Anti-Gewalt-Suppe frs Wr. Neustdter Frauenhaus

Landegg keine Gewalt 2347 (3)

GGR Elvi­ra Schmidt lud die Teil­neh­me­rIn­nen nach der Podi­ums­dis­kus­si­on zu Sup­pen sechs ver­schie­de­ne stan­den zur Aus­wahl – und Mehl­spei­sen bei frei­en Spen­den ein. Der Erls wird dem Frau­en­haus Wr. Neu­stadt berg­eben!

Gewalt hat vie­le Gesich­ter phy­si­sche, psy­chi­sche und sexu­el­le Gewalt gegen Frau­en gibt es noch immer. Damit drfen wir uns nicht abfin­den, sind sich die Dis­ku­tie­ren­den, LRin Mag. Karin Schee­le, DPGKS Anne­lie­se Erdemgil-Brand­stt­ter und BFV GGR Elvi­ra Schmid einig.

In ihrem Anfangs­state­ment ging LRin Karin Schee­le auf die Ent­ste­hung der inter­na­tio­na­len 16 Tage gegen Gewalt an Frau­en ein: Der Beginn der inter­na­tio­na­len Tage gegen Gewalt an Frau­en, der 25. Novem­ber, ist jener Tag, an dem infol­ge poli­ti­scher Gewalt in der Domi­ni­ka­ni­schen Repu­blik drei Schwes­tern heimtckisch ermor­det wur­den.

Gewalt im fami­li­ren Umfeld sei laut WHO einer der zen­tra­len Risi­ko­fak­to­ren fr die Gesund­heit von Frau­en, so Schee­le: Gewalt ver­ur­sacht viel­fl­ti­ge gesund­heit­li­che Akut- und Lang­zeit­fol­gen und ist vor allem eine Spi­ra­le, aus der sich Betrof­fe­ne und Kin­der nur schwer lsen knnen.

Als ers­te haben oft vor allem rtzIn­nen und Mit­ar­bei­te­rIn­nen in Kran­ken­hu­sern Kon­takt mit von Gewalt betrof­fe­nen Frau­en und Kin­dern: Wir for­dern daher, dass der Umgang mit Gewalt­op­fern fixer Bestand­teil der Aus­bil­dung der Gesund­heits­be­ru­fe wer­den soll. Damit Beschftig­te im Gesund­heits­we­sen einer­seits den Opfern bes­ser zur Sei­ten ste­hen knnen, aber auch zum Selbst­schutz. Denn fr alle, die in die­sen Berei­chen arbei­ten, besteht auch immer die Gefahr der sekund­ren Trau­ma­ti­sie­rung, fhrt Karin Schee­le, Lan­desrtin fr Gesund­heit, Sozia­les und Jugend­wohl­fahrt aus.

DPGKS Anne­lie­se Erdemgil-Brand­stt­ter, die seit vie­len Jah­ren Frau­en in der Frau­en­be­ra­tungs­stel­le Kas­san­dra in Mdling betreut, bit­tet vor allem, nicht weg­zu­se­hen, und Zivil­cou­ra­ge zu zei­gen: Vie­le Frau­en spre­chen aus Scham- oder sogar aus Schuld­gef­h­len bzw. aus Angst vor wei­te­rer Gewalt nicht ber die wah­ren Grn­de ihrer Ver­let­zun­gen und/oder psy­cho­so­ma­ti­schen Erkran­kung. Dar­um ist es not­wen­dig, Gewalt als Ursa­che in Betracht zu zie­hen und auch direkt anzu­spre­chen, berich­tet sie aus ihren Erfah­run­gen.

Kin­der lei­den am meis­ten dar­un­ter, wenn Eltern nur strei­ten oder sogar Gewalt im Spiel ist und damit sym­bo­li­siert wird, mei­ne Mut­ter ist nichts wert, ergnz­te die Bezirks­frau­en­vor­sit­zen­de GGR Elvi­ra Schmidt – sie ist Leh­re­rin in einer Haupt­schu­le und fr die Kin­der­be­treu­ungs­ein­rich­tun­gen in der Gemein­de Pot­ten­dorf zustndig und merkt in ihrem Arbeits­um­feld, dass Gewalt immer mehr zunimmt. Wir sehen oft nur, dass Frau­en alle paar Mona­te den Job wech­seln. Beim genaue­ren Hin­se­hen, mer­ken wir, war­um das so ist, so Bgm. Gise­la Stro­bl, die im Beschfti­gungs­pro­jekt Start­bahn in Bad Vslau oft mit den Fol­gen hus­li­cher Gewalt gegen Frau­en kon­fron­tiert ist: Wenn Gewalt im Spiel ist, sind die Frau­en natrlich oft krank oder knnen mit einem blau­en Auge nicht arbei­ten gehen. Gise­la Stro­bl hat an einer Aus­bil­dung teil­ge­nom­men, damit sie mit betrof­fe­nen Frau­en bes­ser umge­hen kann. Denn die Ver­let­zun­gen sind nicht nur uer­lich sie gehen viel tie­fer ist die Poli­ti­ke­rin tief betrof­fen.

Wich­tig sei der Umgang der Gesell­schaft mit Gewalt gegen Frau­en so setzt SP-Lan­des­frau­en­geschftsfhre­rin Anne­ma­rie Mit­ter­leh­ner setzt auf Prven­ti­on: Die SP-Frau­en for­dern des­halb Rah­men­be­din­gun­gen, damit nie­mand in die Lage kommt, aus Scham, Angst oder finan­zi­el­ler Abhn­gig­keit in einer der­ar­ti­gen Bezie­hung ver­har­ren zu mssen. Denn die grte Sor­ge sei in vie­len Fllen gleich: Was geschieht, wenn ich mich tren­ne? Schaf­fe ich das finan­zi­ell?

Ergn­zend dazu sei­en in Nie­ders­terreich flchen­de­ckend, fle­xi­ble und leist­ba­re Kin­der­be­treu­ungs­ein­rich­tun­gen, auch fr unter 2,5‑Jhrige not­wen­dig die­se sol­len fr die Bezie­he­rIn­nen von klei­nen und mitt­le­ren Ein­kom­men kos­ten­los sein, so Mit­ter­leh­ner: Aber auch die Heim­lich­tue­rei bei den Ein­kom­men in ster­reich muss ein Ende haben. Denn die­se Geheim­nis­krme­rei fhrt zu unglei­chen Lhnen und Gehl­tern zwi­schen Frau­en und Mnnern und dazu, dass Frau­en aus finan­zi­el­len Grn­den in einer unzu­mut­ba­ren Abhn­gig­keit ver­har­ren, so Mit­ter­leh­ner abschlie­end.

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