Wasser für Lugada

Regel­mä­ßig orga­ni­siert der Wie­ner Neu­städ­ter Arbeits­kreis Welt­kir­che Arbeits­ein­sät­ze in Afri­ka, Asi­en und Latein­ame­ri­ka. Unse­re Grup­pe (2 Frau­en, 5 Män­ner im Alter zwi­schen 22 und 57 aus Ober­ös­ter­reich, Wien und Nie­der­ös­ter­reich) arbei­te­te im Juli 2008 an einem Was­ser­ver­sor­gungs­pro­jekt in Lud­u­ga (Distrikt Irin­ga, im süd­west­li­chen Hoch­land von Tan­za­nia) mit. In die­ser Regi­on muss vor allem in der von April bis Okto­ber dau­ern­den Tro­cken­zeit Was­ser in kilo­me­ter­wei­ten Fuß­mär­schen beschafft wer­den; die geplan­te Was­ser­lei­tung von einer Berg­quel­le bedeu­tet eine ent­schei­den­de Ver­bes­se­rung der hygie­ni­schen Bedin­gun­gen und der Lebensqualität.

Part­ner vor Ort war Father Ado Kay­an­da, der Pfar­rer von Lud­u­ga, der mit ein­hei­mi­schen Tech­ni­kern für Pla­nung und Durch­füh­rung des Bau­pro­jekts ver­ant­wort­lich zeich­ne­te. Die gan­ze Dorf­ge­mein­schaft – Män­ner und Frau­en – wirk­te an den Arbei­ten mit.

In den 3 Wochen unse­res Ein­sat­zes wur­den 2 Was­ser­tanks fer­tig­ge­stellt; alle Arbei­ten – vom Mate­ri­al­trans­port bis zum Beton­mi­schen – wur­den manu­ell durch­ge­führt. Aus der Natur konn­ten Sand und Stei­ne (die von Hand zer­klei­nert wur­den) als kos­ten­lo­se Res­sour­cen gewon­nen wer­den. Nichts wur­de ver­schwen­det, sogar die Nägel in den Ver­scha­lungs­bret­tern wur­den nach Gebrauch ent­fernt, und zur Wie­der­ver­wen­dung gera­de gehämmert. 

Wir führ­ten gemein­sam mit den Hel­fe­rIn­nen aus dem Dorf ein­fa­che Arbei­ten unter Lei­tung der ein­hei­mi­schen Fach­leu­te durch. Zusam­men­ar­beit und Begeg­nung auf „Augen­hö­he“, gegen­sei­ti­ges Ler­nen und Wert­schät­zung sind Grund­prin­zi­pi­en die­ser Pro­jekt­ein­sät­ze. Was Orga­ni­sa­ti­ons­ta­lent, Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein, Nach­hal­tig­keit und Arbeits­tech­ni­ken betrifft, konn­ten wir den Freun­den in Lud­u­ga jeden­falls eini­ges abschauen. 

Dass wir Rei­se- und Auf­ent­halts­kos­ten zur Gän­ze aus eige­ner Kas­se tru­gen, ver­steht sich von selbst; die vom Wie­ner Neu­städ­ter Arbeits­kreis und diver­sen ande­ren Spon­so­ren zur Ver­fü­gung gestell­ten Mit­tel (bis­lang rund 20.000 €) die­nen aus­schließ­lich der Finan­zie­rung der Wasserleitung.

Was uns dazu bewegt hat, Frei­zeit und Geld in einen Arbeits­ein­satz zu investieren? 

Es ist die Mög­lich­keit mit Men­schen ande­rer Kul­tur­krei­se direkt in Bezie­hung zu tre­ten: Gemein­sa­mes Arbei­ten, gegen­sei­ti­ger Aus­tausch, das Erle­ben von Gast­lich­keit und Groß­zü­gig­keit in zahl­lo­sen Ein­la­dun­gen und Fes­ten –und nicht zuletzt das Fuß­ball-Spie­len mit der Dorfjugend.

Unse­re Unter­stüt­zung für das Pro­jekt geht wei­ter – mit Lud­u­ga im Her­zen und – viel­leicht – einem wei­te­ren Besuch im kom­men­den Jahr.

Vor­trä­ge über den Ein­satz: in der Pfar­re St. Josef/Baden, Lees­dor­fer Haupt­stra­ße 74 statt:

Sonn­tag, 28. Sep­tem­ber, 10.15 (nach dem Got­tes­dienst) und Don­ners­tag, 16. Okto­ber, 19.00

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.