Die Post übersiedelt

Die Post­fi­lia­le in Bad Vös­lau wech­selt den Stand­ort. Im Juni 2011 über­sie­delt man von der Bade­ner Stra­ße 8 in die Wie­ner Neu­städ­ter Stra­ße 4, in das dor­ti­ge Bawag-Gebäu­de. Alle Pro­tes­te aus Bad Vös­lau nutz­ten nichts.

Der kon­zern­wei­te Zusam­men­schluss von Post und Bawag wird noch sicht­ba­rer gemacht. Vie­le Kun­dIn­nen wer­den sich fra­gen, ob die Post­fi­lia­le am neu­en Stand­ort genü­gend Platz hat. Post-AG-Pres­se­spre­cher Ste­phan Fuchs beru­higt. Län­ge­res Anste­hen an den Schal­tern ist nicht zu erwarten.„Die zen­tra­le­re Lage und die Park­platz­si­tua­ti­on sind am neu­en Stand­ort bes­ser. Wir kön­nen auch in Zukunft wie bis­her drei Schal­ter anbie­ten.“ Der­zeit sind in der Post­fi­lia­le Bad Vös­lau fünf Mit­ar­bei­te­rIn­nen beschäf­tigt. Das Gebäu­de der Post­fi­lia­le am jet­zi­gen Stand­ort wird von der Post AG zum Ver­kauf angeboten.

Ver­är­gert zeigt sich Bür­ger­meis­ter Chris­toph Prinz von der Lis­te Flam­mer: „Für ein­sei­ti­ges Vor­ge­hen ohne Dia­log haben wir kein Ver­ständ­nis.“ Prinz fühlt sich, eben­so wie Bevöl­ke­rung und MitarbeiterInnen„überrumpelt“. Der Stadt-Chef hat die Post-Ver­ant­wort­li­chen auch bereits auf mög­li­che Nach­tei­le des neu­en Stand­or­tes hin­ge­wie­sen: Park­platz- und Raum­knapp­heit. Ob die Gemein­de Inter­es­se am Kauf der alten Post­fi­lia­le hät­te? Immer­hin liegt das Haus am his­to­risch bedeut­sa­men Bad­platz, wohl einem der schöns­ten Plät­ze in Bad Vös­lau. Bgm. Prinz: „Kei­ne Ahnung, wie­viel das Haus kos­ten soll. Bis jetzt hat die Gemein­de noch kein Ange­bot bekommen.“

Groß ist auch der Unmut in der Bevöl­ke­rung. Hier lau­tet der Tenor: „Erst das alte Haus reno­vie­ren und dann schlie­ßen? Was soll das für einen Sinn haben? Dann heißt es – die Filia­le im Zen­trum macht kein Geschäft, weil ja dort kei­ner g’scheit par­ken kann, und dann steht Bad Vös­lau ganz ohne Post da.“

Eine Unter­schrif­ten­ak­ti­on gegen die Über­sied­lungs­plä­ne, initi­iert von der Lis­te Flam­mer, erbrach­te 2.046 Unter­schrif­ten. Bür­ger­meis­ter Chris­toph Prinz über­reich­te die Pro­test­no­te im Rat­haus an Alo­is Mond­schein (Lei­ter des Chan­ge Manage­ments der Öster­rei­chi­schen Post AG)

Einst­wei­len wird aller­dings schon flei­ßig am Umbau der neu­en Post-Filia­le, dem Bawag-Haus im Zen­trum, gearbeitet.

Die ers­te Post in Bad Vös­lau datiert übri­gens aus 1843 – als pri­vat geführ­te selb­stän­di­ge Brief­samm­lung. 1881 wur­de die Post staat­lich. Seit 1880 gab es auch ein Post­amt in Gain­farn, das im Juni 2002 geschlos­sen wur­de. Gain­farn wird heu­te von der Start­bahn als Post­part­ner in der Brunn­gas­se 5 betreut, der ein­zi­ge Post­part­ner im Stadtgebiet.

Die räum­li­che Zusam­men­le­gung von Post und Bawag ist im übri­gen nicht nur in Bad Vös­lau The­ma: Auch in Baden wird schon seit gerau­mer Zeit über die Schlie­ßung der Lees­dor­fer Filia­le und ihre Über­sied­lung in die Bawag in der Was­ser­gas­se debat­tiert. Auch hier hagelt es Proteste.

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