Frauen haben ein Drittel weniger

In Nie­ders­terreich ver­die­nen Frau­en 1.344 Euro brut­to. Im Raum Wie­ner Neu­stadt liegt ihr Median­ein­kom­men (=50 % haben monat­lich mehr, 50 % weni­ger). mit 1.282 Euro deut­lich dar­un­ter. Und: Sie haben – wie eh und je – gene­rell ein Drit­tel weni­ger als Mnner (1.923 Euro)

Das Jahr 2007, aus dem die­se Zah­len, die von der N Arbei­ter­kam­mer erho­ben wur­den, stamm­ten, war ein Jahr der Hoch­kon­junk­tur. Den­noch gab es im Bezirk Wie­ner Neu­stadt Ver­lus­te bei den Real­ein­kom­men aller Beschftig­ten um knapp 1 Pro­zent.

Weni­ger im Brsel

Am meis­ten betrof­fen waren davon bri­gens wie­der­um Frau­en, und zwar die Ange­stell­ten. Sie hat­ten, berech­net man die Infla­ti­on ein, am Ende des Monats 2,6 % weni­ger im Brsel als noch ein Jahr davor. Im Ver­gleich der 21 nie­ders­terrei­chi­schen Bezir­ke liegt Wie­ner Neu­stadt auf Platz 12 im Ein­kom­mens-Ran­king.

Dass Frau­en noch immer ein Drit­tel weni­ger ver­die­nen als Mnner, ist nicht nur auf die vie­len Teil­zeit arbei­ten­den Frau­en zurck­zufhren, sagt AK-Wirt­schafts­ex­per­tin MMag. Clau­dia Tscher­mut­ter bei der Prsen­ta­ti­on der AK-Ein­kom­mens­ana­ly­se.

Sche­re bei Top-Ein­kom­men

Und wei­ter: Auch die 10 Pro­zent der best­ver­die­nen­den Frau­en haben ein Drit­tel weni­ger als die 10 Pro­zent der best­ver­die­nen­den Mnner – und da geht es um Full­time-Jobs. Wie ist das mglich, wenn doch Kol­lek­tiv­ver­trge fr Mnner und Frau­en glei­cher­ma­en gel­ten?

Tscher­mut­ter: Da geht es um Prmi­en und Son­der­zu­la­gen, die die Mnner bekom­men. Da geht es um selbst­be­wuss­te­res Aus­ver­han­deln von Gehl­tern.

Auch Baby-Pau­sen kos­ten den Frau­en Geld. Frau­en, die nach einem Kind nicht mehr arbei­ten gehen, ver­lie­ren sta­tis­tisch 223.000 Euro an Ein­kom­men. Und selbst wenn sie wie­der ein­stei­gen, bleibt ihnen in ihrer Lebens­bi­lanz ein Ein­kom­mens­de­fi­zit von 106.000 Euro

Die For­de­run­gen der Arbei­ter­kam­mer zur Ver­bes­se­rung der Ein­kom­mens­si­tua­ti­on von Frau­en stellt Bet­ti­na Hei­se, AK-Vize­prsi­den­tin vor.

For­de­run­gen der AK

kein Fami­li­en­split­ting (= Ein­kom­men von Mann und Frau wer­den zusam­men­gezhlt, durch die Anzahl der Kpfe in einer Fami­lie divi­diert und danach besteu­ert. Kri­ti­ker sehen dar­in Vor­tei­le fr Allein­ver­die­ner)

mehr Bil­dungs­an­ge­bo­te (vie­le Frau­en drn­gen nach wie vor in nied­rig ent­lohn­te Tra­di­ti­ons-Beru­fe)

mehr ffent­li­che Kin­der­be­treu­ung (zur Ver­hin­de­rung des Kar­rie­re­knicks)

Stell­ten die neu­es­te Ein­kom­mens­ana­ly­se der Arbei­ter­kam­mer vor: von links Bet­ti­na Hei­se, Bri­git­te Adler und Clau­dia Tscher­mut­ter.

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