sozia­les Gewis­sen erken­nen, auch nicht beim Obmann des Ver­ban­des, dem Trais­kirch­ner Vize­bür­ger­meis­ter Franz Gart­ner.“

Bosch fin­det es völ­lig unnö­tig, diver­se Inves­ti­tio­nen (z.b. Gebäu­de-Bau) sofort in bar zu bezah­len. „Man kann durch­aus auch län­ger­fris­tig zurück­zah­len, und hat dann immer genug Reser­ve! Man muss auf die Lage der Men­schen nur Rück­sicht neh­men WOLLEN, dann geht es! Aber schon unse­re Regie­rung hat Unfä­hig­keit bewie­sen, irgend­et­was gegen die Infla­ti­on zu tun, und im klei­nen Rah­men funk­tio­niert es eben auch nicht besser!“

Bosch will das rein wirt­schaft­lich nicht ver­ste­hen, denn: „Unser Ver­band ist in der glück­li­chen Lage, kein Was­ser zukau­fen zu müs­sen. Wir ver­kau­fen nur. Wir hät­ten es also in der Hand, ein­mal zu sagen, okay, wir set­zen die Gebüh­ren­er­hö­hun­gen eine Zeit­lang aus!“

Immer­hin waren zuletzt – 2006 – die Gebüh­ren um gleich 25 % hin­auf­ge­schnalzt worden.

Anton Bosch ver­weist auf das Gebüh­ren-Manage­ment in sei­ner Gemein­de Leobers­dorf: Hier wur­den seit 14 Jah­ren die Kanal­ge­büh­ren nicht erhöht. Das nöti­ge Geld wird durch vie­le neue Anschlüs­se her­ein­ge­bracht. Bosch abschlie­ßend: „Und außer­dem haben wir im Gemein­de­rat beschlos­sen, unse­ren Bedürf­ti­gen 75 Euro als Infla­ti­ons-Aus­gleich zu schen­ken. Und wenn da einer 15 Euro über der Ein­kom­mens­gren­ze liegt, dann bekommt er das Geld auch.“

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