Kunstfehler vermeiden

Bei einer Ope­ra­ti­on im Lan­des­kli­ni­kum Wr. Neu­stadt wur­de ein Teil im Krper des Pati­en­ten ver­ges­sen. Er bekam groe Schmer­zen, muss­te neu­er­lich ope­riert wer­den. Jetzt geht es ihm gut, er will wei­ter kei­nen Wir­bel. Doch sein Fall wirft wie­der ein­mal Fra­gen auf, die der­zeit im Gesund­heits­we­sen hef­tig dis­ku­tiert wer­den.

Laut Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on WHO gibt es bei jeder 10. Ope­ra­ti­on Pro­ble­me. Feh­ler wer­den auch sei­tens der rzte­schaft grund­st­zlich nicht bestrit­ten.
Wie man aber aus Feh­lern ler­nen kann, dar­ber wird der­zeit auch im N Spi­tals­we­sen dis­ku­tiert. Denn ein aus­sa­ge­krf­ti­ges Qua­litts­ma­nage­ment gibt es einst­wei­len nur in Anst­zen, sagt der Pati­en­ten­an­walt. Im wesent­li­chen kon­trol­liert sich das Sys­tem der­zeit sel­ber.
Der Pati­en­ten­an­walt
Wer glaubt, Opfer eines rzt­li­chen Kunst­feh­lers gewor­den zu sein, kann sich ent­we­der an die Schieds­stel­le der rzte­kam­mer wen­den oder an den N Pati­en­ten­an­walt Dr. Gerald Bachin­ger.
Er sagt zu den Wie­ner Neustd­ter Nach­rich­ten: Im N‑Schnitt beschwer­te sich im Jahr 2008 einer von 997 Spi­tals­pa­ti­en­ten. In gre­ren Spit­lern ist aus ver­schie­de­nen Grn­den die Beschwer­de­zahl hher als in klei­nen. Etwa ein Vier­tel bis zu einem Drit­tel aller Beschwer­den sind ech­te Scha­dens­flle.
Die Dun­kel­zif­fer der rzt­li­chen Kunst­feh­ler, die nie gemel­det wer­den, sei aber sicher hher, meint Bachin­ger. Laut inter­na­tio­na­len Stu­di­en msse man die bekannt gewor­de­nen Scha­dens­flle mal 30 mul­ti­pli­zie­ren.
Die Platt­form Pati­en­ten­si­cher­heit tritt fr ein Umden­ken ein: Statt rzt­li­che Feh­ler zu ver­tu­schen oder zu bestra­fen, sol­le man ver­su­chen aus ihnen zu ler­nen, um sie knf­tig zu ver­mei­den. Vor­aus­set­zung dafr sei eine offe­ne Dis­kus­si­on ber mgli­che Feh­ler­quel­len.
Qua­litt wei­ter ver­bes­sern
Die N Lan­des­kli­ni­ken-Hol­ding, Betrei­be­rin auch des Spi­tals in Wie­ner Neu­stadt, ber­legt der­zeit die schritt­wei­se Einfhrung eines inter­na­tio­nal renom­mier­ten Qua­litts­ma­nage­ments im OP-Bereich. Der­zeit wer­den gemein­sam mit inter­na­tio­na­len Exper­ten Ablu­fe ana­ly­siert. Dies konn­te auch von Spi­tals-Besu­chern beob­ach­tet wer­den. Sie wun­der­ten sich, dass hin­ter einem Kran­ken­pfle­ger ein Mann mit Stopp­uhr ging…
ber­las­te­te rzte?
Immer wie­der ein Dis­kus­si­ons­punkt ist auch die ber­las­tung der rztIn­nen. Es gebe Ope­ra­tio­nen wie am Flie­band, berich­ten Pati­en­tIn­nen. Mde rzte machen mehr Feh­ler, schil­dert Dr. Gerald Bachin­ger die Zwickmh­le. Ande­rer­seits fhren zu hufi­ge Schicht­wech­sel und berg­a­ben eben­falls zu Feh­lern! Hier sei beson­ders viel Fin­ger­spit­zen­gef­hl gefragt.
Am Wie­ner Neustd­ter Spi­tal trat nun eine neue Arbeits­zeit­re­ge­lung der Spi­tals­rz­te in Kraft, die zwi­schen rzte­kam­mer und Lan­des­kli­ni­ken-Hol­ding aus­ge­strit­ten wur­de. Am Lan­des­kli­ni­kum Wie­ner Neu­stadt gibt es nach­weis­lich kei­ne ber­las­tung der rzte, so der rzt­li­che Direk­tor Prim. Univ.-Doz. Dr. Paul Chris­ti­an Hajek. Mit der neu­en Betriebs­ver­ein­ba­rung ist es gelun­gen, den Weg zum Woh­le der Pati­en­ten und Mit­ar­bei­ter fort­zu­set­zen, ist Hajek stolz.
4000 Ope­ra­tio­nen im Jahr
Etwa 4000 chir­ur­gi­sche Ein­grif­fe gibt es pro Jahr in Wie­ner Neu­stadt, die Zahl ist seit Jah­ren kon­stant. Im letz­ten Jahr muss­te kei­ne ein­zi­ge Ent­sch­di­gungs­leis­tung von der Ver­si­che­rung des Kli­ni­kums aus­be­zahlt wer­den. Zwei alte Lang­zeit­flle sind noch aus Zei­ten vor der ber­nah­me bekannt.
Im Jnner stellt die Lan­des­kli­ni­ken-Hol­ding die neu­en inter­na­tio­na­len Qua­litts­stan­dards im Rah­men einer Pres­se­kon­fe­renz der ffent­lich­keit vor.

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