„Wir denken tglich an Elvis“

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Adi Frba­cher aus Wie­ner Neu­stadt mit sei­nen alten Elvis-Plat­ten

Was haben Bruce Springste­en, die Beat­les, U2 und Rob­bie Wil­liams gemein­sam? Sie sind erklr­te Elvis Pres­ley-Fans, wei Man­fred Brod­trger aus Wie­ner Neu­stadt, der tglich an Elvis denkt. Er betreibt die grte ster­rei­chi­sche Elvis-Inter­net­sei­te. Und er ist in unse­rer Regi­on lngst nicht der ein­zi­ge glhen­de Fan des King, der am 8. Jnner 75 Jah­re alt gewor­den wre.

So zum Bei­spiel ist fr Adi Frba­cher (62), den ehe­ma­li­gen Sport­re­dak­teur der Wie­ner Neustd­ter Nach­rich­ten, Elvis der Grte aller Zei­ten, grer als Micha­el Jack­son.
Der Grte aller Zei­ten!
Dies vor allem des­halb, weil er sowohl Schmu­se-Songs, Weih­nachts­lie­der als auch Rock n’Roll per­fekt inter­pre­tier­te. Ich habe zwei CD-Play­er, sagt Adi, und in einem davon liegt sicher immer ein Elvis. Die WNN haben vor Ort nach­ge­schaut. Aktu­ell liegt dreht sich bei Adi Frba­cher der Schmu­se­song Are You Lone­so­me Ton­ight. Ganz im Elvis-Him­mel schweb­te Adi in den frhen 1960er-Jah­ren. Als ich 15 war, 1962, beka­men wir unse­ren ers­ten Fern­se­her – in Schwarz-Wei. Ich habe alle Elvis-Fil­me, die damals aus­ge­strahlt wur­den, gese­hen. Und das waren nicht weni­ge. Zwi­schen 1960 und 1969 dreh­te der King immer­hin 27 sei­ner ins­ge­samt 33 Fil­me, vor allem Musik­kom­di­en. Zu jedem Strei­fen erschien ein Sound­track­al­bum. Adi erin­nert sich an die Zeit, als die Elvis-Schall­plat­ten auf den Markt kamen. Ein Freund war damals Instal­la­teur-Lehr­ling und ver­dien­te 32 Schil­ling in der Woche. Eine LP kos­te­te 24 Schil­ling – das war viel Geld. Auch ich habe immer flei­ig gespart, um mir die neu­es­ten Verffent­li­chun­gen leis­ten zu knnen! Dass am 16. August 1977 die Schlag­zei­le Der King ist tot welt­weit auf den Zei­tun­gen stand, kam fr Adi aller­dings nicht ber­ra­schend. Der begeis­ter­te Sport­ler konn­te den Ver­schwrungs­theo­ri­en, dass Elvis sich ein­fach nur zurck­zie­hen woll­te und sein Tod vor­ge­tuscht wur­de, nichts abge­win­nen. Er hat ein­fach unge­sund gelebt, mit sei­nem Krper Raub­bau betrie­ben, alle konn­ten das bei sei­nen letz­ten Auf­trit­ten sehen.

