Die hohe Kunst der Leichtigkeit

Eigent­lich htte es ja eine klei­ne infor­ma­ti­ve Ver­an­stal­tung exklu­siv fr den Ver­ein „Befreun­det mit der Bhne Baden“ wer­den sol­len, erzhlt die kauf­mn­ni­sche Direk­to­rin des Thea­ters, Mar­ti­na Mal­zer. Aber dann ent­wi­ckel­te der neue Bal­lett-Chef Micha­el Kropf eine Idee nach der ande­ren – und so wur­de dar­aus ein abend­fllen­des groes Pro­gramm fr alle.
„Ein Tag im Leben eines Tnzers“ also: Auf der Bhne wird zu Kla­vier­mu­sik trai­niert. Die Tnze­rIn­nen stel­len sich kurz vor, und dann ist man schon mit­ten drin in „Pli“ (Knie­beu­gen), „Ten­du“ (das Bein wird nach vorn, hin­ten oder zur Sei­te gestreckt) oder „Pas de deux“ (Duett). Der Abend zeigt, wie­viel schwe­re Arbeit hin­ter der „hohen Kunst der Leich­tig­keit“ steckt. „Man kann nie nicht Tnzer sein. Wenn du zwei Tage nicht trai­nierst, bist du schnell auer Form“, erlu­tert Kropf.
Er weist auch auf die sozi­al schwie­ri­gen Bedin­gun­gen eines Tnzer-Lebens hin, und da ist es oft­mals auch Lebens­kunst, „leicht“ zu blei­ben. Etwa weil immer mehr Bhnen mit dem ber­le­ben kmp­fen, Enga­ge­ments rar und Ver­let­zun­gen exis­tenz­be­droh­lich sind.


Die Lie­be zu sei­nem Beruf sprt man den­noch deut­lich bei sei­ner locker-flo­cki­gen Mode­ra­ti­on. Er bit­tet Weg­be­glei­ter auf die Bhne, etwa Atti­la Eger­ha­zy (Bal­lett­di­rek­tor Budweis),Tamas Soly­mos (Bal­lett­di­rek­tor Oper Buda­pest), Ves­na Orlic (Bal­lett­lei­tung Volks­oper) oder Balazs Del­bo (Solist der Oper Buda­pest).
Hhe­punk­te setzt Kropf zum Schluss: Vier Tnze­rIn­nen – Sabi­ne Diet­rich, Nata­lia Bol­zer, Andriy Bog­a­chov und Olex­an­der Mas­lya­ni­kov – zei­gen eige­ne Cho­reo­gra­phi­en. Dann noch ein Image­film und Kropfs spek­ta­kul­re Cho­reo­gra­fie zu „Adie­mus“. „Ich hab euch ver­spro­chen, danach wer­det Ihr k.o. sein!“ scherzt der Bal­lett­meis­ter zu sei­ner Kom­pa­nie. Doch schon kurz nach dem fre­ne­ti­schen Applaus stel­len sich die Tnze­rIn­nen frisch und leicht im Max Rein­hardt-Foy­er den Fra­gen des Publi­kums. Nur heim­ge­hen fllt da schwer…

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