200 pfiffen auf Gewalt

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200 demons­trier­ten am Wie­ner Neustd­ter Haupt­platz gegen Gewalt

Rie­sen-Pfeif­kon­zert am Haupt­platz: Am 25. Novem­ber demons­trier­ten in Wie­ner Neu­stadt rund 200 Men­schen gegen Gewalt.

In der All­zeit Getreu­en gibt es eini­ge Ein­rich­tun­gen, die gegen­steu­ern: die Frau­en­be­ra­tungs­stel­le Wen­de­punkt, das Gewalt­schutz­zen­trum (gegen hus­li­che Gewalt), das Frau­en­haus fr geschla­ge­ne Frau­en, das Wohn­heim fr obdach­lo­se Frau­en Wei­ber­wirt­schaft, die Jugend­be­ra­tungs­stel­le Auf­trieb.
Eine Not­wen­dig­keit
Gewalt­prven­ti­on ist kein Luxus, son­dern gesell­schaft­lich not­wen­dig, sag­te Brger­meis­ter Bern­hard Mller an die­sem Akti­ons­tag, der die noch bis 10. Dezem­ber dau­ern­den Tage gegen Gewalt ein­lei­te­te.
Gewalt­schutz­zen­trum ist 10
DSA Mag. Ange­li­ka Este­rer vom Gewalt­schutz­zen­trum, das jetzt 10. Geburts­tag fei­er­te, sieht gera­de in Wie­ner Neu­stadt noch eher gerin­ge Sen­si­bi­litt im Bereich der hus­li­chen Gewalt: 82 Gewalt-Opfer wur­den heu­er im Gewalt­schutz­zen­trum bereits betreut. Das klingt viel, ist aber wenig im N‑Schnitt, meint Este­rer.
In Std­ten mit einer hohen Sen­si­bi­litt haben wir mehr Kli­en­ten und Kli­en­tin­nen, mehr Weg­wei­sun­gen und Betre­tungs­ver­bo­te nach dem Gewalt­schutz­ge­setz. Zum Ver­gleich in St. Plten 104 und aus dem Raum Baden kamen heu­er schon 127 zur Bera­tung.
Im Frau­en­haus fr geschla­ge­ne Frau­en wur­den heu­er 14 Frau­en und ihre Kin­der betreut.
Trau­ma-Zen­trum geplant
In der Bera­tungs­stel­le Wen­de­punkt gab es im Vor­jahr rund 2100 Gesprche mit 1500 ver­schie­de­nen Frau­en.
Die Wen­de­punkt-Frau­en arbei­ten der­zeit am Kon­zept fr ein Psy­cho­the­ra­pie­zen­trum fr Trau­ma­ti­sier­te. Denn: Gewalt tut weh, macht Angst, erhht die Sui­zid-Gefahr, strt das sexu­el­le Emp­fin­den, sie ver­ur­sacht Depres­sio­nen, Schlaf­strun­gen und Selbst­wert-Pro­ble­me, meint Mag. Eli­sa­beth Cinatl vom Wen­de­punkt.
In der erst krz­lich erff­ne­ten Wei­ber­wirt­schaft, einem Wohn­heim fr obdach­lo­se Frau­en, sei­en in den ers­ten Wochen bereits sechs Frau­en und drei Kin­der auf­ge­nom­men wor­den – oft nach Tren­nun­gen vom Part­ner, wei Obfrau Eva Eig­ner.
Noch viel zu tun
Die Tage gegen Gewalt neh­men die Exper­tIn­nen und Poli­ti­ke­rIn­nen zum Anlass, For­de­run­gen nach mehr Geld fr die Bera­tungs­stel­len zu erhe­ben: Ange­regt wur­de fr Wie­ner Neu­stadt auer­dem eine Not­schlaf­stel­le fr Mdchen und Frau­en, die von einer Zwangs­ver­hei­ra­tung bedroht sind, und eine Mnner­be­ra­tung, denn: Gewalt­op­fer sind zu 80 Pro­zent Frau­en, und die Tter sind zu 95 % Mnner, die eben­falls Hil­fe brau­chen wrden.

Die fol­gen­den Bil­der zei­gen – in gelb – die Frau­en der Frau­en­be­ra­tungs­stel­le Wen­de­punkt und Ver­tre­te­rin­nen aller Bera­tungs­ein­rich­tun­gen mit Bgm. Bern­hard Mller, Stadtrtin Isa­bel­la Siedl, Lan­desrtin Karin Schee­le und Gewerk­schaf­te­rin Chris­ta Bogath

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