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Elvis online
Der Fas­zi­na­ti­on des Kings ist 1975 auch der Beam­te Man­fred Brod­trger (Bild)aus Wie­ner Neu­stadt erle­gen. Damals kauf­te er sei­ne ers­te Elvis-Plat­te – einen Sam­pler mit 40 Hits. Heu­te hat er 1.500 Schall­plat­ten, CDs und ande­re Elvis-Andenken. Wie Adi Frba­cher macht sich auch Man­fred Brod­trger bri­gens kei­ne Hoff­nung, dass Elvis noch lebt. Er ist an Medi­ka­men­ten gestor­ben, sagt der Elvis-Insi­der, den vor allem die Gesamt-Pers­n­lich­keit fas­zi­niert. Elvis war der ers­te Pop­star, der die jugend­li­chen Mas­sen fas­zi­nie­ren konn­te. Auch heu­te, 32 Jah­re nach sei­nem Tod, ist sei­ne Popu­la­ritt unge­bro­chen, auch bei jun­gen Leu­ten. Er ist wahr­schein­lich die meist­fo­to­gra­fier­tes­te Pers­n­lich­keit, die es je gab – und das obwohl man damals noch lan­ge nicht digi­tal foto­gra­fier­te. Kei­ner hat so vie­le Auto­gram­me wie er gege­ben, kein Top-Star hat­te je so viel Zeit fr sei­ne Fans wie er.
Man­fred Brod­trger muss es wis­sen, denn er betreibt seit 2003 hob­by­mig die Elvis-Home­page www.mabrosELVISworld.com, die sich lngst zur grten ster­rei­chi­schen Fan-Site mit 1.500 (!) Unter­sei­ten gemau­sert hat. Geld kann ich damit nicht ver­die­nen, aber die Sei­te bringt mir Kon­tak­te in alle Welt.
Man­fred Brod­trger ist auch stndi­ger Stamm­gast im Elvis-Fan­treff von Sil­ves­ter Eter in Wien (www.silvesters-elvis-page.at/elvisfantreff.html). Dort tref­fen sich regel­mig die Freaks aus Nah und Fern, um in Erin­ne­run­gen zu schwel­gen oder die Neu-Erschei­nun­gen zu bespre­chen. Immer noch gibt es neue Facet­ten an der schil­lern­den Pers­n­lich­keit von Elvis zu ent­de­cken. Im Gegen­satz zu mir gibt es in dem Fan­treff Leu­te mit unglaub­li­chem Detail­wis­sen, die durch­aus bei Wet­ten, dass..? auf­tre­ten knn­ten, erzhlt der Wie­ner Neustd­ter. Die knn­ten sicher aus einer ein­zi­gen kur­zen Sequenz sagen, bei wel­chem Kon­zert sie auf­ge­nom­men wur­de. Beacht­lich ange­sichts von rund 1.200 Kon­zer­ten, in denen der King die Mas­sen Ame­ri­kas fas­zi­nier­te. Ein Kon­zert in Euro­pa hat Elvis aber nie gege­ben
Elvis schrg
Der King lebt auch in Form von welt­weit zehn­tau­sen­den Elvis-Imi­ta­to­ren, die regel­mig beim Wett­be­werb in Grace­land zusam­men­kom­men. Einer der bekann­tes­ten in unse­rer Regi­on wur­de 1960 in Wie­ner Neu­stadt gebo­ren: Fran­cis Lane. Elvis ist mir 1992 im Traum erschie­nen, 15 Jah­re nach sei­nem Tod. Er stand glit­zernd vor sei­ner Cadil­lac-Samm­lung und hielt etwas in der Hand – einen Schls­sel. Ich knne einen sei­ner Cadil­lacs haben, sag­te der King zu mir, wenn ich sei­ne Musik wei­ter­le­ben las­se. Fran­cis Lane – er hie damals noch Franz – folg­te die­sem Auf­trag und hng­te sei­nen Maler-Job an den Nagel.
Es mach­te nichts, dass er weder sin­gen noch Eng­lisch konn­te und – dass er auch kei­nen Fhrer­schein hat­te. Sei­ne Mama schnei­der­te ihm Elvis-Bhnen-Out­fits und chauf­fier­te ihn zu den Zelt­fes­ten der Regi­on. Ich stel­le Elvis mensch­lich dar – das ist wohl das Geheim­nis mei­nes Erfol­ges, sagt Fran­cis Lane, der mit Elvis-Hits sein Publi­kum zum Tan­zen bringt, bis der Hfts­peck wackelt.
Ever­green
In einem der letz­ten Wr. Neustd­ter Plat­tenlden der Fir­ma Pom­pe (Neun­kirch­ner­strae) fin­den alte Elvis LPs rei­en­den Absatz – die meis­ten Kufe­rin­nen sind – erra­ten Sies? – jun­ge Frau­en… Sie fin­den Elvis auch heu­te noch als einen feschen Mann, nennt der Inha­ber eines der wich­tigs­ten Kauf­mo­ti­ve fr die alten Vinyl­schei­ben mit den bun­ten Covers.

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