Blauer Brief fr den Wirt im „Colibri“

SNV18809Seit Okto­ber 2008 hat Rudi Thon­hau­ser (Bild) das Tra­di­ti­ons­lo­kal Coli­bri in der Neun­kirch­ner Strae gef­hrt. Per 4. Dezem­ber muss er raus.

Im Coli­bri in der Neun­kirch­ner Strae hat Wirt Rudi Thon­hau­ser Brie­fe fr sei­ne Kund­schaft auf­ge­legt: Schwe­ren Her­zens tei­le ich Ihnen mei­nen Rck­zug mit. Es war ein schnes Jahr! steht dar­auf. Im Gesprch mit den WNN meint Thon­hau­ser, dass er vori­ge Woche per ein­ge­schrie­be­nem Brief ber­ra­schend die Kndi­gung bekom­men habe. Ich bin mensch­lich schwer ent­tuscht.
Rudi Thon­hau­ser hat­te den Gas­tro-Betrieb in einem Lokal, das der Gemein­de gehrt, von Ing. Man­fred Kainz gepach­tet.
Kainz bedau­ert, dass er Thon­hau­ser kndi­gen muss­te. Aber er weist dar­auf hin, dass der Coli­bri-Wirt sei­nen Zah­lungs­ver­pflich­tun­gen nur schlep­pend nach­ge­kom­men sei. Vor Gericht wur­de ein Ver­gleich aus­ge­han­delt, dem­zu­fol­ge Thon­hau­ser bis August sei­ne Schul­den in Raten abzah­len htte sol­len. Das geschah nicht. Ich habe aus mensch­li­chen Regun­gen her­aus die Zah­lungs­fris­ten immer wie­der verln­gert, aber irgend­wann ist Schluss. Ich muss ja auch mei­ne Mie­te an die Gemein­de zah­len.
Mit der Gemein­de hat Kainz einen Haupt­miet­ver­trag, den er von sei­ner Mut­ter ber­nom­men hat. Seit 30 Jah­ren wird das Coli­bri von der Fami­lie Kainz betrie­ben, bis 2000 stand Man­fred Kainz selbst im Lokal, das es in Wie­ner Neu­stadt schon seit den 1930er-Jah­ren gibt. Nach dem pltz­li­chen Tod der Vorp­ch­te­rin im Vor­jahr wur­de das Lokal an Rudi Thon­hau­ser, einen erfah­re­nen Gas­tro­no­men ver­pach­tet. Die Gemein­de als Haus­be­sit­zer habe auf die­se Ver­pach­tun­gen kei­nen Ein­fluss, so lan­ge das Coli­bri als Caf Bis­tro wei­ter­gef­hrt wird. Lei­der, heit es dazu aus dem Rat­haus.
Es geht naht­los wei­ter
Das Coli­bri wird – so Kainz – auch wei­ter als Caf Bis­tro gef­hrt. Und zwar mglichst naht­los. Ob bereits mit dem neu­en Pch­ter oder inte­ri­mis­tisch von ihm selbst, konn­te Kainz zu Redak­ti­ons­schluss noch nicht sagen. Es sei­en noch Details zu klren. Wich­tig ist Kainz auch zu beto­nen, dass er kein Inter­es­se dar­an habe, sei­ne Pch­ter finan­zi­ell aus­zu­sau­gen. Sie bekom­men ein bes­tens ein­gef­hr­tes und kom­plett ein­ge­rich­te­tes Tra­di­ti­ons­lo­kal in der Innen­stadt. Bedin­gun­gen, die auch Herr Thon­hau­ser vor­ge­fun­den hat.

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