Strom-Panne: Das Frühstück fiel aus

Kühl und kein Kaf­fee – das war für Geburts­tags­kind Hel­ga Tauch­ner aus Bad Vös­lau kein schö­ner Samstagmorgen.

Böses Erwa­chen für tau­sen­de Men­schen am Sams­tag­mor­gen: Die Hei­zun­gen lie­fen nicht an (bei ‑12°), die Kaf­fee­ma­schi­nen blie­ben kalt, das Zim­mer dun­kel und die Radi­os stumm. Ein Defekt an einem 20.000 Volt-Kabel leg­te von 7 bis 9 Uhr früh die Tech­nik in 1.200 Wienstrom-Haus­hal­ten in Baden, Vös­lau und im Hele­nen­tal lahm. 

Kein Kaf­fee in Vöslau
So etwa bei Hel­ga Tauch­ner in Bad Vös­lau: Aus­ge­rech­net an ihrem Geburts­tag gab‘s für sie kei­nen fri­schen Espres­so aus der neu­en Kaf­fee­ma­schi­ne. „Es war unge­müt­lich kühl“, sagt sie und sin­niert wei­ter: „Es wird einem bewusst, wie strom-abhän­gig man ist.“
Stress pur zur sel­ben Zeit im Kur­zen­trum Vös­lau. Kein Früh­stück, auch die Ultra­schall- und Strom-Behand­lun­gen muss­ten ver­legt wer­den. In wich­ti­gen Berei­chen wur­de auf Not­strom umgeschaltet.

Kat­rin im Kur­zen­trum: „Wir muss­ten die Früh­stücks­bröt­chen beim Mer­kur holen, dort gab es zum Glück Strom. Unse­re Gäs­te waren aber sehr ver­ständ­nis­voll, als wir ihnen erklär­ten, dass der Strom aus­ge­fal­len war und es des­halb kein Früh­stück gab.“

Ver­wir­rung in der Senio­ren­re­si­denz. „Die Leu­te sind auf­ge­wacht und woll­ten Licht machen – und es blieb dun­kel, da wur­den sie schon unru­hig“, erzählt Ger­hard Sev­cik vom Wie­ner Café. Der Tür­öff­ner funk­tio­nier­te nicht, die Bewoh­ner stan­den ver­wirrt vor der Glas­schei­be. Gedul­dig wur­de ihnen gehol­fen. Um 9 Uhr war der Spuk schließ­lich vor­bei und ein erleich­ter­tes „Aaah“ tön­te nicht nur durch die Residenz.

Ger­hard Sev­cik, Chef im Wie­ner Cafè: „Wir haben vor allem gezit­tert, ob der Strom wie­der kommt, weil wir ja 200 Mit­tag­essen vor­zu­be­rei­ten hatten.“

Baden: Kaum Aufregung
Wenig Auf­re­gung gab es – so Bgm. Kurt Stas­ka – in Baden.
Die Groß­be­trie­be waren nicht betrof­fen und haben ohne­hin Not­strom. Ein paar Ampeln sei­en kurz aus­ge­fal­len. Stas­ka selbst hat den Strom­aus­fall auch nicht mit­er­lebt. Er war gera­de auf der Heim­rei­se vom Schiurlaub.

Strom­aus­fäl­le gibt es übri­gens in Öster­reich jähr­lich etwa 10.000mal. Die meis­ten Stö­run­gen kön­nen inner­halb von 70 Minu­ten beho­ben wer­den. Der letz­te gro­ße öster­reich­wei­te Strom­aus­fall war im Jahr 1976. Ein ein­stün­di­ger Aus­fall im gan­zen Land kos­tet ca. 40 Mio Euro.

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