Waffenkauf: Selbstschutz ist das strkste Motiv

Die Angst vor Ein­bre­chern geht um. Fast jeder kennt jeman­den, der schon ein­mal zum Opfer wur­de. Und fast jeder hat sich wohl schon ein­mal ber­legt, ob eine Waf­fe im Haus scht­zt. Im Bezirk sind rund 3200 Waf­fen offi­zi­ell regis­triert. Die Dun­kel­zif­fer drf­te aber weit hher sein…

Grund­st­zlich braucht man fr den Erwerb einer Waf­fe eine Waf­fen­be­sitz­kar­te. Damit darf man die Waf­fe bei sich zuhau­se ver­wah­ren. Wer die Waf­fe auch unter­wegs mit sich fhren will, ben­tigt auer­dem einen Waf­fen­pass, bzw. den EU-Waf­fen­pass, wenn er die Waf­fe auch ins Aus­land mit­neh­men will.
Im Waf­fen­ge­setz 1997 ist gere­gelt, dass alle Waf­fen­be­sit­zer vor­her vom Psy­cho­lo­gen begut­ach­tet wer­den mssen. Verls­slich mssen die Waf­fen­be­sit­zer sein.
Sol­che Gut­ach­ten erstellt die Psy­cho­lo­gin Mag. Roma­na Schei­ble­cker (Insti­tut AAP): Die Angst vor Ein­bre­chern ist gera­de in Wie­ner Neu­stadt sehr gro, sagt Schei­ble­cker ber die Moti­ve der Men­schen hier­zu­lan­de, sich eine Waf­fe zule­gen zu wol­len. Wei­te­re Moti­ve sind beruf­li­che Not­wen­dig­keit, Sport­schie­en und Erb­schaf­ten.
Sowohl auf der Bezirks­haupt­mann­schaft als auch bei der Poli­zei­di­rek­ti­on bleibt die Zahl der Waf­fen­be­sitz­kar­ten ber die Jah­re gleich – die Rck­ga­ben (wegen Waf­fen­ver­bo­ten oder Alter) hal­ten sich mit den Neu­aus­stel­lun­gen die Waa­ge.
Pro und con­tra
Ob Waf­fen ein Eigen­heim tat­schlich siche­rer machen, dar­ber strei­ten sich die Geis­ter. Ame­ri­ka­ni­sche Stu­di­en besa­gen, dass in Haus­hal­ten, in denen sich eine Waf­fe befin­det, die Mord-Gefahr drei­mal hher ist.
Dem wider­spricht die Inter­es­sens­ge­mein­schaft fr ein libe­ra­les Waf­fen­recht (IW): Nahe­zu kein Ver­bre­chen wird mit lega­len Waf­fen verbt.
Dies deckt sich mit den Beob­ach­tun­gen der Poli­zis­ten. Wr. Neu­stadts Poli­zei-Oberst Josef Pon­wei­ser: Nach mei­ner Erin­ne­rung gab es im Vor­jahr bei uns kein ein­zi­ges Ver­bre­chen mit einer lega­len Waf­fe. Sta­tis­ti­ken gibt es aller­dings nicht.
Auch die ster­reich-Sta­tis­tik des Bun­des­kri­mi­nal­am­tes wei: 2009 (Jnner – Novem­ber) war bei 537.800 ange­zeig­ten Delik­ten 523mal eine (lega­le oder ille­ga­le) Schuss­waf­fe im Spiel – 109mal wur­de damit auch wirk­lich geschos­sen.
31 Waf­fen­ver­bo­te
Wer eine Straf­tat begeht, kann sei­ne Waf­fe auch wie­der ver­lie­ren: Im Vor­jahr wur­den im Bezirk 31 Waf­fen­ver­bo­te aus­ge­spro­chen (auch die­se Zahl ist ber die Jah­re kon­stant). Die Psy­cho­lo­gin sagt: Gef­hr­li­che Dro­hun­gen, Stal­king oder Alko­hol sind die hufigs­ten Grn­de fr ein Waf­fen­ver­bot. Wer sei­ne Waf­fe wie­der­ha­ben will, muss – hnlich wie im Fall des Fhrer­schein­ent­zu­ges – wie­der durch die psy­cho­lo­gi­sche Begut­ach­tung. Wie­vie­le Waf­fen in unse­rer Gegend ille­gal in Umlauf sind, kann nicht gesagt wer­den.
Die regis­trier­ten Waf­fen­be­sit­zer wer­den regel­mig behrd­lich ber­prft.

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