Triestingtal – bald „Weltraumregion“?

Eine bes­se­re Ver­net­zung jener Fir­men des Tri­es­ting­tals, die sich mit Welt­raum­tech­no­lo­gie beschäf­ti­gen, strebt Jar­ko Ribar­ski, Vor­sit­zen­der der Jun­gen Wirt­schaft Badens und selbst Unter­neh­mer in Leobers­dorf, an. „Es ist schon beacht­lich, in wel­cher Dich­te im Tri­es­ting­tal Fir­men ansäs­sig sind, die wich­ti­ge Kom­po­nen­ten für Raum­schif­fe, Satel­li­ten oder Son­den lie­fern. Hier möch­ten wir mehr Syn­er­gien unter den ein­zel­nen Unter­neh­men schaf­fen und auch das AIT (Aus­tri­an Insti­tu­te of Tech­no­lo­gy) ein­bin­den. Damit könn­te das Tri­es­ting­tal unter allen öster­rei­chi­schen Regio­nen ein ein­zig­ar­ti­ges Pro­fil ent­wi­ckeln“, betont Ribar­ski im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst.
Tat­säch­lich ist die Dich­te an „Weltraum“-affinen Betrie­ben im Tri­es­ting­tal beacht­lich. Öster­reichs größ­tes Unter­neh­men in der Welt­raum­tech­nik, die Ruag Space GmbH – sie hat 2008 die Aus­tri­an Aero­space über­nom­men – ist in die­ser Regi­on mit einem Stand­ort ansäs­sig. Sie ist prak­tisch an jedem Satel­li­ten, den die euro­päi­sche Raum­fahrt­be­hör­de ESA ins Welt­all schießt, mit Elek­tro­nik, Mecha­nik und natür­lich auch mit der Iso­la­ti­on gegen die extre­men Tem­pe­ra­tur­schwan­kun­gen im Welt­all betei­ligt. Quar­tier­ge­ber der Ruag Space im Tri­es­ting­tal ist die Bern­dorf AG, deren Vor­stands­mit­glied Franz Vieh­böck im Herbst sein 20jähriges Jubi­lä­um als „Aus­tro­naut“ feiert.
Eben­falls in Bern­dorf ansäs­sig ist die Scha­eff­ler Aus­tria GmbH, eine Toch­ter­fir­ma des deut­schen Wälz­la­ger­pro­du­zen­ten Scha­eff­ler. Der Kon­zern erzeugt Prä­zi­si­ons­la­ger für Robo­ter­ar­me, so u.a. für jenen Robo­ter, mit dem die NASA-Son­de „Phoe­nix“ auf dem Mars nach Was­ser gegra­ben hat.
Wei­ters ist für Ribar­ski eine Ein­bin­dung des Leo­pold-Figl-Obser­va­to­ri­um auf dem Schöpfl in die­ses Pro­jekt eben­falls wün­schens­wert: „Die Stern­war­te ist Öster­reichs größ­te und eine abso­lu­te Sehens­wür­dig­keit, in der Öffent­lich­keit aber viel zu wenig bekannt. Dabei könn­te das Obser­va­to­ri­um mit mehr Besu­chern auch nach­hal­tig Wer­bung für die Astro­no­mie als Wis­sen­schaft der Zukunft machen.“ 

http://www.jungewirtschaft.at
http://wko.at/noe/baden
http://www.unsertriestingtal.at

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