Ballmode 2010: Weiblichkeit ist „in“

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„Kla­re Lini­en“ und Top-Qua­li­tät domi­nie­ren die Ball-Gar­de­ro­ben der Sai­son 2010, sagt die Vös­lau­er Mode-Desi­gne­rin Bir­git Indra (rechts im Bild). Und sie gibt Tipps, wie man und frau heu­er gute Figur auf dem Tanz­par­kett machen.

„Die Wirt­schafts­kri­se schlägt sich auch in der Mode nie­der“, betont die Mode­schöp­fe­rin im Gespräch mit der Bade­ner Rund­schau. „Tra­di­ti­ons­be­wusst­sein, blei­ben­de Wer­te, Reduk­ti­on auf das Wesent­li­che und lang­le­bi­ge Qua­li­tät bestim­men die aktu­el­len Modetrends.“
Weib­lich­keit gefragt
Die aktu­el­le Ball­mo­de ist daher von kla­ren Lini­en geprägt: Frau trägt wie­der „Weib­lich­keit“: schma­le Tail­le, flie­ßen­de, wei­te Röcke, rich­ti­ge „Ball­ro­ben“, Cor­sa­gen, Drap­pie­run­gen, kräf­ti­ge Far­ben wie Lila, Rot, Gelb, Grün und Blau. Dane­ben darf es auch glit­zern (die 80er las­sen grü­ßen!): Pai­let­ten und Metal­lic, durch­aus auch all over. Ach­tung: „Weni­ger ist Mehr“ – ent­we­der Glit­zer und schlich­ter Schnitt, oder auf­wen­di­ge Lini­en­füh­rung, dafür aber kein oder nur wenig Glit­zer! Übri­gens: „Rug­by-Schul­tern“ á la „Den­ver­clan“ sind nicht ange­sagt – die Schul­tern wer­den ledig­lich betont, das heißt durch Schnitt­füh­run­gen schwung­voll optisch erhöht, oder gezo­ge­ne Ärmel oder Fal­ten­dra­pie­run­gen zie­hen das Auge des Betrach­ters dar­auf. Schul­ter­pols­ter ja, aber nicht um extrem wie vor 30 Jah­ren zu ver­brei­tern, son­dern maxi­mal um zu erhö­hen. „Out sind kur­ze Klei­der – auch auf einem Bezirks- oder Stadt­ball, lie­ber ein schlich­tes, schma­les, aber lan­ges Kleid als ein knie­kur­zes Cock­tail­kleid,“ ver­rät Bir­git Indra.

Dress­code beach­tenEin Hil­fe bei der Aus­wahl des rich­ti­gen Ball­out­fits fin­det sich auf bei­na­he jeder Ball­kar­te in Form eines Dress­codes, also einer Bekleidungsvorschrift.
Gro­ße Abend­ro­be bedeu­tet für die Dame ein präch­ti­ges lan­ges und „wei­tes“ Abend­kleid. Ent­spre­chend fest­lich fällt das Make-up, die Fri­sur und die Wahl der Acces­soires aus.
Abend­kleid bedeu­tet ein­fa­cher, aber für einen Ball trotz­dem lan­ge Klei­der. Auch die Schu­he soll­ten dem Anlass und der Loca­ti­on ent­spre­chen – mit Stra­ßen­schu­hen durch exklu­si­ve Ball­räum­lich­kei­ten zu fla­nie­ren ist unpassend.
Frack mit Deko­ra­ti­on deu­tet auf einen beson­ders exklu­si­ven Bal­le­vent hin, par­al­lel dazu ist meist auch Gala­uni­form erlaubt. Smo­king bit­te immer mit Flie­ge und Lack­schu­hen tra­gen! „Abend­an­zug mit Kra­wat­te ist unpas­send – wenn dunk­ler Anzug erlaubt ist, dann zumin­dest mit Masche“, meint die Mode-Expertin.
Für Trach­ten­bäl­le gilt das Glei­che: Dem Anlass ent­spre­chend Fest­tracht aus Sei­de für Sie, ele­gan­ter Fest­tags­rock oder Ori­gi­nal­jan­ker für Ihn. Ein Tipp bei Unsi­cher­heit: weni­ger ist meist mehr, schlicht und ele­gant fällt sel­ten aus dem Rahmen.

 

Per­fek­te Fri­su­ren sind „in“
Auch punk­to Fri­su­ren zeich­net sich eine genau defi­nier­te Linie ab: „Frau“ legt wie­der mehr Wert auf per­fek­te Fri­sur, neben kunst­vol­len Hoch­steck­fri­su­ren sind Locken ein gro­ßer Trend. Wenn kei­ne Steck­fri­sur, dann zumin­dest ein per­fekt geschnit­te­ner, gestyl­ter, modi­scher Haarschnitt.
Die Bad Vös­laue­rin Bir­git Indra ist seit 15 Jah­ren selb­stän­di­ge Mode­de­si­gne­rin – ein gro­ßer Teil ihrer Arbeit besteht aus Beob­ach­ten, Ana­ly­sie­ren, Trends Abschät­zen und dem Umset­zen in kleid­sa­me Mode.
Sie emp­fiehlt allen, die ger­ne auf Bäl­le gehen, „lie­ber drei, vier per­fekt sit­zen­de Basis­mo­del­le – durch­aus auch wie­der maß­an­ge­fer­tigt – als ein Kas­ten vol­ler bil­li­ger „Fet­zen“. „Die Weg­werf-Phi­lo­so­phie ist out!“ sagt Bir­git Indra abschließend.

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