Die Armutsfalle schnappt zu

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Vor zwei Jah­ren htte man Ingrid Kerschbau­mer (44) noch dem Mit­tel­stand zuge­rech­net. Die Teil­zeit-Ver­ku­fe­rin bewohn­te mit Mann und Kind ein Ein­fa­mi­li­en­haus. Dann kam die Schei­dung…

Die Frau ber­sie­del­te 2007 mit Toch­ter, zwei Hndchen und Hab und Gut in eine 41 Qua­drat­me­ter klei­ne Genos­sen­schafts­woh­nung im Kriegs­spi­tal. Nur eine berg­angsls­ung, dach­te sie damals noch opti­mis­tisch. Vor einem Jahr ver­lor sie aber ihre Arbeit. Nun lebt sie mit Kind – alle Leis­tun­gen zusam­men­ge­rech­net – von 940 Euro monat­lich. Die Mie­te allein kos­tet 223 Euro. Die Frau muss elek­trisch hei­zen, da der Holz­ofen an der vor­ge­se­he­nen Stel­le kei­nen Platz hat. Doch mit Strom hei­zen ist teu­er. Und jeder Euro mehr tut der Frau weh.
Etwas schwarz dazu­ver­die­nen kann sich die Frau auch nicht, da sie vom AMS in einen Vor­mit­tags-Kurs zum The­ma Pers­n­lich­keits­ent­wick­lung gesteckt wur­de – zur ein­zi­gen Zeit, wo sie arbei­ten knn­te.
Und ein neu­er Teil­zeit-Job, der mehr ein­bringt als die Not­stands­hil­fe, ist auf­grund ihrer Kin­der­be­treu­ungs­pflich­ten erst gar nicht in Sicht…
Ingrid Kerschbau­mer ist ein typi­sches Bei­spiel, wie Men­schen ruck-zuck in die Armut schlit­tern knnen. Eine Ent­wick­lung, der die EU heu­er mit dem Jahr der Armuts­bekmp­fung gegen­steu­ern will.
Auch WN Aktiv-Mann Wolf­gang Haber­ler und Bgm. Mller haben zuletzt dar­auf hin­ge­wie­sen, dass auch in Wie­ner Neu­stadt der Mit­tel­stand gef­hr­det ist. Whrend Haber­ler auf ster­reich zuerst setzt, pro­kla­mier­te Stadt­chef Mller in sei­ner Zukunfts­re­de vori­ge Woche die soli­da­ri­sche Gesell­schaft.

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