„Schauspielen hat man im Blut“

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Foto: Nick Albert

Sie spie­len die weib­li­che Haupt­rol­le im Film ber das Leben von Max Schme­ling, der welt­weit im Frhjahr 2010 in die Kinos kommt. Wie sind Sie denn zu die­ser Top-Rol­le gekom­men?
Susan­ne Wuest:
Im Herbst habe ich den deut­schen Regis­seur Uwe Boll ken­nen­ge­lernt um ber eine mgli­che Zusam­men­ar­beit zu spre­chen, der hat mir von sei­nen Plnen erzhlt, das Leben von Max Schme­ling und sei­ner Ehe­frau Anny Ondra ver­fil­men zu wol­len. Er hat ange­deu­tet, dass ich fr die­se Figur in Fra­ge kom­me. Ich habe dar­auf­hin das Leben von Anny Ondra recher­chiert und Uwe Boll mei­ne Vor­stel­lun­gen gesagt, wie ich die Figur anle­gen wrde. Und er hat mich enga­giert.

Das bedeu­tet fr Sie wohl den abso­lu­ten inter­na­tio­na­len Durch­bruch, der Film wird welt­weit in den Kinos zu sehen sein…
Wuest:
Ja, das freut mich auch sehr. Was mich noch mehr freut ist, dass zeit­gleich der dni­sche Art­house-Film The Secret Socie­ty of Fine Arts in die Kinos kom­men wird – pro­du­ziert von Lars von Trier. Auch hier spie­le ich eine Haupt­rol­le. Dass ich sowohl in einer kom­mer­zi­el­len Pro­duk­ti­on wie dem Max Schme­ling-Film als auch in Kunst und Inde­pen­dent Fil­men gleich­zei­tig bestehen kann – damit geht fr mich ein gro­er Wunsch in Erfllung.

Das haben Sie ja auch schon in Ant­ares, einem Oscar-nomi­nier­ten Film von Gtz Spiel­mann aus dem Jahr 2005 bewie­sen…
Wuest:
Ja, ich habe schon vie­le gute Kri­ti­ken bekom­men. Sowohl fr Film- als auch fr Bhnen­auf­trit­te. Und das, obwohl ich nie ein Schau­spiel­schu­le besucht habe!

Tat­schlich? Hat­ten Sie so gute Bezie­hun­gen?
Wuest:
Nein! Ich lege Wert dar­auf, dass ich alle mei­ne Rol­len nur durch Vor­spre­chen bekom­men habe. Auch mei­ne aller­ers­te am Volks­thea­ter.

Wie ging denn das?
Wuest:
Ich bin hin­ge­gan­gen und habe gefragt, ob ich vor­spre­chen darf. Und wur­de vom Regis­seur enga­giert.

Ohne Schau­spiel­schu­le?
Wuest:
Natrlich habe ich Bal­lett­un­ter­richt, Sprach- und Gesangs­aus­bil­dung gehabt – die Basics eben, ohne die es nicht geht. Es ist viel har­te Arbeit und viel Dis­zi­plin ntig. Ich habe bei jeder Pro­duk­ti­on neu dazu gelernt. Aber prin­zi­pi­ell glau­be ich, dass man das Schau­spie­len an sich im Blut hat wie das Kochen. Man kann es oder man kann es nicht. Und ich sage auch immer, dass man Schau­spie­len nicht unter­rich­ten kann – es ist eine Bega­bung, ein Talent, das man in sich haben muss.

Und das wuss­ten Sie schon immer, dass Sie die­ses Talent haben?
Wuest:
Ich war immer aus gan­zem Her­zen dabei. Wir alle leben rela­tiv kurz und wir soll­ten das machen, was uns begeis­tert – mit aller Kon­se­quenz. Ich war immer flei­ig, hat­te nie eine Dis­co-Pha­se. Ich habe auch die Schu­le immer der Schau­spie­le­rei unter­ge­ord­net. Es ist mir auch nie ums Geld gegan­gen oder um Kar­rie­re. Ich habe ein­fach getan, wozu ich mich gebo­ren fhl­te. Wie es aus­sieht, hat es geklappt.

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