Vernissage fr Weihnachts(FR)esstische

Mein Weihnachts(FR)esstisch (beim ehe­ma­li­gen Eisen­ber­ger-Markt in der Unte­ren Was­ser­gas­se) stellt Hoff­nun­gen, Wnsche (und ngs­te) der oft wenig idyl­li­schen Rea­litt und den Fol­gen von exzes­si­vem Alko­hol­kon­sum gegen­ber.

24 Knst­le­rIn­nen aus Baden haben weih­nachts-und teil­wei­se kon­sum­kri­ti­sche Tische gestal­tet. Die Tische ste­hen als Kunst­ob­jek­te an ver­schie­de­nen Plt­zen in der Bade­ner Innen­stadt.

Das Pro­jekt „Weihnachts(FR)esstische“ wur­de von der Bade­ner Foto­gra­fin Sophie Lesch initi­iert und schliet an ihre frhe­ren Kunst-Aktio­nen im ffent­li­chen Raum (z.B. Engels­sth­le) an. Ver­nis­sa­ge fr das Pro­jekt im Advent 2008 ist am Mon­tag, dem 1. Dezem­ber, 18.30 Uhr (Haupt­platz). Es besteht die Mglich­keit, die ein­zel­nen Tische auf­zu­su­chen, auch die Knst­le­rIn­nen wer­den anwe­send sein.

Im Vor­feld hat die Akti­on – wie das bei Sophie Lesch nicht unge­whn­lich ist – fr hef­ti­ge Dis­kus­sio­nen gesorgt. Aus­gelst wur­de die Dis­kus­si­on durch die „wir badener“-Gemeindertin Chris­ti­ne Wit­ty, die das Kunst­pro­jekt auch im Hin­blick auf die aktu­el­le Wirt­schafts­kri­se kri­tisch sieht. Kon­sum­kri­tik anzu­brin­gen in Zei­ten, in denen die Wirt­schafts­trei­ben­den auf Kon­sum ange­wie­sen sei­en mehr denn je, sei frag­wr­dig. Noch frag­wr­di­ger ist fr Wit­ty aber die Tat­sa­che, dass das Kunst­pro­jekt noch dazu aus dem Topf fr „Wirt­schafts­frde­rung“ der Stadt Baden gefrdert wird. Ein Wider­spruch in sich, meint die streit­ba­re Gemein­der­tin.

Wie auch immer. Mit die­ser Dis­kus­si­on hat das Kunst­pro­jekt schon erreicht, was es beab­sich­tigt hat­te – eine Aus­ein­an­der­set­zung mit Weih­nach­ten abseits der „Idyl­le“.

Auch ich bin mit einem Tisch in der Unte­ren Was­ser­gas­se (ehe­mals Eisen­ber­ger-Markt) betei­ligt. Mei­ne Absicht war, das The­ma Gewalt ins Spiel zu brin­gen. Tat­sa­che ist, dass Frau­en­be­ra­tungs­stel­len und Frau­en­hu­ser gera­de um die Fei­er­ta­ge her­um Hoch­be­trieb haben.

In mei­nem „Brief ans Christ­kind“ (Tisch Nr. 20) bringt eine Frau ihren – nicht mate­ri­el­len – Weih­nachts­wunsch zu Papier. Die Tisch­ge­stal­tung lsst zwei Wel­ten auf­ein­an­der pral­len: das „schn auf­ge­putz­te“ Weih­nach­ten und die zer­stre­ri­sche Gewalt so man­cher (alko­ho­li­scher) Rea­litt.

Ich hof­fe, dass mein Tisch bei der einen oder ande­ren Punschht­te fr ein klei­nes Inne­hal­ten beim „Nach­schen­ken“ sorgt…

Ich bedan­ke mich bei Andrea Szle­zak (links) fr die unver­zicht­ba­re Mit­hil­fe bei der Gestal­tung mei­nes Weihnachts(FR)esstisches.

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