„Henry Maske war ein ganz lieber Kollege!“

Anny09_09susannewuestDie ehe­ma­li­ge BORG-Schle­rin Susan­ne Wuest (Bild) stand sie­ben Wochen lang mit Box-Star Hen­ry Mas­ke vor der Kame­ra. Gedreht wur­de ein Film ber das Leben von Box-Legen­de Max Schme­ling (1905 – 2005), in dem Susan­ne Wuest die weib­li­che Haupt­rol­le (Schme­lings Ehe­frau Anny Ondra) spielt. Der Film star­tet im Frhjahr 2010 welt­weit in den Kinos – und wird die jun­ge Schau­spie­le­rin aus unse­rer Regi­on berhmt machen. Ein Inter­view zum Dreh­schluss.

Was ist Ihnen von den Dreh­ar­bei­ten am strks­ten in Erin­ne­rung?
Susan­ne Wuest: Es war eine tol­le Zeit, mit wun­der­vol­len Men­schen. An einem Tag hat­ten wir 900 Sta­tis­ten am Set. Es ist eine unglaub­li­che Leis­tung, 900 Men­schen in ein Kostm von 1930 zu ste­cken, noch dazu waren alle sehr gut auf­ge­legt!

Hen­ry Mas­ke ist ja Schau­spiel-Ama­teur. Wie war es, mit ihm zu arbei­ten?
Wuest: Ich habe das ers­te Mal mit einem Nicht-Schau­spie­ler gear­bei­tet. Fr mich ist das aber kein gro­er Unter­schied. In dem Moment, in dem jemand in Kostm und Mas­ke vor mir steht, ist er mein voll­wer­ti­ger Part­ner, – egal wel­che Vor­ge­schich­te er hat. Das wich­tigs­te ist, dass jemand das wirk­lich will und offen dafr ist. Hen­ry war gro­ar­tig, und es war eine Freu­de zuzu­se­hen, wie schnell er Fort­schrit­te gemacht hat. Das war unglaub­lich. Das war vom ers­ten Moment an ein krea­ti­ves Mit­ein­an­der. Das muss ihm ein­mal jemand nach­ma­chen: sich in das Leben eines ande­ren zu ver­set­zen – egal wel­che Par­al­le­len es da geben mag, ein Script zu ler­nen, sich auf einen Film­dreh mit allem, was dazu­gehrt, ein­zu­las­sen (das ist ja nicht gera­de ein Spa­zier­gang) und durch­zu­hal­ten. Am Ende war es, als htte er nie etwas ande­res gemacht. Ich wei nicht, ob mir zusteht das zu sagen: Aber letzt­end­lich ist es sei­ne eige­ne Leis­tung – und ich bin sehr, sehr stolz auf ihn.

Wie lan­ge dau­ert ein Dreh­tag?
Wuest: Manch­mal von frh bis spt – und auch wenn alles per­fekt orga­ni­siert war, die War­te­zei­ten dazwi­schen knnen hart sein. Aber die­se Men­schen waren gro­ar­tig. Als alle fr eine Sze­ne zu applau­die­ren begon­nen haben und ehr­frch­tig auf­ge­stan­den sind und die­se Begeis­te­rung alle gleich­zei­tig mit­ge­ris­sen hat – das war unglaub­lich bewe­gend.

Was sind Ihre nchs­ten Plne?
Wuest: Es pas­sie­ren gera­de sovie­le gro­ar­ti­ge Din­ge gleich­zei­tig – Mei­ne Plne ndern sich jeden Tag!

Haben Sie noch Kon­takt zu ehe­ma­li­gen Schul­kol­le­gIn­nen, zum Bei­spiel aus dem BORG Wr. Neu­stadt?
Wuest: Ja, den habe ich. Eine gute Hand­voll ehe­ma­li­ger Schul­kol­le­gen sind heu­te enge Freun­de – und selbst wenn ich die meis­ten davon nur sel­ten hre und lei­der noch sel­te­ner sehe – mit einem Men­schen, dem man wirk­lich nahe steht, ndert sich die Ver­traut­heit nicht durch Ent­fer­nung. Wenn man jeman­dem nahe blei­ben mch­te, dann ist man das auch, selbst wenn dazwi­schen acht Stun­den Zeit­un­ter­schied und vie­le tau­sen­de Kilo­me­ter lie­gen.

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