„Im Auftrag der Gesundheit“

SNV19408

Der Kil­ler-Kse ist der­zeit in aller Mun­de: Es wur­den Flle bekannt, wo Men­schen nach dem Genuss von stei­ri­schem Quar­gel ver­star­ben. Auslser waren so genann­te Lis­te­ri­en-Bak­te­ri­en, die in vie­len Lebens­mit­teln vor­kom­men.

Fr den Wie­ner Neustd­ter Lebens­mit­tel­in­spek­tor Ste­fan Step­pert sind die Todes­flle nichts Auer­ge­whn­li­ches. In ganz ster­reich ster­ben jhr­lich meh­re­re Men­schen nach Ver­zehr von Lis­te­ri­en-Bak­te­ri­en. Auch Erkran­kun­gen sind hufig. Gef­hr­det sind Men­schen mit schwa­cher Immun­ab­wehr – Schwan­ge­re, Che­mo-Pati­en­ten oder lte­re Men­schen.
Auch im Auf­sichts­be­reich des Markt­am­tes Wie­ner Neu­stadt – immer­hin 1600 Betrie­be – wur­den schon Flle mit Lis­te­ri­en auf­ge­deckt. Die Lis­te­ri­en-Bak­te­ri­en, die nun in aller Mun­de sind, kom­men in vie­len Lebens­mit­teln, vor allem allen rohen, vor. Immun­schwa­che Men­schen knnen dadurch an der so genann­ten Lis­te­rio­se erkran­ken, eine Krank­heit mit grip­pehn­li­chen Sym­pto­men, die sehr bse ver­lau­fen kann.
Lis­te­ri­en sind ber­all
Ins­be­son­de­re man­geln­de Hygie­ne fhrt zu einer Besie­de­lung von Lebens­mit­teln mit die­sen Kei­men. Erhit­zen ttet die Bak­te­ri­en.
Lis­te­ri­en knnen sich, anders als vie­le ande­re Bak­te­ri­en, auch bei Tem­pe­ra­tu­ren unter 4 Grad und wenig Sauer­stoff ver­meh­ren. Daher scht­zt eine Vaku­um­ver­pa­ckung die Lage­rung im Khl­schrank nicht vor die­sen Kei­men.
Die drei Lebens­mit­tel­in­spek­to­ren in der Stadt haben genug zu tun: Sie ber­prfen unan­ge­mel­det und rou­ti­nemig alle Betrie­be, die in irgend­ei­ner Form Lebens­mit­tel ver­kau­fen, also auch zum Bei­spiel Apo­the­ken.
EU-wei­te Kon­trol­len
Sie wer­den auch im Auf­trag des Gesund­heits­mi­nis­te­ri­ums und der N Lan­des­re­gie­rung ttig. Manch­mal wird EU-weit nach gef­hr­li­chen Lebens­mit­teln gefahn­det – und es ist kein Pro­blem, die­se inner­halb krzes­ter Zeit aus den Rega­len zu rumen, wei der Wie­ner Neustd­ter Lebens­mit­tel­in­spek­tor Ste­fan Step­pert.
13 % der Pro­ben schlecht
Wenn die Inspek­to­ren bei ihren Prfun­gen tat­schlich fndig wer­den – immer­hin ist das bei rund 13 % aller gezo­ge­nen Pro­ben der Fall – muss Anzei­ge erstat­tet wer­den.
Im Fall von klei­ne­ren Vers­ten gibt es ein Organ­man­dat und eine mnd­li­che Abmah­nung. Bei schwe­ren Mngeln, die eine Gefahr fr den Kon­su­men­ten bedeu­ten, wird im Extrem­fall der Betrieb oder ein Teil des Betrie­bes geschlos­sen, manch­mal fr einen Tag, manch­mal fr eine Woche, manch­mal noch lnger.
Was wird bean­stan­det?
Klas­si­sche Flle von Bean­stan­dun­gen sind etwa zu wenig durch­ge­bra­te­ne Hendln, unsau­be­re Kchen, abge­lau­fe­ne Waren. Nur ver­ein­zelt, aber doch, kom­men auch Erkran­kun­gen vor, die auf ver­dor­be­ne oder kon­ta­mi­nier­te Lebens­mit­tel zurck­zufhren waren.
Im Bezirk Wr. Neu­stadt-Land mit rund 800 Betrie­ben ist die Lebens­mit­tel­kon­trol­le Baden mit vier Mit­ar­bei­tern ttig.
Von den im Vor­jahr gezo­ge­nen 250 Pro­ben waren 20 Pro­zent schlecht, best­tigt Lebens­mit­tel­in­spek­tor Ing. Josef Engel­hart im gro­en und gan­zen die Erfah­run­gen sei­ner Kol­le­gen vom Markt­amt Wr. Neu­stadt.

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